Wandertour 22.01.2018(Einmal um Flaesheim herum)

Heute sind wir Vier in diesem Jahr zum ersten Mal vollständig unterwegs. Die halbe Portion Maja, Friedel kleiner Hund begleitet uns wieder. Eigentlich wollten wir die ehemaligen Fischteiche in Ahsen besuchen, aber die Haard ist seit dem Sturm Friederike noch für Spaziergänger gesperrt. Deshalb entschieden wir uns kurzfristig um. Es ging nach Flaesheim. Dort wollten wir eine Runde um das Dorf laufen. Ich hatte unser Auto zur Verfügung und sammelte die Jungs ein. Ich fuhr uns nach Flaesheim und dann parkten wir dort auf dem Parkplatz vor der Stiftskirche. Wir stiegen aus und entschieden, wir gehen erst zum Wesel-Datteln-Kanal herunter, dann bis zur Schleuse Flaesheim. Die wollten wir überqueren und dann auf der anderen Kanalseite nach links gehen.

Oben habe ich unsere Route als rote Linie in die Karte eingefügt. Die gelben Pieker zeigen markante Punkte um Flaesheim, damit man sich besser orientieren kann, wo wir gewandert sind.

Wir sind also vom Parkplatz aus links an der Stiftskirche vorbeigegangen. Hinter der Kirche liegt der kleine Friedhof der Stiftskirche. Dort wird, glaube ich nicht mehr beerdigt. Hinter dem Friedhof gingen wir nach rechts und kamen auf die Kanalstraße. Auf die gingen wir in Richtung Kanalbrücke. Nach etwa 60 Meter, kurz vor der Brücke gingen wir dann nach rechts , herunter zum Leinpfad des Kanals.

Stiftskirche St. Maria-Magdalena

Ortsteil Flaesheim

Die Stiftskirche St. Maria-Magdalena im Ortsteil Flaesheim war Teil eines Klosters.

In der Blütezeit gehörten über 100 Höfe und Güter bis Dortmund und Hagen dazu, berichten heute Ortsansässige durch Überlieferung.

Die 1166 von Graf Otto von Ravensberg als Prämonstratenser-Nonnen-Kloster gegründete Kirche wurde 1550 freiweltliches Damenstift, nachdem die Unruhen überall in der Reformation gipfelten, die Flaesheimer Nonnen ihren Abt nicht mehr akzeptierten und der Erzbischof 1558 neue Statuten genehmigte.
Das Stift diente noch während des 18. Jahrhunderts als Versorgungsinstitut für unverheiratete Damen des umliegenden Adels.

Die Stiftsgebäude wurden 1790 zerstört.
Lediglich der Westturm stammt mit Sicherheit noch aus der Gründerzeit.

Als Napoleon 1803 das Rheinland besetzte, ging der Besitz des Stiftes an den Herzog von Ahrenberg. Bis 1961 nahm die Familie noch Einfluss auf die Bestellung eines neuen Pfarrers in der Stiftskirche.

Im Inneren der Kirche befindet sich ein prächtiger Hochaltar aus Sandstein, Marmor und Alabaster, versehen mit vollplastischen Figuren, datiert auf das Jahr 1658.

Adresse: Stiftsplatz 7, 45721 Haltern am See

Quelle: Stadt Haltern am See

Oben die Bilder zeigen die Flaesheimer Stiftskirche von Vorn und Hinten. Dann sieht man den alten Friedhof, auf dem wohl nicht mehr beerdigt wird. Im dritten und vierten Bild sieht man im Hintergrund noch das alte Fischerhaus von Flaesheim. Ein altes Fachwerkhaus.

Die drei Bilder oben zeigen Eindrücke aus dem Inneren der Stiftskirche. Den prunkvollen alten Altar. Den Kreuzweg Christi als Bildergalerie. Im dritten Bild die Holzbänke für die Gläubigen und auf der Empore die Kirchenorgel.

Quelle: Google Earth. Ausschnitte aus einem 360 Grad Bild.

