Fahrradtour 12.10.2015(Lavesumrunde bei 10°)

Das Wetter war am Montag ein Problem für Radfahrer. Es sollte sonnig und trocken werden, aber kalt. Zehn Grad, wärmer sollte es am Tage nicht werden. In der Nacht von Sonntag auf Montag haben wir zum Erstenmal in Datteln die Nullgradgrenze erreicht. Morgens würde es zuerst nicht wärmer als 5 Grad sein. Sollen wir da Fahrrad fahren oder laufen, war meine Frage in meiner E-Mail vom Freitag. Friedel rief am Sonntag an. Er hatte eine Fahrradtour ausgeguckt. Lavesumrunde hatte er sie benannt. Fährt Willi da mit, war seine Frage. Der sagt immer unter 10 Grad fährt er kein Rad. Ich stellte ihn vor vollendete Tatsachen und schrieb. Treffen bei Willi, 10 Uhr, wir fahren die Lavesumrunde. Willi wiedersprach nicht und so war es klar wir fahren Rad. Was ziehe ich den überhaupt an? Ich zähle einmal auf was ich angezogen hatte. Lange Unterhose über die gepolsterte Fahrradhose. Jogginghose, leicht gefüttert. Unterhemd, darüber einen Bauwollpullover. Dann eine Fließjacke und zum Schluss meine Softchelljacke darüber. Wollhandschuhe nahm ich mit. Dicke Socken und meine Workingschuhe sollten meine Füße warm halten. Vielleicht konnte ich gegen Mittag die Fließjacke ausziehen. Ich fuhr los. Beim Metzger Wolf holte ich unser Stück Fleischwurst für den kleinen Hunger und kam dann beim Willi an. Ich war der Erste. Dann Natz. Dann schaute Willi durch die Tür und erzählte er sein noch am Frühstücken. Marion bat uns herein, wollten wir aber nicht, sonst quatschen wir uns nachher noch fest. Es sind 5 Grad, ihr seid verrückt bemerkte sie, wünschte uns einen schönen Tag und verschwand ins Warme. Friedel kam als letzter. Oh es ist ganz schön kalt, bemerkte er. Lasst uns Heute mal nur durch die Sonne fahren, bemerkte ich. Willi stimmte mir zu. Friedel meinte, wollt ihr nur im Kreis fahren. Nein, das wollten wir nicht, wir wollten am Morgen nicht über die Redderstraße fahren und eigentlich auch nicht durch die Haard. Dann fahren wir durch Sutum und Klostern meinte Friedel. Es ging los. Von der Kreuzstraße fuhren wir auf die Münsterstraße und dann nach links auf die Sutumer Straße. Wir kamen an den Drievener Weg und fuhren nach links auf diesen. Nach 1,1 Km erreichten wir die Ahsener Straße. Die über querten wir im Bereich des Chinarestaurants, das rechts an der Ahsener Straße liegt.

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Willi sah im Vorbeifahren den Schwarz, Rot, Goldenen Pfahl. Der erinnerte ihn an die DDR. Wir hielten an und siehe da wir hatte eine neue Republik gefunden, eine Schützenrepublik. Das Abzeichen bestand aus einer Zielscheibe, die Schützen benutzen und zwei Eichenblättern, die umschlossen die Zielscheibe. Darunter stand dann Drievener Republik. Wo die beiden unteren Bilder entstanden sind, ist mir nicht mehr bewusst. Vor der Ahsener Straße oder nach der Überquerung. Am Himmel sieht man Schleierwolken die das Blau des Himmels unterbrechen. Es war auf dem Rad schon richtig kalt. Der Fahrtwind tat das Seine dazu. Handschuhe waren angebracht und alle trugen sie. Auf der anderen Straßenseite fuhren wir auf den Weg Wüstemühle um dann sofort nach rechts abzubiegen auf den Weg Im Steinacker. Es ging durch die Bauernschaft Klostern. Vom Im Steinacker ging es nach links auf den Klosterner Weg. Der führte uns weiter, über  2,3 Km durch Klostern, bis an die Recklinghäuser Straße, die Erkenschwick und Ahsen verbindet. Die Überquerten wir und fuhren nach links in Richtung Erkenschwick. Nach 250 Meter bogen wir nach rechts auf die Redder Straße. Jetzt ging es ja doch in die Haard und in den Schatten. Wir hätten auch über Ahsen an den Kanal fahren können. Aber unser Friedel wollte über den Berg nach Flaesheim fahren. Schauen ob der Köhler da ist, der ist aber immer im Frühjahr da und nicht im Herbst. Mal schauen, ob der Schacht Haard schon verfüllt ist. Ja unser Friedel, was er plant zieht er auch fast zu 100 % durch. So auch am Montag. Es ging also die Redder Straße zu nächst herunter. Friedel und Natz führen die Straße bis zum Katenkreuz herunter. Willi und ich fuhren auf dem Fahrradweg. Der war blöd zu fahren. Laub und Eicheln und die vielen Huckel, die durch Baumwurzeln entstanden waren, hinderten uns an einer rasanten Abfahrt. Natz und Friedel warteten schon unten am Katenkreuz auf uns.

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Oben links ein Bild aus Klostern. Rechts die Abfahrt zum Katenkreuz. Unten links stehen wir am Katenkreuz. Rechts unten der Schattenmann auf der Redder Straße. Ein kleiner Schluck aus der Wasserflasche und dann ging es in die Haard. Es ging mal leicht bergan dann mal wieder etwas herunter. So fuhren wir 1,1 Km bis zum Hotel Schnieder im Jammertal. Das ließen wir links liegen und fuhren weiter zum ehemaligen Schacht Haard. Dabei überquerten wir nach 1,28 Km die Ahsener Allee, die von Osten nach Westen die halbe Haard durchquert. Nach 1,7 Km erreichten wir dann den Schacht Haard. Das Tor war auf und wir fuhren auf das Gelände. Aber nicht weit, da kam schon ein Wachmann und bat uns freundlich aber energisch sofort das Gelände zu verlassen. Wir fragten ihn ob der Schacht schon verfüllt sei, was er bejahrte. Das könnten wir aber auch alles auf dem Infoschild am Tor nachlesen. Dort fuhren wir hin.

Haard-Schacht wird verfüllt

DATTELN Das Ende des Deutschen Steinkohlebergbaus naht. 2018 ist Schluss. Der Haard- Schacht am Ende der Redder Straße, Dattelns letztes großes Bergbaurelikt (neben dem Zechenhafen am Kanal), soll vorher verschwinden. Aber zunächst muss der Schacht verfüllt werden. Dazu braucht die RAG jede Menge Sand.

Standsicher gefüllt werden soll der Schacht ab Sommer 2015 mit einer Betonmischung aus Zement, Wasser und 54 000 Tonnen Halterner Sand. Kostenpunkt: 3,5 Mio. Euro, sagte uns RAG-Sprecher Christof Beike auf Nachfrage.

