Fahrradtour 12.09.2016(Zum Ternscher See und dann am Selmer Bach durch Selm nach Bork)

Wir waren am Montag nur zu Zweit. Friedel und ich. Natz und Willi waren verhindert. Friedel und ich entschieden uns für eine kurze Tour, da es am Montag richtig heiß werden sollte. Ternscher See, von dort entlang am Selmer Bach durch Selm, einem neuen Radweg. Dann rüber nach Bork und ab nach Hause.

Treffen war bei mir. Ich holte noch schnell Fleischwurst für uns. Dann war Friedel da und wir konnten los. Wir wollten an der Alten Fahrt nach Olfen fahren, was wir dann auch taten. Schleusenberg wieder hoch, Schleuse überqueren und nach rechts am Dattelner Meer entlang. Dort war es am Montag recht voll. Einige Schiffe ankerten im Dattelner Meer im Unterwasser der Dattelner Schleuse.

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Oben die vier Bilder zeigen die Schiffe, die am Montagmorgen im Dattelner Meer ankerten. Die Bilder zeigen auch, dass es Kaiserwetter am Montag war.

Wir bogen dann nach links auf den Leinpfad der Alten Fahrt ein. Vorbei bei am Klaukenhof ging es in Richtung Lippebrücke. Die erreichten wir nach 1,8 Km. Wir hatten gerade unsere Räder abgestellt und auf die Lippe geschaut, da flog auch schon wieder ein Eisvogel über das Wasser. Er entfernte sich aber von der Brücke und verschwand dann im Uferdickicht der Lippe. Am Montagmorgen waren die Lichtverhältnisse so toll und es war so ruhig, dass mein Friedel wieder ins Schwärmen geriet. Toll die Aussicht hier. Für so einen Blick müssen andere weit fahren. Wir haben es vor der Haustür. Friedel holte sein Fernglas heraus und schaute sich das Lippeufer genauer an. Leider war da am Montag nicht so viel los , wie am letzten Montag.

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Oben die beiden ersten Bilder zeigen die Alte Fahrt. Im dritten Bild sieht man schon die Lippe. Bei so einem guten Licht sah bis auf den Grund der Lippe. Die ist dort sehr sauber. Im vierten Bild sieht man links im Bild einen Entengrützenteppich und die Pflanzen, die bis zur Wasseroberfläche hochgewachsen sind. Im fünften Bild sieht man dann den umgestürzten Strauch, der in die Lippe hereinragt. Das saß am Montag nur ein Kormoran auf der Lauer. Das nächste Bild zeigt die Bauernschaft Sülsen. Darunter im Bild sieht man das Unvollendete von Datteln, Kraftwerk Datteln 4. Das letzte Bild zeigt das Brückengeländer an der linken Seite der alten Fahrt und das spiegelglatte Wasser derselben. Auf einem Ast sitzt ein Kormoran.

Wir hatten uns wirklich lange auf der Brücke aufgehalten, aber da es immer wärmer wurde und uns die Sonne auf den Kopf brannte, fuhren wir dann weiter. Wir fuhren an dem Kormoran vorbei, der sich wohl gestört fühlte und das Weite suchte.

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Unten links im Bild sieht man den Kormoran, der sich gerade ins Wasser stürzen will. Die Ente darunter lässt sich nicht stören.

Wir fuhren weiter auf Olfen zu und erreichten dann kurz vorher die B 235. Auf der Brücke hielten wir kurz an und sahen, dass der Kreisverkehr am Vinnumer Landweg fertig war. Auch der  Fahrradweg, der unterhalb der Brücke zwei Zugänge zur Alten Fahrt bekommen soll, ist fertig. Die Zugänge sind vorbereitet aber noch nicht befahrbar. Demnächst kann man von Datteln bis nach Lüdinghausen, ohne Unterbrechung über einen Radweg fahren.

Wir überquerten die Straße und fuhren über den Goetheweg zum alten Kanalhafen von Olfen. Dort im Schatten eines Baumes, gegenüber der künstlichen Insel im Hafenbecken, machten wir eine Trinkpause und philosophierten darüber, warum in Olfen immer alles gut läuft und in Datteln alles immer so lange dauert. Das kann doch nicht nur daran liegen, dass wir in Datteln kein Geld haben.

Olfen: „Grüne Achse“ im Bereich der „Alten Fahrt“ fertig – Alter Hafen lädt ein

Es hat eine Weile gedauert, bis die „Grüne Achse“ in Olfen im Bereich der Alten Fahrt-Aue fertig war. Aber es waren auch viele Kubikmeter Erde zu bewegen, um den historischen Bezügen zur „Alten Fahrt“ des Dortmund-Ems-Kanals, der hier früher seinen Verlauf hatte, gerecht zu werden.

Die Umgestaltungsarbeiten der Alten Fahrt sind nun im Wesentlichen abgeschlossen, nachdem ein Rodelhügel, eine Eislauffläche und neue Wege angelegt wurden.

Auch der Bereich rund um das Hafenbecken bekam eine ganz neue Gestalt. So macht die stufige Rasenterrasse am alten Hafenbecken das Ufer zugänglich. Man kann dort Rast machen und hat einen herrlichen Blick über den Hafen und die Grüne Achse bis zur Vitus-Kirche. Außerdem wurde die Insel im Alten Hafenbecken umgestaltet – eine Steinschüttung hält sie zusammen. Sie ist nun über eine Holzbrücke erreichbar. In der Mitte der Insel befindet eine Vertiefung in Form eines Ringes, der zum Sitzen einlädt.