Wir gingen in Richtung Flaesheimer Schleuse. Auf dem Weg dort hin viel uns eine Oel- oder Benzinspur auf. Vor uns stand ein Feuerwehrauto. Im Bereich der Schleuse konnten wir auch ein Polizeiauto erkennen. Das Feuerwehrauto kam auf uns zu und als es näher kam, sahen wir auch, dass es vorne an der Stoßstange ein Gerät hatte. Das Gerät war eine Streumaschine. Aus einem Behälter kam ein Streu, das auf den Leinpfad verstreut würde. Die Streu war wohl ein Bindemittel für die Oelspur. Von der Schleuse aus kam dann eine Kehrmaschine, die die Streu wieder auffegte. So ganz war dann aber die Oelspur nicht komplett beseitigt.

Oben sieht man jetzt die Bilder von unserem Weg zur Schleuse Flaesheim. Im ersten Bild sieht man meine Großen, die auf dem Weg zum Leinpfad sind. Bild zwei zeigt eine Hundemeute mit zwei Aufpassern. Im dritten Bild habe ich einen Greif erwischt, der auf einer Stange sitzt und nach Beute Ausschau hält. Im nächsten Bild schaut man in Richtung Kuhkamp. Danach das Bild zeigt schon das Streufahrzeug der Feuerwehr. Im Hintergrund die Schleuse. Maja musste dann an die Leine. Auf Bild sechs sieht man die Streueinrichtung mit dem Behälter darüber. Die Möwen flüchten bei dem Lärm. Im vorletzten Bild sieht man das Maschinenhaus der Schleuse und dahinter das Schleusentor am Unterwasser. Das letzte Bild zeigt Natz und Willi, die der Kehrmaschine entgegen gehen. Man sieht schön die Streuspur auf dem Leinpfad, der dort Gott sei Dank asphaltiert ist. So konnte das Oel nicht ins Erdreich versickern.

Wir erreichten die Schleuse und gingen nach links. Wir wollten den Kanal überqueren. Auch dort gab es eine Oelspur, die schon mit der Streu belegt war. Die führte auf das Gelände der Schleuse, aber auch weiter auf dem Weg nach links und rechts. Als wir die Schleuse überquert hatten, sahen wir auf dem Weg rechts zwei Fahrzeuge stehen. Einen Bagger und ein Lastfahrzeug. Auch dort waren Feuerwehrleute im Einsatz und auch die Polizei schaute sich das an. Wir wollten nicht zu Gaffern werden und schauten uns das aus der Ferne an. Dann gingen wir in die andere Richtung, den Weg zwischen Kanal und Lippe.

Das erste Bild zeig den Weg über die Schleuse und die Streuspur. Bild zwei zeigt die kleine Schleusenkammer. Im dritten Bild die Streuspur die auf dem Weg der Schleuseninsel führt. Im Hintergrund sieht man noch ein Feuerwehrauto. Im vorletzten Bild sieht man den festgefahrenen Bagger und den Lastwagen. Wir meinten, das dort der Verursacher der Oelspur stehen könne. Das letzte Bild zeigt Friedel und Willi auf dem Weg zwischen Kanal und Lippe.

Wir bewegten uns dort in Richtung der Lippefähre Maifisch, die jetzt im Winter nicht in der Lippe liegt. Sie wird seid  ihrer ersten Saison, im Jahre 2015, im Winter aus der Lippe gezogen und eingelagert bzw. gewartet und instand gesetzt.

Pläne für Einstieg

Lippefähre „Maifisch“ nimmt Betrieb wieder auf

FLAESHEIM Die Lippefähre „Maifisch“ schwimmt wieder in ihrem Element. Am Dienstag (4. April) wurde sie am Betriebsgelände des Lippeverbandes in Flaesheim zu Wasser gelassen. Auch für die steile Zuwegung zeichnet sich eine Lösung ab.

Lippefähre "Maifisch" nimmt Betrieb wieder auf
Lippefähre Maifisch am Haken: Vorarbeiter Franz-Jopsef Große-Büning, Berthold Oberkönig (beim Lippeverband zuständig für die westliche Lippe), Bürgermeister Bodo Klimpel, Flussmeister Günter Cremer, Andreas Südfeld (v.l. und im Bagger: Dennis Brüninghoff ließen symbolisch die Lippefähre zu Wasser.

Wie Bürgermeister Bodo Klimpel, zugleich Verbandsratsvorsitzender des Lippeverbandes, beim Einsetzen der Fähre bekannt gab, soll der Einstieg komfortabler werden. Bekanntlich hatten im vergangenen Jahr vor allem ältere Radfahrer Schwierigkeiten, die Fähre über den abschüssigen Zugang zu erreichen.