Um diese Sandmassen an Ahsen vorbei und durchs Jammertal bis zum Schacht zu schaffen, seien 2 000 Lkw-Fahrten nötig, hat die RAG ausgerechnet. Der Transport beginnt schon im Januar, „um die Natur zu schonen und die Belästigung für Spaziergänger und Radfahrer so gering wie möglich zu halten“.

Schließlich sind im Sommer viel mehr Ausflügler in der Haard unterwegs, als im Winter. 1 400 Lkw-Fahrten sollen im Januar und Februar stattfinden, ca. 50 Laster am Tag. Viel Betrieb auf der sonst so beschaulich-ruhigen Redder Straße. Die Laster sollen montags bis freitags zwischen 7 und 17 Uhr rollen. Der Sand wird am Schacht gelagert. Das Füllmaterial werde „intensiv kontrolliert“, um eine Wasserbelastung auszuschließen, teilt die RAG mit.

Der 1 116 Meter tiefe Schacht ist bereits in einer Tiefe zwischen 750 und 850 Metern mit einem Betonstopfen verschlossen. Obendrauf kommen 37 000 Kubikmeter Betonmischung.

Seit 2001 liegt das Zechengelände im Dornröschenschlaf. Haardholztage fanden dort statt und ein Oldtimertreffen. Ansonsten war Stille – abgesehen von ungebetenen Besuchern, die Scheiben einwarfen, in den Gebäuden randalierten und Brände verursachten.

In den 80er- und 90er-Jahren waren im Haard-Schacht Kumpel des Oer-Erkenschwicker Bergwerks Ewald Fortsetzung eingefahren. 2001 war letzte Schicht.

Das Verfüllen soll bis Herbst 2015 geschafft sein. Der Gebäudeabriss folgt voraussichtlich ab 2016. Dauer: ca. ein Jahr. Darum kümmert sich dann eine RAG-Tochter. Dieselbe, die beim Abriss des Zechenhafens Emscher-Lippe ihrem Zeitplan Jahre hinterherhinkt.

Zum krönenden Abschluss wird renaturiert. Wann? Das bleibt abzuwarten.

Quelle: Dattelner Morgenpost

Bjoern Korte
Redaktion Datteln
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Oben die ersten drei kleinen Bilder zeigen einen Teil unseres Weges zum Schacht Haard. Dann die beiden großen Bilder zeigen die Infotafeln am Eingang, die beschreiben wir der Schacht verfüllt wird.

Im nächsten Jahr werden wir sehen ob die Gebäude auf dem Gelände abgerissen werden. Wenn wir weiter fitt bleiben, werden wir vielleicht noch die Renaturierung des Geländes erleben. Wir fuhren ein Stück zurück und bogen dann nach links auf den Wirtschaftsweg ein, der uns zum Flaesheimer Baggerloch hochbringen sollte. Es ging auf einer Strecke von 840 Meter von 72 Meter über NN auf 93 Meter über NN hoch. Mir brannten die dabei die Oberschenkel und der Rücken zwang mich 2 Mal abzusteigen und ihn zu entlasten. Warm war mir auch geworden. Ich hatte schon wohlwissend, das es bergauf geht, meine Fließjacke bei der Pause am Katenkreuz ausgezogen. Dann war der Aufstieg geschafft. das Baggerloch lag rechts von uns. War aber nicht einsehbar von dem Weg aus. Es ging dann 330 Meter schon leicht herunter. Dann bogen wir nach links ab und fuhren in Richtung Flaesheim. Dabei sind wir 31 Höhenmeter bergab gefahren. Das war sehr angenehm. Wir mussten aber vorsichtig fahren, da die Wege teilweise geschottert waren. Blätter und Eicheln taten das Ihre dazu. Ach ja, wir fuhren nicht am Kohlemeiler vorbei, sonder bogen 750 Meter vor dem Platz auf dem immer der Kohlemailer steht nach rechts ab.

Zwei Köhler kümmern sich um den Meiler

FLAESHEIM Gleich zwei neue Köhler wurden am Dienstag (28.4.) von Kersten Blaschczok, Leiter des Forsthofes Haard des Regionalverbandes Ruhr (RVR), am Holzkohlenmeiler in der Haard vereidigt: Dirk Vogel (44) und Andy Heidecke (29).

Dirk Vogel ist Gebührtiger Dattelner, lebt heute in Ratingen und war bis zum vergangenen Jahr noch der Helfer von Köhler Hermann Hohmann. Andy Heidecke kommt aus dem Harz und ist seit 15 Jahren nebenberuflich Köhler.

Auch Dirk Vogel muss sich für seinen Einsatz am Meiler Urlaub nehmen. Er ist eigentlich Fachkraft für Abwassertechnik beim Bergisch-Rheinischen Wasserverband. Aber sein Herz schlägt für das traditionelle Köhler-Handwerk. „Es ist jammerschade, dass immer mehr Handwerksberufe aussterben“, sagt Dirk Vogel. Und auch deshalb sind sowohl Vogel als auch Heidecke Mitglieder im Harzer Köhlerverein. Vogel hat in den vergangenen Jahren Köhler Hermann Hohmann als Helfer zur Seite gestanden, „aber privat habe ich den Meiler vom ersten Jahr an besucht und die Köhler immer mit meinen Fragen genervt“.

Familientradition

Und bei Andy Heidecke sprang der Funke zu diesem traditionellen Handwerk über, weil sein Großvater bereits Köhler war. Die nächsten 10 bis 14 Tage wird die Köhlerhütte direkt am Meiler ihr gemeinsames Zuhause sein. Am Dienstag (28.4.) wurde noch ein wenig das Dach geflickt und auch noch frisch eingeschweißte Matratzen gab es für die beiden Köhler. „Wir müssen den Meiler rund um die Uhr bewachen, damit er nicht anfängt zu brennen“, erzählt Dirk Vogel.

Die Sauerstoffzufuhr muss so geregelt werden, dass der Verkohlungsprozess ganz gemächlich vonstatten geht. Seit Montag (27.4.) sind Dirk Vogel und Andy Heidecke dabei, das Buchen- und Roteichenholz aufzuschichten. Am Ende werden es 50 Raummeter Holz sein.

QuelleVideo: YouTube

Dann bedecken sie die Scheite mit Heu und machen den Meiler zum Schluss „schwarz“ – er wird mit Erde bedeckt, damit er luftdicht abgeschlossen ist. Die Erde ist übrigens seit 20 Jahren in Gebrauch, enthält Holzkohlenreste und -staub. Vor dem Aufschichten mussten die Köhler noch mit Hacke und Schaufel die Kohlegrube einebnen. Im Zentrum der Grube entstand aus Holzscheiten der Quandelschacht. Dort hinein füllen die Köhler zwei Säcke Holzkohle.