Was noch mit Sicherheit kommt, ist nach Auskunft von Klemens Brömmel vom Bauamt, die Skateranlage – ob das mal ursprünglich angedachte große Holzschiff zum Spielen und Klettern noch gebaut wird, sei noch nicht endgültig entschieden. Quelle: Lokalkompass Olfen

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Oben die Bilder zeigen die Grüne Achse von Olfen. Das erste Bild zeigt die Stufenanlage am Anfang des Hafenbeckens. Das zweite Bild zeigt die künstliche Insel in der Mitte. Die ist über einen Steg vom Westufer erreichbar. Das dritte Bild zeigt das Südufer, das stark bewachsen ist. Im vierten Bild sieht man Sankt Vitus, die Olfener Kirche, die alles überragt. Im Bild rechts der Weg auf den wir weiterfuhren.

Wir fuhren den Weg, der uns an Olfen vorbeibrachte, 1,5 Km und erreichten dann die Dreibogenbrücke, die sich über die Stever spannt. Auch immer ein Stoppunkt für uns. In die Steverauen schauen, die Aussicht genießen, Fische schauen. Von der Brücke aus konnten wir auch am Montag wieder die Fische, die sich im Bereich der Brücke aufhielten, beobachten. Es waren ganze Schwärme, die sich dort tummelten. Friedel meinte es könnten Forellen sein. Drei Poitou Esel wanderten durch die Auenwiese vor uns. Ein Teil der Heckrinderherde lag wiederkauend am Ufer der Stever. Ein Graureiher schwebte an die Stever herunter und stellte sich in Position. Fische Fangen war sein Ansinnen. Wir hätten noch länger dem Treiben zusehen können, aber wir wollten ja noch ein Stück weiter und dort oben auf der Brücke brannte uns die Sonne auf die Schädel. Wir fuhren weiter.

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Oben im ersten Bild fahren wir gerade am Seniorenheim von Olfen vorbei. Alles überragend wieder Sankt Vitus. Das zweite Bild zeigt die Senke an der Schiefen Brücke in Olfen. Dort in der Senke stand früher das Wasser der Alten Fahrt. Links im Bild das Geländer der Schiefen Brücke. Das nächste Bild ist von der Dreibogenbrücke aus fotografiert. Es zeigt die Steverauen im Bereich der Tennisplätze und dem dahinter liegenden Friedhof. Im Hintergrund sieht man noch die Steverbrücke, über die die Birkenallee verläuft. Darunter das Bild zeigt die Esel links im Bild, den Storchenhorst und rechts die Rinder an der Stever. Dann zweimal der Graureiher am Ufer der Stever. Das letzte Bild zeigt im Hintergrund Kökelsum.

„Schiefe Brücke“ und Steverbrücke Olfen

„Schiefe Brücke“. Foto: RIK/ R. Budde
"Schiefe Brücke". Foto: RIK/ R. Budde

Nördlich des stillgelegten Olfener Hafens trifft man auf ein weiteres hochrangiges Baudenkmal: die „Schiefe Brücke“ von Olfen, berühmt wegen ihrer Einzelsteinmeißelung, wurde sie Ende des 19. Jahrhunderts, noch vor der Eröffnung des Dortmund-Ems-Kanals fertiggestellt. Sie gehört zu einem Ensemble von über 300 sogenannten Kunstbauten, zu denen etliche Schleusen, Brücken, Ein- und Durchlässe, Düker und das Lipper Pumpwerk gehören, die im Zusammenhang mit dem Bau des Schiffshebewerks Henrichenburg entstanden und immer ein Bisschen in dessen Schatten gestanden haben. Zu diesen Bauwerken gehört auch die Gruppe der Kanalbrücken über die Flüsse Lippe, Stever und Ems, über die Straße vor dem Oberhaupt des Schiffshebewerks und über einige Landstraßen bei Olfen. Alle wurden in Ruhrkohlensandstein ausgeführt.

Eine architektonische Besonderheit der „Schiefen Brücke“ von Olfen oder wie es korrekt heißen muss: der Chausseeunterführung bei Olfen bei Kilometer 26,68 sind die Stirnseiten (Ansichtsflächen). Für sie wurde, da sich der Kohlensandstein für die Gestaltung schwieriger Architekturformen weniger eignete, Eichsfelder Rotsandstein verwandt.

Federführend beim Bau der Olfener Unterführung an der Oststraße war der Königlich-Preußische Oberbaudirektor K. Hinckeldeyn, der auch die Architektur der anderen Brücken und des Schiffshebewerks Henrichenburg gestaltet hat. Die Bauarbeiten dauerten von 1894 bis 1897, der Tag des „Gewölbeschlusses“, des Richtfestes war der 1. September 1894. Die äußere Gestaltung der Brücke wird vom Historismus des späten 19. Jahrhunderts bestimmt, wobei sie sich an die alte Burg- und Wehrbauarchitektur anlehnt.

1960 wurden vermutlich wegen der Vergrößerung des Kanal-Querschnitts vier durchgehende Zuganker aus Stahl mit Druckplatten und Schraubenmuttern in die Kanalsohle eingezogen. Im März 1980 wurde die Fahrbahn unter der Brücke abgesenkt und etwas verbreitet. In den Jahren 1991/1992 wurden im Rahmen von Restaurierungs-Maßnahmen die alten gusseisernen Geländer als Replikate wieder aufgesetzt.

Unweit der „Schiefen Brücke“ befindet sich eine weitere Sehenswürdigkeit: die historische Kanalbrücke über die Stever, die den Dortmund-Ems-Kanal über den Fluss leitete. Sie wurde 1894 errichtet und ähnelt in ihrer Bauweise sehr stark der Kanalüberführung an der Lippe. Die Strecke führt dann weiter bis zum historischen Sperrtor in Olfen, mit dem das Ende der Alten Fahrt fast erreicht ist.