„Da wird es eine Lösung geben, die auch alle Naturschutzbelange berücksichtigt“, so Bodo Klimpel. „Die Verantwortlichen beim Lippeverband haben sich etwas einfallen lassen.“ Zurzeit liegt die Entscheidung beim Kreis Recklinghausen als Unterer Landschaftsbehörde. Anfang Mai tagt der Naturschutzbeirat, der noch sein OK geben muss. Der Einstieg soll noch in diesem Jahr abgeflacht und umgestaltet werden.

Die „Maifisch“ hat die Wintermonate im Betriebshof verbracht, den der Lippeverband unterhalb der Anlegestelle betreibt. Hier im Trockendock wurde sie überholt und gewartet. „Unter anderem haben wir uns um die Kurbeln gekümmert, mit denen die Fähre von Hand angetrieben wird“, erläuterte Berthold Oberkoenig, beim Lippeverband für den westlichen Lippeabschnitt zuständig, in Flaesheim. „Auch die Antriebsketten wurden überprüft, größere Reparaturen waren aber nicht notwendig.“

Voraussichtlich am Donnerstag soll die Fähre wieder ihren Betrieb aufnehmen. Sie wurde zunächst mit einem Boot die rund 500 Meter flussaufwärts geschoben, damit sie an Ort und Stelle wieder mit der Antriebskette am Ufer befestigt werden konnte – bei der Flussströmung kein ganz leichtes Unterfangen. In den Osterferien steht also der Radtour mit Lippe-überfahrt nichts mehr im Wege. Die Fähre bleibt bis Oktober in Betrieb.