Am 1. Mai wird der Meiler entzündet. Anschließend beginnt der Verkohlungsprozess. In den Quandelschacht wird ständig Brennmaterial nachgefüllt. Das Holz beginnt zu glühen. Durch Löcher, die der Köhler durch die Erdabdeckung mit Stäben stößt, reguliert er die Luftzufuhr und lenkt die Luft im Inneren ab- und seitwärts. An Farbe und Geruch des Rauches erkennen Vogel und Heidecke das Fortschreiten des Verkohlungsprozesses.

Weißer Qualm

„Weißer Qualm etwa ist Wasserdampf“, erläutert Dirk Vogel. „Denn zu Anfang entweicht die Feuchtigkeit aus dem Holz.“ Wenn sich der Rauch himmelblau färbt, sind die Kohlen fertig. Dann muss das Feuer gelöscht werden. Der Köhler verschließt die Löcher, um das Feuer zu ersticken. Es dauert einige Tage, bis die Kohle abgekühlt ist. Dann öffnet man den Meiler, die Kohle wird entnommen.

Quelle: Halterner Zeitung vom 28.04.2015 Bianca Glöckner, Redaktion Dorsten/Haltern
Verkauft wurde die Holzkohle am 22.5.2015 am Forsthof Haard. Nachdem wir nach rechts gefahren waren, brauchten wir noch einen Kilometer bis zur Widukindstraße, am südöstlichen Rand von Flaesheim. Auf der Straße fuhren wir dann nach links zur Straße Am Dachsberg. Dort ging es nach rechts in Richtung Flaesheimer Straße.

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Oben links im Bild steht Friedels Rad vor dem Tor, das uns den Zugang zum Baggerloch versperrt. Die nächsten Bilder zeigen unser Abfahrt nach Flaesheim. Unten rechts hat Natz die Flaesheimer Straße erreicht. Die überquerten wir und fuhren zur Kirche Flaesheim, die man schon auf der anderen Seite der Straße sieht. Dort hielten wir an, da Willi noch nicht da war, der noch auf der anderen Straßeseite am Jägerhof stehen geblieben war und etwas nachschaute. Im Bereich der Stiftskirche gab es einiges zu sehen.

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Oben links sieht man einen Teil der Stiftskirche, Rechts im Bild die Infotafel zur Kirche. Dann ging ich zum Kircheneingang und war erstaunt, dass die Kirche offen war. Viele Kirchen sind Heute abgeschlossen und nur zu den Messen geöffnet. Links sieht man den Innenraum der Kirche mit dem Barock-Hochaltar von Gröniger aus dem Jahre 1658, der war eine Stiftung der Äbtissin Anna Maria von Ketteler. Rechts ein Muttergottesbild, umgeben von einem geschnitzten und gedrechseltem Holzrahmen. Darunter links, der Kreuzweg Jesus, in schlichten weißen Bilderrahmen. Rechts die Empore mit der Orgel. Links dann wieder ein Bild der alten Flaesheimer Schule, die bis 1970 auf dem Kirchplatz, gegenüber des Turmes der Stiftskirche stand. Sie wurde dann abgerissen. Rechts daneben sieht man ein Infoschild zu der ca. 500 Jahre alten Linde, die auch am Kirchplatz steht. Darunter links noch ein Teil des Kirchenschiffs. Rechts Willi auf dem Kirchplatz. Er fotografiert uns. Bei wegfahren dann sind wir am alten Friedhof vorbeigefahren. Dort sind auch eine Priester der Stiftskirche begraben. Das letzte Bild zeigt die Stiftskirche von der Kanalseite aus. Wir fuhren Richtung Kanalbrücke und überquerten sie. Rechts von der Kanalbrücke lag die Schleuse Flaesheim. Auf der anderen Kanalseite schauten wir auf die neue Lippefähre, die anscheinend wieder in Betrieb war, da sie auf der anderen Uferseite der Lippe stand. Wir fuhren dann nach links auf den Leinpfad des Wesel-Datteln-Kanal in Richtung Haltern. Der Kanal wird ja auch Lippeseitenkanal genannt, da er entlang der Lippe geführt wird. So hatten wir die Lippe rechts von uns liegen. Mal, durch eine Schleife 520 Meter entfernt vom Kanalufer entfernt, dann nur 10 Meter. Nach 3,4 Km Fahrt auf dem Leinpfad erreichten wir Haltern. Wir fuhren vom Kanal hoch zur Recklinghäuser Straße und dann nach rechts auf die Lippebrücke. Dort machten wir eine kurze Pause, ehe wir in Richtung Halterner Innenstadt weiterfuhren.

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Oben links überqueren meine Großen gerade die völlig zugeschi….. Brücke über den Kanal in Flaesheim. Anscheinend hatten die dort vorher einen Viehtrieb zur neuen Lippefähre. Wie vor 100 Jahren. Rechts die Schleusen Flaesheim. Links darunter sieht man die neue Lippefähre am Nordufer der Lippe. Rechts zeigt Willi mir sein breites Kreuz, während der Fahrt am Kanal in Richtung Haltern. Unten links sieht man dann schon die Lippe, von der Brücke an der Recklinghäuser Straße fotografiert. Rechts unten steht Willi vor einem 68000 € teuren BMW. Marion sperre die Konten, ich glaube dein Willi hat sich in das Auto verliebt. Er konnte sich aber losreißen und es ging weiter. Bevor wir auf den Recklinghäuser Damm gefahren wären bogen wir nach links ab. So fuhren wir weiter auf der Recklinghäuser Straße. Rechts von uns lag das Gelände der ehemaligen Kultdisco Old Daddy. Dort hatten zum Ende der achtziger Jahre Willis Tochter und mein älterer Sohn so manche Disconacht verbracht. Die Alten mussten sie entweder hinbringen oder abholen, solange sie noch kein Auto besaßen.

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Das Old Daddy 2002. Es wurde versteigert und 2012 abgerissen nach Langen hin und her. Heute steht dort ein Edekamarkt. Wir erreichten den Tunnel, der unter der Bahnlinie Recklinghausen Münster herführt. Den durchfuhren wir und erreichten auf der anderen Seite wieder die Recklinghäuser Straße. Die fuhren wir zuende und erreichten die B 58 an der Bahnhofstraße. Die überquerten wir zunächst, um dann auch nach 80 Meter die B 58 zu überqueren. Wir kamen auf die Merschstraße, dort wo das moderne Wasserrad steht. Wir schoben unsere Räder durch die Fußgängerzone bis zum Marktbrunnen gegenüber der Sixtuskirche. Wir entschieden, wir gehen zu Geiping und machen dort unsere Mittagspause. Wir gingen die rekumer Straße hoch und erreichten die Geipingfiliale nach 230 Meter. Wir stellten unser Räder ab und bestellten uns ein belegtes Brötchen und einen Pott Kaffee.