Die Alte Fahrt ist das ursprüngliche Bett des Dortmund-Ems-Kanals. Nach zwanzig Jahren Betriebszeit musste diese Wasserstraße aufgrund des ständig wachsenden Schiffsverkehrs erweitert werden. Dazu wurde das Kanalbett an den Stellen, an denen es tiefer als das Erdniveau lag, ausgebaggert. Schwieriger war es dort, wo das Kanalbett weit über dem sonstigen Gelände lag. Um den Kanal nicht über Jahre schließen zu müssen, wurden hier Neue oder Zweite Fahrten mit größerem Querschnitt gebaut. Außerdem konnte dabei das Kanalbett begradigt werden. Von Datteln aus wurde 1929 bis 1937 eine neue Kanalstrecke Richtung Lüdinghausen gebaut. In Datteln bietet sich die Gelegenheit mit neuer Klaukenbrücke (1994) und neuem Sperrtor die aktuellen Bauwerke des Dortmund-Ems-Kanals mit den historischen zu vergleichen.

Die Neue Fahrt wurde zunächst Ende der 1920er Jahre als Arbeitsbeschaffungs-Maßnahme durchgeführt und in der NS-Zeit durch KZ-Häftlinge aus dem Börgermoor fertig gestellt. Die Alte Fahrt spielte danach in der Berufsschifffahrt nur noch eine untergeordnete Rolle. Sie diente lediglich kleineren Kiesschiffen als Wasserstraße, die auf dem Weg zum alten Hafen nach Olfen waren. Der nunmehr gewerblich uninteressant gewordene Kanal bekam stattdessen einen höheren Reiz für Wassersportler und Angler. Vor einigen Jahren wurde die Alte Fahrt bei Datteln ganz vom neuen Lauf des Dortmund-Ems-Kanals abgetrennt, der Olfener Hafen wurde verfüllt und nördlich von Olfen ist die Alte Fahrt heute ganz abgebrochen. Quelle: MetropoleRuhr

DREIBOGENBRÜCKE

Unweit der „Schiefen Brücke“ befindet sich eine weitere Sehenswürdigkeit: Die historische Kanalbrücke über die Stever, die den Dortmund-Ems-Kanal über den Fluss leitete. Sie wurde 1894 errichtet und ähnelt in ihrer Bauweise sehr stark der Kanalüberführung an der Lippe (s.u.). Die Strecke führt dann weiter bis zum historischen Sperrtor in Olfen, mit dem das Ende der Alten Fahrt fast erreicht ist

Die Dreibogenbrücke bei Nacht.

Quelle: Stadt Olfen

Wir fuhren nach etwa 500 Metern vom Damm der Alten Fahrt herunter an die Straße Benthof. Auf der fuhren wir nach Rechts weiter. Nach 320 Meter überquerten wir die B 235, die Lüdinghauser Straße. Auf der anderen Seite ging es auf der Straße Benthof weiter. Wir erreichten nach 940 Meter den Recheder Mühlenweg, den wir überquerten. Nach weiteren 200 Meter machte die Straße eine Rechtsbiegung und lief auf die Stever zu. Die wir dann nach 300 Metern Fahrt an der Stelle unter den Dortmund-Ems-Kanal geführt. Der neue Durchlass wurde im Zuge der Kanalverbreiterung 2003 erbaut. Wir bogen nach links in den Tunnel ein und durchquerten ihn. Nach 100 Meter verließen wir ihn wieder und bogen nach links ab.

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Oben die Bilder zeigen unseren Weg zum Steverdurchlass und dann unsere Durchfahrt durch das Bauwerk. Das dritte und das letzte Bild zeigen den Altarm der Stever. In dem Bereich war der alte Durchlass.

Wir fuhren dann parallel zum Kanal, an dessen Damm in Richtung Norden. Nach 500 Metern Fahrt ging der Weg nach rechts weg. 180 Meter weiter verließen wir den Kanalweg und fuhren nach rechts zur Stever. Die erreichten wir nach 140 Meter. Wir fuhren auf die Brücke, die dort die Stever überspannt und die Städte Olfen und Selm verbindet. Bis zum Frühjahr dieses Jahres gab es dort nur einen Pfad, der über ein Feld ging, dass mir einem Stacheldrahtzaun gesichert war. Im Zuge der Regionale 2016 ist dort ein asphaltierter Radweg entstanden, der direkt sicher zum Ternscher See führt. Natürlich hielten wir auf der Brücke und kamen mit einem Pärchen ins Gespräch, die dort angelten. Köderfische, wie der Mann uns erzählte. Auf dem Wasser spielte sich etwas eigenartige ab. In Ufernähe brodelte zeitweise das Wasser. Nur kurzfristig dann war alles wieder ruhig. Der Angler erklärte uns das Phänomen. Ein Barsch jage dort kleine Fische, die in Schwärmen schwammen. Immer wenn der große Fisch einen Angriff startete sprang der ganze Schwarm an die Wasseroberfläche, die dann brodelte. Da es an mehren Uferstellen passierte waren wohl mehrere Jäger unterwegs und suchten einen Mittagshappen. Uns viel auch auf, dass die Stever in dem Bereich wenig Wasser führte. Wir schätzten, dass das Wasser sonst ca. einen Meter höher steht. Wahrscheinlich wird der Hullerner Stausee aufgefüllt und so senkt sich die Stever etwas ab. Ansonsten hat sie eigentlich immer einen Rückstaueffekt durch den Stausee.

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Oben die Beiden Bilder zeigen die Stever, von der Brücke aus fotografiert. Man sieht am Ufer, das der Wasserstand sonst höher ist. Darunter zweimal der neue Radweg von Olfen nach Selm. Das Erste in Richtung Ternscher See. Das Zweite in Richtung Steverbrücke

Wir wünschten Petriheil und überquerten die Brücke und fuhren auf dem neuen Radweg zum Ternscher See. Den erreichten wir nach 460 Meter. Wir fuhren auf das Gelände und siehe da, es waren auch am Montagmorgen Sonnenanbeter dort. Wir fuhren am Spielplatz vorbei und dann nach links an den See. Dort, wo man auf den Sandstrand schaut setzten wir uns auf eine Bank. Ich holte unsere Fleischwurst heraus und aßen sie. Das Wasser im See war sicherlich noch angenehm, denn es schwammen mehrere Personen im See. Kinder spielten im Sand. Ein Schwan stolzierte über den Sandstrand und bedrängte einen Badegast. Der räumte sein Handtuch und der Schwan machte sich dann von dannen.