Quelle: Ruhrnachrichten Redaktion Haltern Redakteur Jürgen Wolter

Also im Oktober wurde sie wieder herausgezogen.
Oben die Bilder habe ich auf dem Weg entlang der Lippe gemacht. Wir man sieht, führt die wieder Hochwasser. Dann sieht man die Stelle an der sonst die Fähre liegt. Auch dort steht das Wasser höher als sonst. Was dort am Zugang zur Fähre verbessert wurde, war uns nicht ersichtlich. Im letzten Bild sieht man den Weg, der uns wieder an den Kanal führen sollte.
Den Weg gingen wir zurück. Dann nach rechts zum Leinpfad des Wesel-Datteln-Kanal hoch. Dort angekommen ging es in Richtung Haltern weiter. Auf dem Kanal war am Montag wenig Betrieb, ein Schiff aus Richtung Haltern kommend, haben wir gesehen. Rechts von uns war die Lippe immer zu sehen. Sie hatte zeitweise die Wiesen überflutet. Wir unterquerten den Flaesheimer Damm und gingen dann noch einmal 410 Meterweiter. Dort verließen wir den Leinpfad und gingen zur Brücke hoch. Die führte uns über den Kanal und dann auf die Flaesheimer Straße. Nach 140 Meter auf der Flaesheimer Straße, die zunächst nur ein Weg ist, erreichten wir die richtige Flaesheimer Straße. Die überquerten wir und gingen etwa 100 Meter nach rechts. Dort ging es dann nach links in den Weg Örter Pütt. An diesem Weg, in Richtung Bossendorfer Damm, die Zubringer Straße zum Autobahnkreuz Marl Nord, liegt ein kleines Wohngebiet. Das durchliefen wir und erreichten nach ca. 270 Meter den Bossendorfer Damm, den wir unterquerten.
Die ersten sieben Bilder sind noch auf dem Leinpfad und auf der Kanalbrücke entstanden und zeigen die Stiftskirche aus in der Ferne, die Hochwasser führende Lippe, kurz vor- und kurz hinter dem Flaesheimer Damm. Dann auch das einzige Schiff am Montag. Von der Brücke aus einen Blick auf die Schleuse und die Brücke über die der Flaesheimer Damm verläuft. Die nächsten Bilder sind dann im Örter Pütt entstanden. Der ist zuerst sehr ländlich mit allerlei Getier. Danach Einfamilienhäuser. Am Ende noch ein Künstler, der Holzstatuen fertigt, aber wohl auch Gebilde aus Edelstahl. Das letzte Bild zeigt Maja, die sich für die Pferde interessiert.
Nachdem wir den Bossendorfer Damm unterquert hatten, lag links vom Weg eine große landwirtschaftlich genutzte Fläche. Rechts vom Weg ging es schnell an den Haardrand. Gerade aus ging es in Richtung Dachsberg. das merkte ich sofort an meinem Rücken. Bergauf laufen, eine Qual für mich. Ich quälte mich hoch. Was war hoch? 31 Höhenmeter auf den nächsten 1,3 Km. Das positive daran war, dass man von dort oben einen schönen Blick ins Land hatte. Leider war am Montag das Wetter trübe, sodass die Fernsicht nicht so gut war. Wir erreichten den höchsten Punkt mit 80 Meter über NN. Das war der Haardrand nördlich über Flaesheim. Dort ging es nach links weiter. Es waren etwa 440 Meter. Wir sahen nun, dass der Sturm Friederike auch am Haardrand Schaden angerichtet hatte. Bäume waren entwurzelt worden und umgefallen.
Oben die Bilder die ich während unseres Aufstieges gemacht habe. Sie zeigen die landwirtschaftlich genutzten Flächen links am Weg. Umgefallene Bäume, Fernsicht die nicht so gut war am Montag. Am Ende eine Pferdekoppel, mit schmutzigen Schimmeln und im letzten Bild eine Kugel mit „Gardine“, die wir uns nicht erklären konnten. Wer weiß was das ist?
Nach 440 Meter mussten wir entscheiden, ob wir nach links, herunter in Dorf gehen, oder noch ca. 600 Meter weiter, bis zum Meilerplatz. Wir entschieden uns für den kürzeren Weg und gingen nach links. Tiefer Weg heißt die Straße dort. Sie führte uns 840 Meter bis zur Straße Im Dachsberg, vorbei an den Tennisplätzen des SuS Concordia Flaesheim. Wir konnten uns nicht erinnern, dass wir dort während unserer aktiven Zeit, dort einmal ein Mannschaftsspiel gemacht hätten.
Oben die Bilder zeigen unseren Weg von der Höhe herunter bis zu den Tennisplätzen. Auch in dem Bereich war ein Baum entwurzelt worden. Wie feucht das ganze Gebiet war sieht man auch an den Bildern. Ebenfalls sieht man die Spuren der Nacht. Von Wildschweinrotten durchwühlte Grünflächen.
Wir erreichten die Straße zum Dachsberg und gingen nach links weiter. Vorbei am Abenteuerspielplatz am Dachsberg gingen wir in Richtung Dorf und erreichten nach 370 Meter die Bäckerei Brinkert. Die hat auch ein Cafebetrieb. Dort kehrten wir ein. Ein belegtes Brötchen und einen Kaffee war für Friedel, Natz und mich genau das richtige. Willi bestellte sich einen Kakao und ein Stück Kuchen. Wir ließen es uns schmecken. Unsere Bedienung war neu und noch nicht ganz so fit wie sie sagte.  Aber ihre nette, offene Art verschaffte ihr bei uns Welpenschutz. Ein Bier gab es dort auch, nach dem Brötchen. Da ich am Montag der Fahrer war konnten Friedel und Natz sich eins genehmigen.
Die Bilder oben habe ich auf dem Weg zum Cafe gemacht. An einen weißen Klinkerbau waren drei Schmetterlinge angebracht. Bei näherem Hinschauen sah man die künstlerisch gestalteten Einzelteile. Bild drei zeigt das Straßenschild, Dr. Hermann Grochtmann- Str. Den Namensgeber für unser Dattelner Museum. Im nächsten Garten stand dann noch ein witziger Pinguin. Die Katze im Fenster konnte ihren Arm rauf und runter bewegen und gehörte auch zum Pinguin.
Wir bezahlten und verließen das Cafe. Bis zu meinem Auto war es nicht mehr weit. Nach 250 Meter überquerten wir die Flaesheimer Straße und waren dann wieder am Parkplatz der Stiftskirche. Wir stiegen in mein Auto und ich brachte meine Großen nach Hause.
Männer es war wieder schön mit euch durch die Gegend zu laufen. Wir sind nach meiner Messung 6,4 km gelaufen, 1,3 davon waren anstrengend, da bergauf. Wir waren zufällig Zeugen beim Feuerwehreinsatz nach Oelverschmutzung am Leinpfad im Bereich der Schleuse Flaesheim. Ich habe versucht etwas im Netzt darüber zu finden, hatte aber keinen Erfolg.
Opaju