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Oben rechts fährt natz in Richtung Innenstadt. Rechts ist die Sixtuskirche schon zu sehen. Darunter links die Wasserspiele am Anfang der Merschstraße. Rechts der Brunnen am Marktplatz. Unten links die Sixtuskirche im gleißenden Sonnenlicht. Ein Bild von der Rekumer Straße, sieht man unten links. Wir waren bereit für die Weiterfahrt. Gestärkt für den Berg, den wir auf dem Weg nach Lavesum überwinden mussten. Friedel hatte mich schon gewarnt, als er mir die Tour am Wochenende verklickerte. Von Haltern aus, dass an der Rekumer Straße 46 Meter über dem Meeresspiegel liegt, bis zur höchsten Stelle, etwa 1,5Km vor Lavesum, waren es 91 Meter über NN. Es waren also 45 Höhenmeter zu überwinden. Da ich zur Strecke ja gesagt hatte, musste ich dann auch darüber. Wie sagen meine Großen immer, kleinsten Gang und ohne Druck trampeln. Schauen wir mal. Wir fuhren die Rekumer Straße zuende. Dort am Ende rechts, kurz bevor wir die Leversumer Straße überquerten, steht eine Gestalt aus Eisen. Das Lohmännken. Ich fotografierte es und Willi sah dann noch eine Infoplatte. Die musste ich dann auch noch fotografieren. Wer war diese Gestalt?

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Oben sieht man das Lohmännken und Willi dahinter. Unten die Infotafel, auf der auch steht, dass das die Skulptur 2001 von der CDU Senioren Union Haltern gestiftet wurde.

Das Lohmännchen

Verlässt man die Innenstadt über die Rekumer Straße, um sich dann nach rechts Richtung Lavesum zu orientieren, dann wird man unweigerlich am „Loh“ vorbei kommen. Das ist in etwa auf Höhe zwischen der alten Ziegelei und der Autobahnbrücke.

Und in diesem Waldbereich trieb vor vielen, vielen Jahren das Lohmännchen sein Unwesen. Es muss eine Art „Rumpelstilzchen“ gewesen sein – nicht größer als einen Meter. Und wenn man sich – damals noch zu Fuß – auf den Weg von Haltern nach Lavesum machte, dann stand das Lohmännchen auf einmal vor einem, ohne dass man es vorher gesehen oder gehört hätte. Es erschreckte die Menschen, die dort vorbei kamen, es rief ihnen böse Dinge hinterher und drohte sogar mit dem Tod.

Das muss bei den Menschen seinerzeit einen so nachhaltigen Eindruck hinterlassen haben, dass man dem Lohmännchen vor einigen Jahren ein Denkmal oder besser ein Denkmälchen baute: Am Ende der Rekumer Straße, kurz vor der Fußgänger Ampel, wird man von einer kleinen Bronze-Figur begrüßt.

Über die Sagen aus Haltern am See gibt es natürlich auch ein Buch, unter anderen mit den Geschichten: „Wie das Lohmännchen den Jans Droste zu Tode erschreckte“ oder „Der Weber und das Lohmännchen“.

Das Buch heißt „Wat Uhl un Ekboom vertellen“ und es ist in den Beiträgen zur Geschichte der Stadt Haltern im Band 7 veröffentlicht worden. Wer es kaufen möchte, wird wahrscheinlich in der Stadtbücherei Haltern und in der Buchhandlung Kortenkamp fündig. Quelle: Website des Ratshotels

Wat Uhl un Ekboom vertellen

Beiträge zur Geschichte der Stadt Haltern – Band 7 – Bernhard E. Köster, Haltern am See 2000, Preis 16,80 Euro

Leseprobe

Wie das Lohmännchen den Jan Behrend bestrafte

Vor vielen Jahren lebte in Lavesum ein fleißiger Knecht namens Jan Behrend. Nachdem er zwölf Jahre seinem Herrn treu und brav gedient hatte, schenkte dieser seinem fleißigen Knecht ein Grundstück für ein Heuerlingshaus, so dass er endlich ein Mädchen aus dem nahen Sythen, das er seit langem liebte, heiraten konnte. Hocherfreut begann Jan Behrend mit dem Hausbau. Der Grund, auf dem er bauen konnte, lag nicht unweit der Helenenhöhe, fast unmittelbar am Lochtruper Kirchweg. Deshalb schlug er auch sein Bauholz auf diesem Hügel.

Eines Tages, als er wieder bei der Arbeit war, sah er vor einem besonders schönen Baum ein kleines Männlein sitzen, das ihn ansah und sprach: „Lass diesen Baum stehen, denn er gehört mir und meiner Familie“, doch der Knecht lachte nur, schwang die Axt, und bald fiel der Baum zu Boden und das Männlein war verschwunden.

Stolz baute der Knecht sein Heuerlingshaus, und kaum war es fertig, wurde der Termin für die Hochzeit festgesetzt. Drei Tage, bevor es soweit war, machte sich der Knecht auf den Weg in die Stadt Haltern, um dort bei einem Kaufmann ein neues Hemd für Polterabend und Hochzeit zu erwerben. Auf dem Rückweg durchs Loh sah er wieder das kleine Männlein, das dieses Mal ein sogenanntes „Buckstölken“ (Hocker) unter dem Arm hatte. Mitten auf dem Wege stehend, blickte es den Knecht an und fragte: „Was hast Du da?“ „Das geht dich nichts an,“ erwiderte der Knecht und ging an dem Männlein vorbei. Aber das Männlein überholte ihn, setzte sich erneut mitten auf den Weg und forderte Jan Behrend nun auf, sich einmal auf das Buckstölken zu setzen. Der Knecht ging wie zuvor um das Männlein herum und setzte erneut seinen Weg fort. Doch wieder überholte ihn das Männlein, und wieder wich der Knecht aus. Dieses Spiel wiederholte sich viele Male. Dem Knecht wurde es nach und nach immer unheimlicher, zumal der Abend nahte und die Nebel begannen, das Land mit ihren Schleiern zu überziehen.

Endlich erreichte Jan Behrend den Hof seines Herrn, doch bevor er die Umfriedung betreten konnte, überholte ihn noch einmal das Männlein, rief mit laut donnernder Stimme: „Halt!“ und riss dem verwirrten Knecht mit einem Ruck das neue Hemd unter dem Arm weg. Dann setzte es sich auf das Buckstölken und schaute den Knecht herausfordernd an. Der stand außer Atem vor dem kleinen Kerl und wagte es nicht, sich in irgendeiner Form zu rühren.

Das Männlein grinste, breitete das Hemd über seine Knie aus, strich mehrmals über den schönen neuen Stoff, dann plötzlich blies es so kräftig in das Hemd, dass es sich um den Kopf des Knechtes herumwickeite und er einen Augenblick nichts sehen konnte. Kaum hatte er sich befreit, war das Männlein verschwunden.