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Oben die Bilder zeigen den See von der Liegewiese aus fotografiert. Dann den Mann und den Schwan. So lässt es sich aushalten, auf einer Luftmatratze dösen.

Wir fuhren weiter. Wir verließen das Gelände am Eingang zum Campingplatz. Dann ging es nach rechts zur B 236. Die erreichten wir, fuhren aber erst nach links auf einen Pfad der uns dann nach 160 Meter an die Stelle brachte, an der wir die Straße überquerten und auf der anderen Seite ins Feld fuhren. Der Weg heißt auch Olfener Straße wie die Bundesstraße die wir überquert hatten. Nach 480 Meter erreichten wir den Selmer Bach, der dort von einer Brücke überspannt wird. Dort machten wir kurz einen Halt. Von der Stelle aus hat der Bach noch 1,9 km zeit zu fließen, ehe er dann in die Stever mündet. das geschieht kurz vor dem die Stever unter dem Kanal hergeführt wird. Da wo wir am Morgen durchgefahren waren. Wir überquerten die Brücke und befanden uns dann auf dem neu angelgten Rad-und Wanderweg entlang des Selmer Bachs.

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Die Bilder oben zeigen unseren Weg zum neuen Radweg über die Olfener Straße. Das zweite Bild zeigt einen alten Hochsitz, der darauf hinweist, dass es in der Gegend auch Wild gibt. Im dritten Bild sieht man im Hintergrund schon den Kirchturm von Selm. Danach  zweimal der Selmer Bach von der Brücke aus fotografiert. Das letzte Bild zeigt schon die erste Bank am Radweg.

Wir folgten dem Weg 840 Meter und erreichten dann die Römerstraße, die durch den westlichen Teil von Selm verläuft. Die überquerten wir und fuhren nach links. Nach 40 Meter ging es dann wieder nach rechts auf den Radweg. Von dort aus konnten wir schon den kleinen Bahnübergang sehen, dessen Schranken auch prompt zugingen. Eine Frau, die auf der anderen Seite der Schranke sagte uns, es kommt gleich der Zug aus Dortmund. Von uns aus rechts donnerte der dann auch heran. Ich versuchte ihn von Vorne zu fotografieren, was mir nicht so richtig gelang. Ich unterschätzte seine Geschwindigkeit und drückte etwas zu spät ab. Wir standen so nah an den Zugschienen, dass wir die Drückwelle des Zuges voll zu spüren bekamen. Der Zug verschwand nach links und die Schranke öffnete sich wieder. Wir überquerten die Zugschienen.

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Das erste Bild zeigt den Selmer Bach. Dann darunter die Bahnschranke, die sich gerade schließt. Im dritten Bild donnert der Zug an uns vorbei. Aus der Richtung kam er.

Nach 180 Meter Fahrt erreichten wir dann die nächste Straße die wir überqueren mussten, Der Grüner Weg. Nach der Überquerung ging es gleich wieder nach links auf den Radweg. Der Selmer Bach verlief dann in einem Rechtsbogen hinter den Gärten der Anwohner des Grüner Weg her. Wir hatten gute Einsichten in die Gartenkultur. Dann machte der Bach wieder einen Linksknick und verlief dann parallel zur Langen Straße. Nach insgesamt 950 Meter erreichten wir den Sandforter Weg. Kurz davor lag links von uns das Stadion der SG Selm. Heute ein Kreisligist, in den 60iger Jahren immer ein starker Gegner von Germania Datteln in der ehemaligen Verbandsliga Westfalen. Lang ist es her. Wir überquerten den Sandforter Weg und links lag dann das Gymnasium von Selm. Dort hielt ich kurz an, da ich eine Skulptur auf dem Gelände sah. Leider nur von Hinten.

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Oben die beiden Bilder zeigen einen Graureiher, der kurz hinter dem Bahnübergang am Selmer Bach stand, uns anschaute, aber sich nicht stören ließ bei seiner Futtersuche. Die nächsten Bilder zeigen die Gärten und die Wiesen hinter den Häusern an der Langen Straße und dem Grüner Weg. Das letzte Bild ist dann die Skulptur am Gymnasium. Was sie darstellen soll habe ich leider nicht herausgefunden.

Vom Gymnasium waren es noch 370 Meter bis an die Kreisstraße, der B 236. Die mussten wir wieder überqueren und fuhren dann ein Stück auf der Brückenstraße. Nach 140 Meter auf der Straße bogen wir dann nach rechts auf die Landsbergstraße ein. Wir überquerten den Selmer Bach und fuhren dann gleich nach links an den selbigen. Es ging auf die letzten 600 Meter des neuen Radwegs durch Selm. Parallel zur Landsbergerstraße fuhren wir hinter den Gärten der Anwohner her. Links von uns floss der Selmer Bach, der in dem Bereich von einigen Enten bevölkert war. Die machten sich über Äpfel her, die im Bach lagen. Habe gar nicht gewusst das Enten auch Obst fressen! Wir überquerten noch die Tal-, Bach- und Hermannstraße während unserer Fahrt zum Ende des Radwegs. Wir erreichten die Buddenbergstraße an der der Weg zu Ende war. Wir bogen auf die Buddenbergstraße nach links ein.

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Die Bilder oben zeigen unseren Weg vom Gymnasium bis zum Ende des Radwegs an der Buddenbergstraße. Mit dabei die Bilder der Obst fressenden Ente.