 

Wandertour 15.01.2018(Durch das Birkenwäldchen nördlich von Ahsen,oberhalb der Lippe wandern)

Ich hatte am Wochenende mit Natz und Friedel telefoniert und gefragt ob wir etwas machen am Montag. Natz schlug vor, dass wir den Wunsch von Friedel verwirklichen und den Birkenwald, nördlich von Ahsen erwandern. Der verläuft praktisch parallel zur Hullerner Straße und ist eigentlich kein ausgeprägter Birkenwald, sondern ein Mischwald. Friedel stellte sein Auto zur Verfügung und holte Natz und mich, in dieser Reihenfolge ab. Dann fuhr er uns nach Ahsen. Dort überquerten wir die Lippebrücke und bogen dann nach links auf den Waldparkplatz ab. Dort stellte Friedel sein Auto ab. Wir stiegen aus und begannen unsere Wanderung. Willi war noch nicht dabei. Aber Friedel hatte Maja wieder mit. Damit man sieht wo wir waren, habe ich eine Google Earth Karte eingestellt.

Die rote Linie stellt unsere Wanderroute da. Anfang und Ende der Tour war am Parkplatz im Wald. Die anderen Orte sind mit gelben Piekern markiert. Links im Bild sieht man Ahsen. Die schwarze Linie ist die Lippe. Unterhalb der Mobilheimsiedlung liegt der Lippebogen, wo einst eine Lippeschleuse stand. Heute sind dort Stromschnellen und eine kleine Insel im Fluss.

Unser Ziel war es so nahe wie möglich an die Lippe heran zu kommen. Von dem Parkplatz aus gibt es einen Weg, der aber nicht so nah an die Lippe heranführt. den wollten wir nicht begehen. Wir gingen deshalb etwas nach links. Dort trafen wir auf ein Feld. Dort gab es einen Trampelpfad, der und in den Wald brachte und uns nach Norden führte. Nach ca. 270 Meter war das Feld links von uns zu Ende und die Lippe wurde für uns sichtbar. Das war vor allem dem kleinen Anstieg geschuldet. Von dem aus hatten wir schnell eine relativ gute Sicht auf die Lippe, die gerade aus einer ihrer Schleifen heraus floss.

Die ersten Bilder zeigen unseren Einstieg in die Wandertour. Das erste Bild zeigt das Feld, das ich genannt hatte. Bild zwei zeigt das Gelände auf der anderen Seite des Trampelpfades. Im dritten Bild sieht man eine „Sitzecke“, die zum ausruhen einlädt. Im nächsten Bild sieht man Natz und Maja und zum ersten Mal die Lippe. Das nächste Bild zeigt ebenfalls die Lippe. Das letzte Bild zeigt Friedel, Natz  und Maja einen kleinen Anstieg hochstapfen.

Die Gegend an der Lippe war für uns Neuland. Natz meinte, er wäre als Kind mal dort gewesen. Das Geländer erwies sich als ziemlich hügelig. Je weiter wir nordwärts gingen um so höher wurde es und die Lippe lag dann schnell ziemlich tief unter uns. An das Ufer kam man dort nicht. Es war teilweise sehr steil bis zum Lippeufer. Das sollte man nicht versuchen zu erreichen. Runter geht es vielleicht noch, aber rauf würde doch sehr schwierig. Also lieber lassen! Etwa 550 Meter hatte die Lippe uns bei unser Erkundung begleitet, dann verließ sie uns wieder. Sie machte wieder einmal eine Schleife und floss nach südwesten weg. Sie fließt dort  in Richtung Wesel-Datteln-Kanal. Kurz vor dem Kanal, auf der anderen Seite liegt das Feriencamp Ahsener Heide, macht sie dann wieder einen Bogen und fließt dann in Richtung Flaesheim. Für uns war sie nicht mehr erreichbar.

Oben die Bilder zeigen nun unseren Weg, den wir mit der Lippe gemacht haben. Die Bilder zeigen auch wie tief die Lippe zeitweise unter uns lag. Ebenfalls sieht man in diesem Bereich der Lippe ihre Ursprünglichkeit. Umgefallene Bäume, die im Wasser liegen werden nicht weggeräumt. Die Natur wird sich dort selber überlassen. Man sieht auch, dass das Lippeufer von dieser Seite dort nicht begehbar ist. Das ist wahrscheinlich auch besser so. Tourismus würde die Ursprünglichkeit verändern. An einem steilen Stück fiel uns dann eine Baustellenlampe auf, die auf dem Ast eines Baumes lag. Wie die da hingekommen ist blieb uns schleierhaft.