Nach einer unruhigen Nacht zog der Knecht am nächsten Morgen das neue Hemd an, und nach einem kräftigen Frühstück machte er sich auf den Weg nach Sythen, um am Wohnsitz seiner Braut den Polterabend feiern zu können. Unterwegs wurde ihm jedoch übel, es wurde ihm warm, der ganze Körper begann zu fiebern, und nur mit Mühe erreichte er das Haus seiner Brauteltern. Beim Betreten des Hauses brach Jan Behrend zusammen und war tot. Als man ihn aufbahrte, stellte man erstaunlicherweise fest, dass sich das neue Hemd blutrot gefärbt hatte, ohne dass sein Körper auch nur die geringste Wunde aufwies.

Quelle: Heimatverein Haltern

Na hoffentlich erscheint uns der Zwerg nicht auf unserer Fahrt nach Lavesum. Die grobe Richtung fuhren wir ja auch. Wir fuhren etwas anders. Wir überquerten die Lavesumer Straße und kamen auf den Hennewiger Weg. Der führte uns durch die nördlichen Wohngebiete von Haltern. Nach 1,3 Km Fahrt erreichten wir die Felder, die zwischen Haltern und Laevesum liegen. Dort waren wir auf 61 Meter über NN. Nach weiteren 500 Metern erreichten wir die A 43 und überquerten diese.

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Oben im ersten Bild sieht man ein modernes Mehrfamilienhaus, dass an der Lavesumer Straße steht, dort wo wir sie überquert haben. Dann zwei Mal die Erlöserkirche, die am Hennewiger Weg steht.

Erlöserkirche

Evangelische Kirche in Haltern-Mitte
Nachdem 56 Jahre lang ein kleines Bethaus an der Rekumer Straße (heute Stadtsparkasse) für Gottesdienste der evangelischen Gemeinde reichte, wurde in den Jahren 1911 – 1912 die erste evangelische Pfarrkirche gebaut.

Ganze 50 Personen kamen 1855 zum ersten Gottesdienst zusammen; 1899 war Zahl der Gemeindemitglieder bereits auf 700 Personen angewachsen und die „Zuwanderung“ durch die Erweiterung des Bergbaus in den Norden sorgte für einen stetigen Anstieg der Mitgliederzahl, so dass das Presbyterium den Bau eines größeren Gotteshauses in Auge fasste.

In neugotischem Stil präsentiert sich die Erlöserkirche dem Besucher. Beim Blick von der Orgelempore in den Kircheninnenraum fallen die Kanzel, Altar und Taufstein direkt ins Auge; auf der rechten Seite befindet sich die Seitenempore und links entdeckt man die beeindruckenden, im alten Stil gestalteten, Kirchenfenster.
Die Erlöserkirche befindet sich am Hennewiger Weg, Stadtmitte. Quelle: Stadt Haltern am See

Darunter eine Hühnerwiese mitten in Haltern. Das nächste Bild zeigt eine Holzmauer auf der ein gemütlicher alter Herr sitzt und ein Buch liest. Neben ihm zwei Enten. Ein witziger Hinweis auf eine Ferienwohnung. Das Bild darunter zeigt viel Grün und im Hintergrund Haltern. Dann sieht man die A 43 auf dem letzten Bild. Nach der Autobahn fuhren wir an dem Hennewiger Tal vorbei, das rechts von uns lag. Das war frisch gepflügt und geeggt. Dann kamen mehrer zusammenliegende Höfe. An einem stand ein Schild. Königshof. Ob dort einmal ein König lebte? Ich weis es nicht. Hinter der Autobahn sah die Landschaft aus wie im Allgäu, meinte Friedel. Leicht hügelig und grün bewachsenen Tälern. Wir fuhren weiter auf dem Hennewiger Weg, der dann eine große Rechtskurve nach Norden machte. Etwa 700 Meter nach den Höfen erreichten wir dann den höchsten Punkt. 91 Meter über NN. Ein Stück weiter genossen wir dann die Aussicht von der Höhe, weil die Sicht dann frei wurde.

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Oben sieht man jetzt die Bilder, die nach der Überquerung der Autobahn entstanden sind. das erste zeigt einen Blick ins Hennewiger Tal. dann, Willi kommt vom Königshof, darunter das Schild Königshof am Zaun. Etwas weiter steht noch ein alter Hinweisstein mit Schildern darauf. Für Radfahrer. leider nicht mehr gepflegt, was wir sehr bedauern. Die anderen Bilder zeigen das „Halterner Allgäu“ Wir überquerten den Lochtruper Kirchweg und hatten dann freien Blick auf das Dorf Lavesum. Links vor Lavesum lag dann links an der Straße das Tannenhäuschen. Die Gaststätte ist uns bekannt, da wir dort einmal eine Pause gemacht habe, als wir noch jedes Jahr eine 2 Tagetour mit der so genannten Fahrradtruppe aus der Tennistruppe gemacht haben. Dort fuhren wir herunter. Es ist alles noch so wie wir es damals verlassen hatten. Wir entschieden uns nach Lavesum herein zufahren. Vom Tannehäuschen waren es noch 380 Meter bis nach Lavesum. Dort fuhren wir nach rechts auf die Rekener Straße. Die überquerten wir dann nach 40 Metern und fuhren auf die Kapellenstraße. Dort steht nach 50 Metern rechts die Sankt Antoniuskapelle. Dort hielten wir an. Wir wollten da unsere Fleischwurst essen.  Es gab dort eine schöne Bank. Rechts neben der Bank, etwas versteckt, entdeckten wir dann noch einen Gedenkstein mit dem Konterfei von Josef König. Einem großen Sohne des Dorfes.

Lavesum

Lavesum ist ein Ortsteil der Stadt Haltern am See in Nordrhein-Westfalen mit 1688 Einwohnern.

Überregionale Bekanntheit hat Lavesum vor allem auf Grund des Freizeitparks Ketteler Hof und der immer beliebter werdenden Lebensmittelverkäufe direkt vom Bauernhof erlangt.

Lavesum liegt am nördlichen Rand des Ruhrgebietes inmitten des Naturparks Hohe Mark-Westmünsterland. Es befindet sich direkt nordöstlich der Hohen Mark, etwa 4 km nordnordwestlich der Halterner Kernstadt.

Geschichte
In frühen Urkunden ist der Ortsname in alter Form zu finden: Lowesheim, Loshein, Luoshem, Lohsum oder Lorzum.

Der Ortsname setzt sich aus zwei Teilen zusammen: Lo bzw. Loh = „Wald“ und Hem bzw. Heim = „Wohnstätte, Siedlung“. Demzufolge bedeutet der Name Lavesum etwa: „Siedlung im Wald“.