3,5 Km lang ist der neue Radweg durch Selm. Er führte uns von Nordwest nach Südost durch Selm, ohne das wir vom Autoverkehr gestört wurden. Auf der Buddenbergstraße fuhren wir 320 Meter und bogen dann in die Luisenstraße nach rechts ab. Den Straßennamen hatte sich Friedel gemerkt. Die Straße fuhren wir 390 Meter, vorbei an einem kleinen Waldstück, dass rechts von uns lag. Dann erreichten wir die neue Straße, die Selm im Süden der Stadt umgeht. Sie verbindet die Werner Straße im Nordosten der Stadt mit der B 236 im Südwesten. Die überquerten wir. Es ging in Richtung Fährenkampsiedlung, die rechts von der Luisenstraße lag. Davor gelagert sind ein Waldgebiet und ein Kleingartenverein. Nach dem wir 240 Meter gefahren waren, erzählte Friedel das rechts im Wald der Josef Lüffe Park liege. Da wollte er damals mit Natz, Gabi und seiner Frau Marita, als sie zum ersten Mal am Selmer Bach hergefahren waren, hereinfahren, um zu schauen was der Josef Lüffe Park war. Die wollten damals aber nicht. Lass uns heute da mal schauen was da los ist, sagte Friedel zu mir. Also fuhren wir nach rechts auf den Weg Josef Lüffe Park. Rechts lag gleich ein Hundeplatz für deutsche Schäferhunde. Nach 220 Meter machte der Weg einen Rechtsknick und verlief auf den Eingang des Kleingartenverein zu. Nach rechts ging es auf einem unasppaltierten Weg in den Wald. Dort fuhr Friedel herein. Ich fuhr bis zum Eingang des Gartenvereins Fährenkamp. Drehte dann aber um und folgte Friedel. Was konnte denn in dem Wald sein. Park kann ja vieles heißen. Spielplatz, Erlebnispark usw. Es gab mehrere Wege, die aber eher aussahen wir Spazierwege. Einem folgten wir. dann trafen wir einen jungen Mann und fragten ihn wo denn der Park sei. Da sind sie mitten drin. Es war nur ein Waldstück mit Spazierwegen. Kein Erlebnispark oder etwas gleichem. Er zeigte uns den Weg wo es wieder heraus ging. Wir erreichten wieder den asphaltierten Weg und fuhren wieder zur Luisenstraße. Dort stand ja auch ein Schild, eine kleine Info zu dem Park.

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Bilder von der Buddenbergstraße bis zum Josef Lüffe Park.

Unten auf dem Schild kann man lesen, dass der Apotheker Josef Lüffe der Stifter des Waldgrundstücks war. Es ist heute ein beliebtes Naherholungsgebiet. Der Ortsverband der SPD veranstaltet seid über 40 Jahren zu Ostern eine Eiersuchaktion in dem Park. Bis zu 2000 Eier werden dort versteckt.

Wir waren am falschen Datum im Park. Friedel war zufrieden, denn er hatte ein weiteres Geheimnis gelöst. Wir fuhren nach links auf der Luisenstraße weiter. Wir kamen dann in die offenen Felder zwischen Selm und Bork. Offen hei?t, kein Schatten bei der Hitze am Montag und es ging leicht bergan. 1,4 Km brannte die Sonne auf uns ein. dann hatten wir den nordöstlichen Zipfel von Bork erreicht. Wir fuhren durch das Wohngebiet an der Luisenstraße und erreichten dann die B 236. Auf die fuhren wir nach rechts. Wir erreichten nach 260 Meter den Kreisverkehr an der Netteberger Straße. Vorher hatten wir noch eine junge Frau gefragt, ob es in Bork einen Bäcker gebe, wo man ein belegtes Brötchen und einen Kaffee bekomme. Sie beschrieb uns den Weg. Wir durchfuhren den Kreisverkehr und verließen ihn über die Netteberger Straße in Richtung Hauptstraße. Auf der fuhren wir bis kurz vor der Kirche. Dort gibt es eine Eisdiele, die wir noch besuchen wollten. Aber vorher wollten wir zum Bäcker Langhammer. Wir fuhren an der Kirche vorbei über den Kirchplatz und dann nach rechts an die Hauptstraße. Da sofort links war der Bäcker. Der hatte aber leider Mittagspause und machte erst um 14:30 Uhr auf. Das hatte sich für uns erledigt. Wir fuhren wieder zurück zur Eisdiele und gönnten uns am Montag einmal 2 Kugeln Eis im Hörnchen. Wir setzen uns in den Schatten vor der Eisdiele und lutschten das leckere Eis.

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Oben die Bilder zeigen unseren Weg vom Josef Lüffe Park bis zur Hauptstraße in Bork. Die Bilder zeigen außer der Strecke zwischen Selm und Bork, dann auch die ersten Häuser in Bork. Eine Baustelle an der Netteberger Straße. Den Kreisverkehr mit der Plastik darauf. Dann einigen Bilder vom Kriegerdenkmal an der Netteberger Straße. Das Rathaus in Bork und das letzte Bild zeigt den Turm der Kirche Sankt Stephanus.

St. Stephanus (Bork)

Die katholische Pfarrkirche St. Stephanus ist ein denkmalgeschütztes Kirchengebäude in Bork, einem Ortsteil von Selm, imKreis Unna (Nordrhein-Westfalen).

Geschichte und Architektur

Die Pfarrrechte lagen von 1174 bis 1802 beim Stift Cappenberg.

Der gewölbte, barocke Saal wurde von 1718 bis 1724 aus verputztem Bruchstein errichtet. Der Chor hat einen 5/12 Schluss, der Turmhelm des Westturmes wurde 1776 aufgesetzt. Von 1884 bis 1886 wurden Seitenschiffe in spätromanischen Formen und Strebebögen aus Werkstein ergänzt. Die Pläne stammen vom Kirchenbaumeister Wilhelm Rincklake. Es sind Reste der Ausstattung von 1886 erhalten. Erwähnenswert ist das Kruzifix aus Holz vom 18. Jahrhundert. Die vier Bronzeglocken erklingen in e‘-fis‘-a‘-h‘.