Gut eine Woche vorher hatte die Lippe ja auch Hochwasser geführt. Davon war am Montag nicht mehr viel zusehen. Im April 2011 sah es damals so an der Lippe aus.

Das Bild hat Gordon R. damals gemacht. Er muss damals, wie wir am Montag den Pfad gegangen sein und dieses beeindruckende Foto gemacht haben.

Wir hatten dann einen asphaltierten Weg erreicht und gingen auf dem weiter. Der führte uns nach Westen auf zwei Höfe zu. Diese Höfe beherbergten anscheinend Pferde. Dort haben Pferdebesitzer ihre Pferde in Boxen eingemietet. Am Ersten Hof waren zwei Reitplätze zu sehen. Auf einem standen sogar Hindernisse. Der andere war wohl für andere Aktivitäten mit den Pferden. Nach etwa 420 Meter auf dem asphaltierten Weg erreichten wir den ersten Hof. Der liegt nur etwa 190 Meter von dem schon genannten Lippebogen entfernt. Ob der Hof auch Hochwasser gefährdet ist, das weis ich nicht. Ich habe einmal den Höhenunterschied vom Lippeufer bis zum Hof gemessen. Das sind etwa 5 Meter. Ich glaube das ist zu viel für eine Überschwemmung bei Hochwasser.

Im ersten Bild gehen Natz und Friedel auf dem Asphaltweg in Richtung ersten Hof. Bild zwei zeigt den Hof von der Seite. Im Bild drei sieht man den freien Reitplatz. Links im Bild noch einen kleinen Zipfel vom Platz, wo die Hindernisse stehen. Die beiden nächsten Bilder zeigen ein Nebengebäude. Das letzte Bild zeigt die neugierigen Pferde auf der Koppel.

Wir verließen wieder den asphaltierten Weg und gingen nach rechts am Waldrand entlang.  Nach ca. 130 Meter war dann der nächste Hof erreicht. Wir gingen noch einmal nach rechts in den Wald hinein. Wir hatten einen guten Blick auf den Hof. Dort sah es auf einem Platz recht kaotisch aus. Dann lag dahinter noch ein Dressurplatz, der durch einen kleinen Wall  verdeckt war.

Das erste Bild zeigt den zweiten Hof mit neuem Dach. Bild zwei zeigt einen dampfenden Misthaufen und im Hintergrund gepresste Futterballen. Dann im nächsten Bild der doch etwas kaotische Platz. Das vierte Bild zeigt noch einmal den Misthaufen neben einem Stall und rechts noch einmal Futterballen. Das letzte Bild zeigt die neugierige Maja auf dem kleinen Wall. Sie schaut sich den Dressurplatz an.

Nach weiteren 80 Meter machte der Weg einen Linksknick, dem wir folgten. Nach weiteren 100 Meter ging der Weg dann nach links weiter. Er führte uns wieder in die Richtung des zweiten Hofs. Den hatten wir nach 160 Meter fast wieder erreicht. Dann machte der Weg aber einen Rechtsknick und führte uns vom Hof weg. Links lag ein freies Feld. Nach 140 Meter am Feld entlag machte der Weg dann noch einmal einen Rechtsknick und führte uns wieder tiefer in den Wald. Aber nun ging es in Richtung Hullerner Straße. Wir konnten schon die Autos dort hören. Nach 220 Meter hatten wir dann die Straße erreicht. Wir mussten uns ersteinmal kurz orientieren wo wir ungefähr waren.  Wir mussten nach rechts gehen. Wir überquerten die Straße und gingen gegen die Fahrtrichtung der Autos. Wir erreichten nach etwa 220 Meter die Einfahrt zum ehemaligen Munitionsdepot der Bundeswehr in Olfen Eversum.

Im ersten Bild sieht man im Hintergrund die genannte Wiese und im Vordergrund einen Hochsitz. Das spricht dafür das es dort auch Wildwechsel gibt. Das zweite Bild zeigt viel Gegend und ein kleinen Steinbau, an dem die Lippe vorbeifliest. Danach noch ein Blick in den Wald. Im nächsten Bild sieht man die Hullerner Straße in Richtung Ahsen. Das letzte Bild zeigt die Zufahrt zum ehemaligen Munitionsdepot.