Die Gegend war bereits in vorchristlicher Zeit bewohnt, beurkundet ist Lavesum erstmals im Jahr 930 im Güterverzeichnis des Klosters Werden. Weitere Eintragungen in der älteren Geschichte fehlen jedoch. Nach Fertigstellung der Kapelle im Jahre 1467 erhielten 16 Familien (vorwiegend Handwerker) die Genehmigung zur Ansiedlung. Umrandet wurde dieser Siedlungskern von den drei großen Bauerngehöften König, Lohmann und Enstrup. 1837 wurde Lavesum dem Kirchspiel Haltern zugeordnet und 1929 in den Kreis Recklinghausen eingegliedert.

Bedeutendster Sohn von Lavesum ist Joseph König, der als Gründer der Lebensmittelchemie gilt. Noch heute weist ein Gedenkstein an der Kriegergedächtniskapelle auf ihn hin. Im Jahre 2003 ist das Halterner Gymnasium ihm zu Ehren in Joseph-König-Gymnasium benannt worden. Noch heute ist der Hof, auf dem Joseph König geboren wurde, im Besitz der Familie König.

Bis 1974 gehörte der Ort zur Gemeinde Kirchspiel Haltern.[1]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
Naturdenkmal Hexenbuche (Süntelbuche), an der Granatstraße: Am Waldbeerenberg, in der Nähe des Richtfunkturmes, befand sich ein Areal mit mehr als einem Dutzend dieser bizarr gewachsenen Bäume. Man schätzte das Alter der Baumgruppe auf ca. 100 Jahre. Die Hexenbuche wurde beim Münsterländer Schneechaos am 26. November 2005, welches im benachbarten Kreis Borken zu weitgehenden Stromausfällen führte, erheblich beschädigt.
Kriegergedächtnis-Kapelle, Kapellenstraße, eine kleine Kapelle aus dem Jahre 1467. Bemerkenswert sind die restaurierten Wandmalereien, welche lange Zeit überdeckt waren, die aus dem späten 15. Jahrhundert stammen. Heute dient die Kapelle neben seiner ursprünglichen Bestimmung als Gotteshaus auch als Denkmal für die Gefallenen der letzten beiden Weltkriege. Im Innern der Kapelle befinden sich Gedenktafeln mit den Namen aller gefallenen und vermissten Soldaten aus Lavesum der beiden Kriege.

Quelle: Wikipedia

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Oben links ein Blick auf die Kirche von Lavesum. Dann zwei Bilder vom Tannehäuschen. Rechts fährt Natz ins Dorf. Dann zwei Bilder von unserer Fahrt auf der Rekumer Straße. Links dann die Sankt Antoniuskapalle und rechts das Infoschild zur Kapelle.

Gemeinde Sankt Antonius Laevesum

Die Gemeinde St. Antonius wurde im 15. Jahrhundert erstmalig urkundlich erwähnt. Es existiert eine Urkunde, die die Errichtung der Kapelle in Lavesum auf den 26. März 1467 datiert. Seitdem ist Antonius der große Schutzpatron der Gemeinde. Am 17. Januar (Swiene Tüens) feiern die Gemeindemitglieder ihren Heiligen.

Die Kapelle als Ganzes steht heute unter Denkmalschutz. Im Rahmen einer Bachelor- Arbeit hat man sich in besonderer Weise mit den Fresken beschäftigt. Eine Besonderheit von St. Antonius ist die Johannesprozession, die seit dem Jahr 1708 immer am Sonntag nach dem Fest des hl. Johannes des Täufers stattfindet. Quelle: Hompage Sankt Sixtus Haltern

Schüngel, Isabell (Bachelor 2010, Schwerpunkt: Wandmalerei und Architekturfassung)
Thema
Die mittelalterlichen Wandmalereien in der Antoniuskapelle zu Lavesum (Westfalen).
Untersuchungen zum Bestand und Zustand.
Zusammenfassung
Die vorliegende Bachelor‐Arbeit befasst sich mit den um 1480 entstandenen Wandmalereien in der
Antoniuskapelle zu Lavesum.
Die als Kalkmalerei mit Seccoabschlüssen ausgeführte Bemalung weist im Putz und in der Bildschicht
zahlreiche akute Schäden auf, die eine dringende Behandlung erfordern. Als Hauptschadfaktor sind
die klimatischen Bedingungen des Kircheninnenraumes anzusehen. Bei den auszuführenden
Maßnahmen gilt es neben der originalen Substanz die das Erscheinungsbild prägenden
Überarbeitungen des 20.Jahrhunderts einzubeziehen, um den heute sichtbaren Bestand zu erhalten.
Neben der Aufarbeitung der Objektgeschichte und der kunsthistorischen Einordnung erfolgten
technologische Untersuchungen des Putzes als Bildträger sowie der Malerei.
Ziel der Arbeit war die Erfassung des Bestandes der 1937 freigelegten und großflächig übermalten
Wandmalereien sowie des aktuellen Erhaltungszustandes. Im Rahmen der Zustandsuntersuchung
wurden Kartierungen aller Darstellungen angefertigt Hauptaugenmerk lag auf der Identifizierung der
Schadphänomene und der Analyse der Schadursachen mit dem Ziel, ein nachhaltiges Konservierungs‐
und Restaurierungskonzept zu entwickeln. Die erlangten Ergebnisse können als Grundlage einer
folgenden Restaurierung dienen. Quelle. Fachhochschule Erfurt

Die Kirche in Lavesum, in der bis heute die Gottesdienste gefeiert werden, entstand in den Jahren von 1921 bis 1924.
Am 6. November1924 wurde sie dann von Bischof Dr. Johannes Poggenburg geweiht. Mit Beginn 2007 konnte die Antoniuskirche noch einmal ganz großes Engagement vieler Lavesumer rundum erneuert werden. Vor allem durch Gemeindemitglieder konnte diese Energieleistung geschafft werden. Ehemals gehörte St. Antonius zur Sixtuspfarrei, bis sie 1941 eine selbständige Gemeinde wurde. Bis 1985 hatte die Antonius-Gemeinde einen eigenen Pfarrer vor Ort.
Seit 1985 hat die Gemeinde verschiedene Formen der Zusammenarbeit erlebt. Zuletzt lebten die 1116 Katholiken in einer verbindlichen Pfarreiengemeinschaft mit den Gemeinden St. Laurentius und St. Lambertus. Aufgrund der heutigen Situation in der Kirche wird ehrenamtliches Engagement als Christ immer wichtiger. So übernehmen auch in der Antonius-Gemeinde Ehrenamtliche jeden Alters in vielfältiger Weise Verantwortung und gestalten das Gemeindeleben aktiv mit: in Gremien, Ausschüssen, Verbänden und Vereinen. Quelle: Hompage Sankt Sixtus Haltern.

