Fahrradtour 4 und 5 Juli nach Hattingen, zurück über den Kemnader See.

Vorgesehen waren 12 Personen, die mitfahren wollten. Am Ende waren wir noch 10 Personen die sich mit ihren Rädern in Bewegung setzten

Tini und Hannes, Horst und Angelika, Heike und Roger, dann die Mädels ohne männliche Begleitung Uschi und Marina, Maren und Jürgen. Kurt der Mann von Marina hatte  8 Wochen vor unserer Tour ein neues Knie bekommen, wollte es sich aber nicht nehmen lassen dabei zu sein. Fahrradfahren über so eine Strecke ging noch nicht. Kurt wollte mit dem Auto nach Hattingen fahren. Er bot sich an, unserer Gepäck, soweit möglich mit zunehmen. Am Freitag Abend brachten alle ihr Gepäck zum Kurt. Ulli, die auch mitfahren wollte war mit ihrem Mann noch im Urlaub und würde erst am 7.7. wieder da sein

Für mich begann die Planung am 03.01.2020. Da hatte uns Corona noch nicht erreicht, oder wir wussten es noch nicht, dass uns eine Pandemie bevorstand. Ich hatte schon mehrere Touren mit der Fahrradapp Komoot geplant. Das waren aber alles Tagestouren, die meine Montagstruppe gefahren ist. Friedel und Natz waren im Jahr 2019 mit ihren Frauen auch nach Hattingen gefahren. Die beiden gaben mir einige Tipps, wie und wo wir am besten fahren konnten.

Tini hatte derweil schon ein Hotel in Hattingen ausgesucht. Das Avangart Hotel. Das lag etwa 1 km nördlich der Altstadt von Hattingen. Für uns also die schöne Altstadt gut zu Fuß erreichbar. Ob das alles so funktioniert bei der Corona Pandemie?

Meine erste Planung sollte uns am Rhein-Herne-Kanal entlang bis zum Zoo in Gelsenkirchen bringen. Dort wollte ich über die Grimberger Sichel auf die Erzbahntrasse in Richtung Bochum fahren. Mein Gedanke war, mit 12 Leuten wollte ich so viele Kilometer wie möglich über Fahrradtrassen fahren. Stark befahrene Straße wollte ich meiden. Der Weg erschien mir dann aber etwas zu weit und ich plante noch einmal alles um. Der Hinweg sollte am Rhein-Herne-Kanal entlang bis auf Höhe des Schloss Bladenhorst. Dort wollte ich den Kanal überqueren und dann in Richtung Bochum-Gerthe fahren. Dort würden wir dann in Bochum auf den Springorumradweg fahren, der uns bis nach Bochum Dahlhausen bringen würde. Von dort sollte es über die Schwimmbrücke in Dahlhausen auf die andere Ruhrseite gehen.  Von dort aus sollte es an der Ruhr entlang bis nach Hattingen gehen.

Im Hotel Avangart wollten wir übernachten. Der Rückweg würde uns dann zunächst wieder ein Stück an der Ruhr entlangführen, ehe wir über die Kosterbrücke die Ruhr überqueren konnten und dann Hattingen verließen. Es ging dann in Richtung Kemnader See und dann wieder nach Hause. Wir hofften, dass uns das Wetter hold sei. Leider war dann das Wetter in der ersten Juli Woche sehr unbeständig und für den 4 und 5 Juli war auch Regen angesagt. Es sollte aber nur Schauer geben.

Hannes hatte eine WhatsApp Gruppe erstellt, über die wir unsere Infos den Mitfahrern mitteilten. Wir hatte uns entschlossen um 10 Uhr am Dattelner Hallenbad zu treffen. Wir erinnerten alle noch daran ihre Ladegeräte für die Fahrrad Akkus mitzunehmen. Ich hatte für beide Tage etwa 110 Km veranschlagt. Da würde man die Akkus aufladen müssen.

In dem Bild oben sieht man die 10 Radfahrer, die nach Hattingen fahren. Kurt, der mit dem Auto nachfahren würde, machte das erste Bild unserer Tour.