Quelle: Wikipedia

Wir hatten unser Eis gegessen und machten uns wieder auf den Weg. Es ging wieder über den Kirchplatz auf die Hauptstraße. Dort fuhren wir nach links weiter. Nach 110 Meter erreichten wir die Bahnhofstraße und fuhren auf ihr weiter. Die Bahnhofstraße führte uns an den westlichen Rand von Bork. Nach 540 Meter erreichten wir den Kreisverkehr an der Kardinal von Galen Straße. Den durchfuhren wir linksherum, überquerten die Zugschienen der Strecke Lünen-Selm und fuhren dann auf der linken Seite der Vinnumer Straße aus Bork heraus.

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Oben ein altes Backsteinhaus in Bork. Neues Baugebiet an der Straße. Die Bahnlinie hinter Bork.

Nach 440 Meter Fahrt sind wir einmal falsch nach links eingebogen und landeten an der Tischlerei Bauhaus. Wir wollten aber an die Lippe. Friedel erzählte, dass es dort an der Lippe eine Alte Papierfabrik gebe. Da komme man aber schlecht hin, da es ein Privatweg ist, den man dort hin fahren muss. Da wir aber am Montag viel Zeit hatten, wollten wir das einmal versuchen. Wir fuhren wieder auf die Vinnumer Straße und dann eine Straße weiter. Es ging wieder nach links und dann nach 150 Meter in den nächsten Weg nach links. Auch Vinnumer Straße, denn es ging zu einem Gehöft, dass etwa 350 Meter im Feld lag. Da stand dann das Schild, das uns eigentlich verbot weiterzufahren. Aber unsere Neugierde ließ unser Rechtsempfinden nicht an die Oberfläche kommen. Wir fuhren weiter. Nach weiteren 180 Meter mussten wir dann nach rechts fahren. Über einen unbefestigten Weg, der uns an einen Waldrand brachte. Dort ging es nach 160 Meter nach links in Richtung Lippe. Also etwas bergab. Nach 390 Meter kam dann ein Weg der nach rechts führte. Den mussten wir später fahren, um wieder auf eine Straße zu kommen. Aber zuerst fuhren wir noch ein Stück weiter zur Lippe. Dann stellten wir unsere Räder ab. Wir hörten die Lippe rauschen. War da ein Wehr? Rechts von uns lag ein großes Haus. Da wohne Jemand, meinte Friedel. Das ganze Gelände war mit einem Zaun gesichert. Dort lag auch die alte Papierfabrik. Den Schornstein konnten wir sehen. Wir gingen zu Fuß an die Lippe. Wir sahen, dass es ein Wehr gab, dass die Fließgeräusche verursachte. Wir kamen da aber nicht näher heran.

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Oben die Bilder zeigen uns auf und am verbotenen Weg. Zwei neue Windkrafträder stehen dort kurz vor der Lippe, neben den alten Stromtrassen. Dann sieht man zweimal die Lippe mit dem Streichwehr. Darunter dann zweimal das bewohnte Haus, mit unseren abgestellten Rädern. Im vorletzten Bild sieht man dann, durch den Zaun fotografiert, das Streichwehr. Das letzte Bild zeigt die Windräder.

Wir hatten einiges gesehen, aber leider nicht alles, da wir nicht an das Wehr kamen. Wir mussten dann unsere Räder wieder hochschieben, bis zu dem Weg, der uns zur Straße führen sollte. Dort setzten wir uns wieder auf unsere Räder und fuhren den Weg herunter. der brachte uns nach 180 Meter auf das Gelände eines Hofes. Dort begrüßten uns Rinder, die in einem Stall standen mit ihrem Muh. Links von dem Stall stand ein Fachwerkhaus. Hinter- und neben uns standen noch weitere Gebäude. Bis an das Fachwerkhaus wollten wir nicht fahren. Leider, den bei meinen Recherchen zu meinem Bericht, habe ich erfahren, dass wir das Haus Dahl dort sahen. Einen alten Adelsitz. Dahinter liegt die ehemalige Papierfabrik. Über die gibt es leider wenig zu lesen. Auch über den Adelsitz war nicht viel zu erfahren.

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Im ersten Bild oben fahren wir gerade den Weg zum Haus Dahl herunter und sehen das bewohnte Haus aus einer anderen Perspektive. Darunter sieht man den Kamin der ehemaligen Papierfabrik. Das nächste Bild zeigt das Haus Dahl. Im letzten Bild stehen wir vor dem Stall mit Rindern.

Eine der deutlichen baulichen Veränderungen an der Lippe ist das Streichwehr südlich des alten Herrensitzes „Haus Dahl“. Bis hierher war die Lippe in historischer Zeit flussaufwärts von Wesel aus schiffbar. An dieser Stelle bestimmen heute auch die Gebäude einer Papierfabrik, die Brauchwasser aus der Lippe zieht, das Landschaftsbild. Anders als weiter oberhalb ist hier eine technische Fischtreppe eingerichtet, die es immerhin stärkeren Fischarten ermöglicht flussaufwärts zu wandern. Derart kann die Lippe ihre Funktion als bedeutsamer als Wanderkorridor für Meerforelle und Flussneunauge wahrnehmen.

Der Burggraf von Dahl( Sagenhaftes Ruhrgebiet )

 Der Burggraf von Dahl, dessen alte Burg auf der Grenze der Gemeinden Waltrop und Datteln stand, tötete seinen Kaplan am Ostermorgen in der Kapelle, weil er mit der Messe nicht gewartete hatte bis nach der Jagd. Daraus ließ ihn der Erzbischof von Köln auf seiner Burg einschließen und aushungern; der Burggräfin wurde dann zuletzt gewährt, sie dürfte frei abziehen und das Liebste, was sie hätte, mit forttragen. Da kam sie mit ihrem Mann auf dem Rücken und ihrem Kinde an der Brust aus der Burg. Der erzbischöfliche Feldhauptmann ließ sie durch, drohte aber: wenn der Burggraf nur mit einem Fuße kölnischen Boden berühre, müsse er sterben. Da trug die Burggräfin ihren Mann bis an die Lippe, wo sie eine seichte Stelle wusste und brachte ihn glücklich ans andere Ufer. »Hier sett’ ick si nu dahl!« sagte sie, und an der Stelle erbaute der Burggraf ein neues Schloss, das er Dahl nannte.