Oben ein Luftbild von Hans Blossey aus dem Jahre 2011, zeigt das gesamte Gelände des ehemaligen Mundepot in Olfen Eversum. Das Munitionsdepot im Westen der Stadt offenbart seine Dimensionen erst aus der Luft.

Auch das zweite Bild zeigt das ehemalige Munitionsdepot, auf der jetzt Die Firma Keller Pyrotechnik ihren Firmensitz hat. Im Hintergrund sieht man den Hullerner Stausee. Auch das Bild ist von Hans Blossey.

Wir gingen noch ein Stück weiter und erreichten dann einen Weg, der nach links in den Wald führte. Der verlief parallel zur Auffahrt die zum Eingang auf das Gelände führte. Nach 340 Meter mussten wir dann nach rechts gehen. Nun führte uns der Weg in östlicher Richtung, an dem ehemaligen Munitionsdepot der Bundeswehr vorbei. Obwohl uns jetzt im Winter keine Blätter die Sicht versperrten, ist dort wenig zu sehen, da alles von Bäumen und Sträuchern zugewachsen ist. So wanderten wir ca. 1,6 Km an dem Gelände vorbei und konnten nur zeitweise einen Blick auf das Gelände erhaschen. Wir sahen an eineigen offeneren Stellen die alten Bunker, in denen die Munition gelagert war. Auf der ganzen Strecke vielen und immer wieder alte Feldtelefonstellen auf. Von dort mussten sich wohl die Soldaten, die das Gelände bewachten, bei ihrer Zentrale melden.

Oben die Bilder zeigen Eindrücke von dem Gelände. Viel zu sehen von den Gebäuden und Bunkern war da nicht. Wer also hofft schöne Bilder dort vom inneren des Geländes zu machen, der wird enttäuscht.

Dann war das Gelände zu Ende. Wir erreichten einen breiteren Weg, auf dem wir weitergingen. Nach weiteren 760 Meter erreichten wir dann die Eversumer Straße. Wir überquerten sie und gingen einige Meter nach links. Da war dann eine Einfahrt in die Mobilheimsiedlung am Gut Eversum. Dort gingen wir herein. Wir wollten durch die Siedlung gehen um dann zu den Lippeschnellen zu gelangen. Das sollte sich aber schwieriger gestalten als erwartet. Das Gelände ist ca. 43 Hektar groß und für Fremde recht verwirrend. Kleine Wege zwischen den Mobilheimen, die dann auch mal plötzlich als Sackgasse enden. So haben wir uns dann auch mehrmals verlaufen, bis wir dann endlich den Weg zur Lippe herunter fanden.

Oben nun die Bilder aus der Mobilheimsiedlung mit allerlei Getier und einer Madonna an einem Mobilheim. Dort hat wohl mal ein Kaplan aus Datteln gewohnt.

Wie gesagt hatten wir dann den Weg zu den Lippeschnellen gefunden und bewegten uns dort hin. Bis zur Lippe herunter waren es noch einmal knapp 500 Meter. Dort im Bereich der Stromschnellen stand früher ja die Lippeschleuse bei Haus Vogelsang.

Ehemalige Lippeschleuse Vogelsang

Ehemalige Lippeschleuse Vogelsang. Foto: RIK/ R. Budde
Ehemalige Lippeschleuse Vogelsang. Foto: RIK/ R. Budde

Die ehemals massive Lippeschleuse am Haus Vogelsang wurde 1826 gebaut. Ihr Bau war besonders notwendig wegen der Behinderung der Schifffahrt durch die in diesem Bereich ausgedehnte Mergelklippe. Zwar wurde am linken Lippeufer entlang eine Fahrrinne in die Felsbarriere getrieben, doch mussten Schiffe durch diese besonders schwierige Flusspassage bergaufwärts mit starken Pferden und zu Tal mit Hilfe von sogenannten Leitleuten bugsiert werden, die für die reibungslose Durchfahrt zu sorgen hatten und Havarien verhindern helfen sollten. Die Planung der Vogelsanger Schleuse war wegen der knappen staatlichen Geldmittel zunächst unterblieben, obwohl den preußischen Behörden ihre Bedeutung sehr wohl bewusst war.