Dann links die Sitzbank mit der Aufgedruckten Weltkugel, die Haltern und Umgebung zeigt. Toll gemacht. Daneben der Gedenkstein für Josef König. Darunter links der Text dazu auf einer Tafel. Unten rechts ein schönes Fachwerkhaus an der Antoniustraße.

Geheimrat Prof. Dr. Phil. Josef König

Josef König
wurde am 15. Nov. 1843 in Lavesum bei Haltern in Westfalen als Sohn des Gutsbesitzers geboren. Er studierte ab 1864 zunächst Medizin in München, widmete sich aber bald den Naturwissenschaften, vor allen der Chemie. Seine Lehrer waren Liebig, von Seidel, Jolly und Pettenkoffer. 1865 ging er nach Göttingen und hörte Chemie bei Wöhler, Weber, Beilstein und Fittig. Er promovierte 1867 mit einer Arbeit über „Äthylbenzol und Diöthylbenzol“. Seine Herkunft aus einem alten Bauerngeschlecht (seit 1459 urkundlich erwiesen) und die Lehren Liebigs, Wöhlers und Pettenkoffers über die Chemie des Lebens lenkten Königs Interessen wohl auf die Landwirtschaft und die Ernährung.
So trat er 1868 als Assistent in die landwirtschaftliche Versuchsstation für Kurhessen in Morschen ein. König wurde 1870 vom landwirtschaftlichen Provinzialverein für Westfalen und Lippe zum Aufbau einer solchen Versuchsstation nach Münster berufen. Er leitete die Agriculturchemische Versuchsstation in Münster von 1871 bis 1911 und entwickelte unter anderem die Abteilungen für Pflanzenschutz, für Düngelehre, für Fischzucht, und für Lebensmittelkontrolle. Josef König gilt als der Vater der Lebensmittelchemie und er hat den Beruf des Lebensmittelchemikers mitgestaltet und die Lehre von den Nahrungsmitteln entwickelt. Daneben war er auf den Gebieten der Hygiene und der Gesundheitspolitik einflussreich tätig.
Sein Werk “ Chemische Zusammensetzung der menschlichen Nahrungs- und Genussmittel, 4. Auflage 1904″ ist bei der Universität Düsseldorf herunterladbar.
Oder die Ausgabe von 1903. Quelle: Herausgeber

www.rainerstumpe.de/ZLUF/herausgeber.html

Wir hatten unsere Fleischwurst verspeist und machten uns auf den Rückweg. Friedel hatte ja überlegt ob wir noch bis zum Silbersee 2 fahren, aber wir entschieden uns anders. Die Tour wäre dann 65 km lang geworden. Das wollten wir uns aber nicht aufladen. Wer weis wie schnell es am Nachmittag kälter würde. Das Wetter war zwar stabil, aber es zogen am Mittag schon Schleierwolken auf. Mir viel plötzlich ein, dass die Kapelle vielleicht offen sei. Ich ging zur Tür und siehe da die war offen. Ich sah eine schlichte Innenausstattung. Die Wandmalereien, die in der Bachelorarbeit von Isabell Schüngel oben schon benannt wurden, zeigten sich dominant in dem Raum. Da musste ich natürlich einige Fotos machen.

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Oben das Bild zeigt einen Gesamteindruck des Raumes mit seinen Wandmalereien. Links dann die Gedenktafeln der Gefallenen aus dem 1. und 2. Weltkrieg. Rechts das schlichte Altarkreuz. Wir verließen die Kapelle und fuhren über die Antoniusstraße wieder zur Rekener Straße. Überquerten sie und schauten dann noch einmal in die St. Antoniuskirche von Lavesum.

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Oben im kleinen Bild sieht man den Eingang der Kirche. Über dem Eingang steht folgender Spruch.

Habet Erfurcht vor meinem Heiligtum!

Das große Bild zeigt den Innenraum in seiner ganzen Schlichtheit. Rechts neben dem Taufbecken sehen wir etwas verschwommen Natz. Wir verließen die Kirche und fuhren 150 Meter nach rechts. Dort erreichten wir die Lavesumer Straße. In die bogen wir nach rechts ein. Nun mussten wir 720 Meter bergan fahren. 15 Höhenmeter waren wieder zu überwinden. Oben angekommen fuhren wir nach links. Es ging wieder in Richtung A 43. Die erreichten wir nach 460 Meter. Wir unterquerten sie im Bereich der Autobahnraststätte Hohe Mark. Wir orientierten uns per Smartphon wo wir uns genau befanden und sahen, dass wir nur etwa 250 Meter von der östlichen Seite der Raststätte entfernt waren. Willi hatte da mal einen den er kannte. Es interessierte ihn ob es den noch gab. Wir fuhren nach rechts hoch. Nach 270 Meter erreichten wir das Areal. Durften wir da überhaupt hin. Schließlich ist eine Autobahnraststätte ein Teil der Autobahn. Wir stiegen von den Rädern und schoben sie zum Restaurant. Dort wollte Willi mal fragen, ob Jemand den Mann kennt. Natz ging mit, Friedel und ich bleiben draußen am Kinderspielplatz stehen. Dort lag eine abstrakte Figur aus Guss. 

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Oben links das Fachwerkhaus, das wir schon einmal gesehen haben, jetzt nur von der anderen Seite. Rechts sieht man ein Schild an der Ausfahrt aus dem Dorf. Das  ist in Plattdeutsch geschrieben. Ich glaube das heißt, Gut gehen aus Lavesum. Das Wort luosehm habe ich gefunden und das war eine alte Bezeichnung für Lavesum. Dann 5 Bilder von unserem Weg zur Autobahnunterführung. Im fünften Bild fährt Willi gerade auf sie zu. Links sieht man einen Feldweg, der aber zur anderen Seite führte, nicht zur Raststätte. Die nächsten Bilder zeigen uns an der Raststätte. Links der Kinderspielplatz. Rechts dann die Skulptur. Der Künstler Hans Schweizer aus Monheim hat sie die Liegende Figur genannt. Der Kunstguss wurde von S. Schwab aus Münster ausgeführt. Friedel und ich witzelten über die Figur. Sie sah ja schon aus, wie eine nackte Frau, die mit gespreizten Beinen dort liegt. Ich stachelte Friedel an, er soll sich mal zwischen die Schenkel stellen. Da kam es aber nicht mehr zu, da die beiden Herren aus der Gaststätte traten. Die schauten uns etwas verdutzt an. Da wir uns auch noch kaputtlachten, wussten sie nicht so richtig was dort ab ging. Links das Infoschild zur Figur. Friedel setzte sich dann an der Kopfseite zur der Liegenden. Darunter links ein Bild vom Rastplatz. Rechts kommt Willi wieder. Es kannte keiner mehr den bekannten. Wir machten uns wieder auf den Rückzug. Unten die beiden Bilder zeigen unseren Rückweg von der Raststätte. Es ging schön bergab. 10 Höhenmeter. Unten angekommen fuhren wir nach rechts auf den Weg. Wir fuhren auf eine Sandgrube zu. Nach 760 Meter waren wir auf der Höhe der Grube. Dort machte der Weg einen leichten Rechtsknick und führte uns dann bis an die Münsterstraße. Die überquerten wir nach 1,1 Km Fahrt und befanden uns dann auf der Uphuser Straße. Wir fuhren bis zum Wegkreuz in Uphusen und bogen dort nach rechts ab. Nach 80 Metern ging es dann wieder nach rechts. Vorbei am Hof Wessel fuhren wir in Richtung Haltern. Wir erreichten nach 1080 Meter den östlichen Teil von Haltern, dort wo das Industriegebiet an der Ziegelei liegt. Dort bogen wir nach links ab. Nach 570 Meter überquerten wir den Hellweg und fuhren dann auf der Strandallee weiter. Wir fuhren an der Stadtmühle vorbei, die rechts von uns lag. Am Yachthafen Haltern, an dem es auch eine Restauration gibt, die Kajüte, hielten wir an. Etwas trinken wollten wir. Als wir dort Pause machten kam die Sonne noch einmal richtig schön heraus und wir setzten uns draußen hin und genossen unser Bier.