Anmerkungen

Das Haus Dahl lässt sich historisch auf ein Gut aus dem 11./12. Jahrhundert zurückverfolgen, das damals allerdings auf der gegenüberliegenden Lippeseite gelegen haben soll. Die Anlage am rechten Lippeufer wurde im 14./15. Jahrhundert errichtet und war vollständig von einer großen unregelmäßig runden Gräfte umgeben. Kern von Haus Dahl ist der rechteckige Turm an der Südostecke. Teils sind Bereiche der Gräfte erhalten und führen auch noch Wasser. Die Erweiterung in Backstein erfolgte im 16. Jahrhundert. Es existieren umfangreiche Keller mit verschiedenen Wölbungen. Zusätzliche Erweiterungen wurden im 18. (Vorbau zum Hof hin) und 19. Jahrhundert (Fachwerkgeschoss auf dem Turm) vorgenommen. Vom 17.-19. Jahrhundert wurde vom Haus Dahl auch eine Kornwassermühle betrieben. An ihrer Stelle entstand Anfang der 20er-Jahre eine Papierfabrik, die auch heute noch in Betrieb ist. Siehe hier (Die oben genannte Papierfabrik B&T Kartonprodukte GmbH liegt Im Dahler Feld 81)

Nach Helmut G. & Gerda Palme, Sagen vom Hellweg, Hg.: Kreis Unna, Erweiterte Neuauflage Schwerte 1987, S. 144 sind noch Wälle und Gräben des vorhergehenden Haus Dahl am linken Lippeufer in der Bauerschaft Markfeld zu sehen. (Wohl in Waltrop an der Unterlipper Straße.D.S.)
Haus Dahl (WGS 84: 51° 39′ 47.81″ 7° 26′ 25.35″) liegt Im Dahler Feld

Literaturnachweis

  • Paul Zaunert, Westfälische Sagen, 2. Aufl., o.O. (Düsseldorf, Köln) 1967, S.160f.

Was ich noch herausgefunden habe war nicht so viel. Es war aber noch beschrieben, dass es auch eine Kornmühle am Haus Dahl gegeben haben muss. Auch ein kleiner Lippehafen hat dort wohl existiert. Die Papierfabrik hat dort Brauchwasser aus der Lippe entnommen. Das Wehr war auch wohl dazu da, dass Schiffe durch eine Lippeschleuse gehoben werden konnten. In der Luftaufnahme kann man noch sehen, wo es in die Schleuse herein- und wieder heraus ging. Den einzigen Beleg dafür habe ich in Wikipedia gefunden.

Lippeschifffahrt

Die Geschichte der Lippeschifffahrt reicht mindestens bis in die Römerzeit zurück; denn bereits die Römer nutzten den Fluss, lat. Lupia genannt, um ihre Güter mit Hilfe kleiner Schiffe zu transportieren.

In späterer Zeit konnte sich die Lippeschifffahrt nicht recht entwickeln, da zahlreiche Schiffmühlen und Sandbänke sowie die Zollschranken sie behinderten. Als jedoch 1815 mit dem Anschluss Westfalens an Preußen die Lippe auf ihrer gesamten Länge preußisch wurde, konnten Pläne zur Schiffbarmachung realisiert und die Schifffahrt ohne Zollschranken wirtschaftlich durchgeführt werden. Der Fluss wurde durch den Bau von Schleusen und Umgehungskanälen ausgebaut und war ab 1826 durchgängig bis Lippstadt schiffbar. Transportiert wurden insbesondere Salz, Getreide, Eisenerz, Steine und Holz. Die Fahrt von Hamm nach Wesel dauerte vier Tage, von Hamm nach Lippstadt einen Tag. Pferde auf Treidelpfaden zogen die Frachtkähne flussaufwärts. Wehre und Schleusen stellten eine ausreichende Wassertiefe sicher. Auf der Fahrt von Wesel nach Lippstadt mussten folgende elf Schleusen durchfahren werden:

  1. Lippeschleuse Datteln
  2. Lippeschleuse Dahl bei Bork

  3. Lippeschleuse Horst bei Waltrop
  4. Lippeschleuse Beckinghausen
  5. Lippeschleuse Werne
  6. Lippeschleuse Stockum
  7. Lippeschleuse Hamm
  8. Lippeschleuse Heessen
  9. Lippeschleuse Uentrop
  10. Lippeschleuse Kesseler bei Lippborg
  11. Lippeschleuse Benninghausen

Für die Treidelschiffe gab es Häfen, von denen heute noch der Lippehafen Wesel Zeugnis ablegt. In den Jahren von 1853 bis 1856 unternahm der Gerichtssekretär Hermann aus Hamm den Versuch, die Dampfschifffahrt auf der Lippe zu etablieren. 1854 gründete er zusammen mit anderen Investoren die Rhein- und Lippe Schleppschiffahrts-Gesellschaft. Sie verfügte 1856 über drei Dampfschlepper sowie sechs größere und neun kleinere Schiffe für den Verkehr auf der Lippe. Der mangelhafte Ausbau des Flusses und die noch nicht ausgereifte Technik der Dampfschlepper verhinderten aber einen wirtschaftlichen Betrieb, weshalb die Gesellschaft im Jahr 1856 wieder aufgelöst und die Dampfschifffahrt auf der Lippe eingestellt wurde. Später stand auch die Konkurrenz der Eisenbahn einem wirtschaftlichen Betrieb der Schifffahrt auf der Lippe entgegen.