Wegen der großen Probleme für die Schifffahrt wurde schließlich durch Kabinettsorder vom 28. August 1824 doch noch der Bau einer massiven Schleuse genehmigt. Durch die Anlage eines Wehres wurde zusammen mit der Schleuse eine Überstauung der Felsklippe erreicht, so dass für eine ausreichende Fahrtiefe gesorgt war.

Ehemalige Lippeschleuse Vogelsang
Ehemalige Lippeschleuse Vogelsang

Mit dem Niedergang der Lippeschifffahrt gegen Ende des 19. Jahrhunderts, verlor auch die Schleuse am Haus Vogelsang an Bedeutung. In den 1950er Jahren wurden die massiven Steinmauern der Schleuse und das Lippewehr gesprengt. Von der gesamten Anlage ist nur noch das unter Denkmalschutz stehende ehemalige Schleusenwärterhaus vorhanden, während die ehemalige Schleusenkammer nur noch auf der Südseite der Lippe zu erahnen ist.

Quelle: Metropole Ruhr

Oben sieht man nun die Bilder die ich auf dem Weg zur Lippe und dann dort im Bereich der ehemaligen Lippeschleuse gemacht habe. Das erste Bild zeigt die Bagger, die im Bereich der Lippeauen vor Haus Vogelsang, weiter daran arbeiten, die Lippe zu renaturieren. Es werden neue Abläufe dort geschaffen. Das zweite Bild zeigt dann schon die Lippe im Bereich der Lippeschnellen. In der Mitte eine kleine Insel, die beim letzten Hochwasser sicher überflutet war. Das dritte Bild zeigt im Vordergrund die Lippe und im Hintergrund das alte Schleusenwärterhaus. Im nächsten Bild sieht man die Urrinderherde am Haus Vogelsang. Dann drei Bilder von der „wilden“ Lippe mit der flachen Insel in der Mitte. Danach das Bild zeigt Natz, Friedel und unsere tierische Begleitung. Das vorletzte Bild zeigt eine weiße Gartenbank und dahinter eine Grillstelle. Das letzte Bild zeigt dann noch die Rampe am nächsten Lippebogen, die dort seid einigen Jahren steht. Ein Aussichtpunkt auf olfener Seite.

Wir hatten für den Tag unsere Ziele erreicht und machten uns auf den Rückweg, hin zu Friedels Auto. Von der Lippe aus ginge zunächst hoch zum Weg. Über den gingen wir wieder in Richtung Mobilheimpark. den ließen wir dann aber rechts liegen und erreichten nach 1,2 Km die Eversumer Straße. Die überquerten wir dann und gingen nach links in Richtung Ahsen. Auf dem Fuß- und Radweg der Eversumer Straße gingen wir bis zur Hullerner Straße. Links, auf der anderen Straßenseite liegt noch der Tier- und Freizeitpark Gut Eversum. Es fing etwas an zu regnen. Es war ja so vorhergesagt worden. Es waren aber nur einige Tropfen und so erreichten wir noch Friedel Auto, ohne den Schirm aufzuspannen

Die letzten vier Bilder vom Montag. Im ersten Bild sieht man Rotkäppchen und den Froschkönig am Wegesrand. Bild zwei zeigt schöne alte Wagenräder an einem Mobilheimzaun. Im Bild drei kann man das Gut Eversum erahnen. Natz und Friedel mit Maja auf dem Radweg.

Wir waren 8,8 Km gelaufen. Mir taten die Hüften weh, Natz die Knie. Friedel jammerte nicht. Aber auch er war froh in seinem Auto zu sitzen. Wir wollten noch ein Brötchen essen und Friedel fuhr uns nach Flaesheim. Dort gingen wir zum Bäcker Brinkert, der auch ein Cafe betreibt. Dort waren wir schon mehrmals. Dort gibt es die leckeren Flaesheimer, eine Brötchenart. Wir ließen uns je eins belegen, bestellten einen Kaffee dazu und ließen es uns schmecken. Maja durfte mit in den Gastraum, dass war uns wichtig, denn in Ahsen am Kiosk hätte sie wieder draußen bleiben müssen.

Männer es war wieder schön mit euch. Ein großer Teil unserer Strecke war Neuland für uns. Wieder neue Eindrücke erlebt.

Opaju