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Die ersten Bilder zeigen unseren Weg nach Uphusen, durch Uphusen, am Hof Wessel vorbei bis nach Haltern herein. Das 5 Bild zeigt schon den Yachthafen im Halterner Stausee, direkt hinter der Stadtmühle. Im rechten Bild sieht man eine große Glocke vor der Gaststätte Kajüte. Links darunter ein Bild mit den Segelbooten an dem Steg. Die letzten fünf Bilder zeigen uns beim Trinken in der Nachmittagssonne. Hinter Natz und mir lauerte ein Reiher am Ufer auf eine Mahlzeit.

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Oben beide Bilder zeigen den gleichen Graureiher am Ufer. Wir tranken unser Bier aus und machten uns dann wieder auf unsere Sättel. Wir fuhren nach rechts weg von der Kajüte. Ich fotografierte noch den die Einmündung des Mühlenbaches in den Stausee. Dann kamen meine Großen auch schon. Wir fuhren auf dem Karl Homann Weg am Nord-und Ostufer des Stausees entlang. Nach 2,6 Km Fahrt erreichten wir den Stockwieser Damm. Auf den fuhren wir nach rechts ab. Nach weiteren 130 Metern muss sich dann entscheiden, ob man den Stockwieser Damm an der Ampel überquert und linksseitig an der Oberstever entlang fährt. Die zweite Möglichkeit ist, man fährt bis zum Lakesite Inn, und fährt von dort aus an der rechten Seite der Oberstever entlang. Wir wollten die erste Variante fahren. Unser Willi aber hatte einmal mehr seinen eigenen Kopf und wollte ganz anders fahren. Er wollte bis zum Kanal fahren, weil angeblich dort mehr Sonne war. Ja vielleicht, aber wahrscheinlich auch Gegenwind. Er entfernte sich unerlaubt von der Truppe. Beim Bund gab es dafür Knast. Schauen wir mal was wir mit ihm machen. Natz Friedel und ich gingen über die Ampel und fuhren dann entlang der Oberstever bis zum Hullerner Stausee. Am Wehr überquerten wir die Stever und entschlossen uns nach Hullern herein zufahren.

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Oben die Bilder zeigen unseren Weg von der Mühlenbachmündung am Stausee entlang bis zum Wehr des Hullerner Stausees. nach der Überquerung der Stever fuhren wir nach 110 Meter nach links. Entlang des Hullerner Stausees fuhren wir 1,8 Km bis zum Abzweig nach Hullern. Dort bogen wir nach rechts ab und fuhren bis an die B 58. Die überquerten wir und radelten nach Hullern herein. Wir durchquerten Hullern und verließen es wieder über die Straße Am Alleenhof. Wir fuhren in ein kleines Waldgebiet, durchquerten es und erreichten nach 730 Meter die Westruper Straße. Dort fuhren wir nach links auf diese. Nach 3 Km Fahrt erreichten wir die Eversumer Straße und fuhren nach rechts. es ging in Richtung Ahsen. Wir erreichten die Lippebrücke in Ahsen und überquerten sie.

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Oben links fahren wir nach Hullern. Rechts überqueren wir schon die Lippebrücke in Ahsen. Nach der Überquerung fuhren wir noch bis zum Vogelsangweg und bogen dort nach rechts ein. Es ging über den Lippedeich herüber der hier Ahsen gegen Hochwasser Schützt und dann in Richtung Haus Vogelsang. Vorbei an den Vogelsangteichen die rechts von uns lagen und dem Haus Vogelsang, dass links von uns lag, bogen wir nach rechts ab. 620 Meter weiter kamen wir an den Wesel-Datteln-Kanal. Wir fuhren den Kanaldamm hoch und erreichten die Schleusen von Ahsen. Wir fuhren linksseitig am Kanal weiter in Richtung Schleuse Datteln.

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Oben links sieht man von der Brücke über die Lippe in Ahsen auf die Deichanlage. Rechts ein Blick auf die Vogelsangteiche. Darunter links das Haus Vogelsang. Rechts die Schleuse Ahsen. Dort wir gearbeitet. Unten die beiden Bilder sind am Oberwasser der Schleusen Ahsen entstanden. Von der Schleuse Ahsen bis zur Schleuse Datteln fuhren wir noch 3,5 Km. Noch einmal den Berg zur Schleuse rauf, dann war es geschafft. Auf der Schleuse trafen wir dann noch einen Opa mit seinen zwei Enkelkindern. Der hatte eine mehrtägige Fahrradtour mit denen gemacht. Am Montag war er auf dem Weg nach Hause. Er musste noch nach  Recklinghausen und es war schon Kurz vor 17 Uhr. Friedel zeigte ihm den kürzesten Weg nach Hause. Wir wünschten gute Heimfahrt. Wir machten uns auch auf die letzten Meter. Natz und Friedel fuhren über den Dattelner Hafen nach Hause.

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Oben die letzten Bilder von der Tour. Oben links Friedel kurz vor der Dattelner Schleuse. Rechts die große Schleusenkammer. Unten links die Große Schleuse in Richtung Dattelner Meer. Rechts quatscht Friedel mit Opa. Ich fuhr wieder einmal den Kanalberg herunter bis auf die Eichenstraße. Ich war am Montag froh, dass ich zu Hause war. Meine Oberschenkel waren richtig platt. Ob das von der Kälte kam. Ich weis es nicht.

Männer wir sind 50 Kilometer gefahren. Es war wie immer schön mit euch.

Opaju

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