Erst im 20. Jahrhundert wurde wegen des Bedarfs an Gütertransporten für die Industrie der Schiffsverkehr wieder aufgenommen, jedoch nicht auf der Lippe selbst, sondern auf dem dafür geschaffenen sogenannten Lippe-Seitenkanal, der sich aus dem Datteln-Hamm-Kanal (ab 1914) und dem Wesel-Datteln-Kanal (ab 1930) zusammensetzt.

Quelle: Wikipedia Lippe(Fluß)

Dort sieht man die Aufzählung der Lippeschleusen. Wir verließen das Haus Dahl und fuhren auf dem Weg Im Dahler Feld weiter. Der Weg machte dann einen Rechtsknick und verlief dann etwas ansteigend auf das Dahlerholz zu. Wir waren aber wieder neugierig und fuhren nach links auf das Gelände der ehemaligen Papierfabrik. Dort ist jetzt die Firma Knepper Oberflächentechnik GmbH zu Hause. Nach etwa 200 Metern drehten wir dann aber wieder um, weil es dort nicht viel zusehen gab. Wir fuhren wieder zum Weg Im Dahler Feld. Den fuhren wir hoch. Dort, nach 160 Metern bogen wir nach nach links ein. Vorher machten wir aber noch eine Trinkpause. Wir waren froh, dass wir dann in den Schatten des Dahler Holzes fahren konnten, denn die Sonne war am Nachmittag schön heiß und machte uns zu schaffen. Der Weg war sehr schlecht. Wir waren den Weg schon früher gefahren, da war er noch gut befahrbar. Am Montag war etliches an groben Schotter in den Weg gemacht worden, über den es beschwerlich zu fahren war. Wir beschlossen, dass wir den Teil des R6 in der nächsten Zeit nicht mehr befahren werden. So eine Rappelstrecke brauchen wir nicht. Da schlafen einem die Arme ein durch den Druck auf die Halswirbelsäule. Nach 2,1 Km hatten wir das Dahler Holz von Osten nach Westen durchfahren und erreichten die Waltroper Straße. Auf die fuhren wir nach rechts.

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Oben im ersten Bild sieht man das Firmenschild. Darunter der Bereich der ehemaligen Papierfabrik. Dann ein schönes Fachwerkhaus. Darunter zweimal aus dem Dahler Holz in Richtung Lippe fotografiert. Das letzte Bild zeigt das Infoschild, dem man im Moment als Radreisender nicht folgen sollte, wegen der Rappelstrecke im Dahler Holz. Da kann man besser, von Vinnum kommend, die Borker Straße fahren. Die hat auch eine Radweg

Wir quälten uns dann den Berg nach Vinnum hoch. Hitze und 14 Meter Höhenunterschied machten uns das Radfahren schwer. Nach 830 Meter fahrt war unsere Qual beendet und die Straße Im Berg erreicht. Wir bogen nach links in den Weg und konnten dann 1,24 Km Bergabfahren. 14 Höhenmeter. Wir fuhren in die Senke, ohne zu wissen, ob wir überhaupt an den Dortmund-Ems-Kanal gelangen würden. Es standen oben Schilder, die eine Sackgasse anzeigten. Aber mit dem Rad würden wir doch wohl dadurch kommen. So war es dann auch. Wir erreichten den Kanal und fuhren in Richtung Lippebrücke. Dort wird zurzeit der links Brückentrog inspiziert und neu verdichtet. Deshalb wurden Radfahrer gebeten abzusteigen. Das taten wir und schauten uns dort um.

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Oben im ersten Bild quält sich Friedel vor mir fahrend den Berg nach Vinnum hoch. Dem Reiher macht die Sonne nichts aus. Er steht ungerührt auf der Wiese. Ist das Rollrasen im dritten Bild? Dann Bilder von der Baustelle und dem abgelassenen Kanaltrog. Bilder auf der Brücke und von der Lippe. Im letzetn Bild fährt Friedel von der Baustelle weg.

Von dort aus waren es dann noch 800 Meter für uns, dann fuhren wir vom Leinpfad ab. Unten ging es nach rechts unter der Neuen Fahrt, des DEK her. Dann weiter auf die Alte Fahrt Unterführung zu. Die durchfuhren wir ebenfalls. Dann wollten wir uns noch ein Weizenbier bleifrei am Campingplatz Klaukenhof trinken. Aber wir hatten Pech. Die Gaststätte war verschlossen. Also setzten wir uns auf eine Bank an der Gaststätte und tranken unser warmes Wasser. Dann machten wir uns wieder auf den Weg.

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Oben die letzten Meter auf dem Leinpfad. Dann die Durchfahrten unter dem Kanal. Dann die Einfahrt auf den Klaukenhof. Das letzte Bild zeigt einen einsamen Camper hinterm Klaukenhof.

Wir erreichten den Natroper Weg, fuhren nach links und dann rechts zur Schleuse Datteln. Noch einmal eine kurze Bergwertung zur Schleuse hoch, dann war es geschafft.

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Wie so oft das letzte Bild unserer Touren, das Unterwasser der großen Schleuse von Datteln.

Wir überquerten die Schleuse und wir fuhren gemeinsam den Schleusenberg zur Eichenstraße herunter. Wir erreichten unsere Zufahrt zum Garagenhof und verabschiedeten uns. Friedel hatte dann noch 4,5 km bis zur Theiheide. Wir waren zusammen am Montag 34 Km gefahren.

Friedel es war schön mit dir. Wir haben wieder einmal etwas Neues gesehen, haben den Josef Lüffe Park erkundet und das Haus Dahl gefunden. Was will man mehr. Zu Essen haben wir nichts bekommen, dass kann uns beiden aber nur gut tun.

Opaju

 

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