Von Links, Heike, Uschi, Hannes, Marina, Tini, die ihrem Bruder Horst mal eben die Hand vors Gesicht hält. Dann Roger, Maren, Geli und ganz rechts Jürgen, der Tourguide. Hannes nordete dann die Gruppe noch ein, in dem er sagte, der Tourguide fährt immer vorne weg.  Hannes war für das Zeitmanagement und die Pausen zuständig. Roger würde als letzter Mann fahren und die Gruppe zusammenhalten. Alle waren pünktlich und so konnte es losgehen. Wir verabschiedeten uns von Kurt der unsere Koffer schon in seinem Auto hatte. Er wollte so losfahren, dass er gegen 14 Uhr in Hattingen ist. Das würden wir nicht schaffen, das war aber auch nicht unser Anliegen. Wir wollten schon zügig fahren, aber auch nicht die schwächsten Radfahrer überfordern. Ausreichend Pausen wollten wir machen

Ich führte die Truppe an und fuhr vom Parkplatz am Hallenbad nach links auf die Wiesenstraße. Die überquerten wir und fuhren dann vorbei an der Realschule, die rechts an der Straße steht. Links ist der Sportpark Mitte in diesem Jahr eröffnet worden. Da war am frühen Morgen schon betrieb

Skaten, Basketball und Beachvolleyball spielen, Klettern, Schaukeln – all das geht jetzt in Datteln an einem Ort: Im Sportpark Mitte. Zwischen dem Comenius Gymnasium und der Realschule ist ein Park für alle entstanden. Neben Sport und Entspannung kann man es sich außerdem in der Alm Deluxe Hütte gut gehen lassen. 

Nach 150 Meter Fahrt auf der Wiesenstraße bogen wir nach rechts ab und überquerten nach 90 Meter den Mühlenbach, der zurzeit renaturiert wird. Links dann liegt der Kunstrasensportplatz, der auch zum Sportpark Mitte gehört. Nach etwa 220 Meter Fahrt entlang des neuen Sportplatzes bogen wir nach links ab. Vor uns lag unser „Stausee“, der gefüllt werden kann, wenn der Mühlenbach Hochwasser führt. Dann würden die Stautore zugemacht und das Staubecken würde sich füllen. Da durch ist die Stadt und die Beisenkampsiedlung vor Hochwasser geschützt. Das gestaute Wasser würde dann später nach und nach wieder in den Mühlenbach gegeben. Dort fuhren wir wir entlang des Dümmerbachs, der auch schon renaturiert ist und kurz vor dem Sperrtor in den Mühlenbach mündet. Nach weiteren 220 Meter erreichten wir dann den Hagemer Kirchweg. Den überquerten wir und fuhren dann in den kleinen Park, der zwischen Hagemer Kirchweg und Wagnerstraße liegt. Wir fuhren bis zur Kita Sternenhimmel und bogen dann nach links ab auf die Wagnerstraße. Nach weiteren 100 Meter bogen wir nach rechts auf die Wagnerstraße  ein und fuhren dann auf der Straße Theiheide weiter. Nach etwa 580 Meter bogen wir danach nach rechts auf die Straße Möllerskamp ab. Über die Jahnstraße und dann Am Dümmerbach ging es bis zur Zechenstraße. Dort bogen wir nach rechts ab. Nach 120 Meter ging es dann nach links auf die Tannenbergstraße. Die bracht uns nach 500 Meter an den Meckinghover Weg Auf den fuhren nach rechts. Wir überquerten die Böckenheckstraße nach 230 Meter und fuhren dann noch einmal 430 Meter den kleinen Anstieg am Meckinghover Weg hoch. Dort gibt es dann einen schmalen Verbindungsweg zum Neuer Weg. Der Pfarrer-Ecke-Weg. Wir erreichten die Fußgängerampel an dem Neuer Weg. Wir überquerten die Straße und fuhren dann an einem Spielplatz vorbei, auf dem vor einigen Jahren ein junges Mädchen tödlich verunglückt ist. Bevor man auf die Bahnhofstraße kommt liegt links eine kleine Gedenkstätte.

Oben das Bild zeigt wie bewölkt es am Samstagmorgen war. Das ist vom Meckinghover Weg in Richtung Oer-Erkenschwick fotografiert. Bei guter Sicht kann man bis zur Haard schauen.

Wir bogen nach rechts auf die Bahnhofstraße ab. Nach etwa 360 Meter erreichten wir die Klosterstraße. Dort steht links an der Straße das ehemalige Kloster Meckinghoven mit der Pfarrkirche Sankt Dominikus.

Kloster Meckinghoven und Pfarrkirche S. Dominikus

Wir fuhren am Kloster vorbei und erreichten die Dortmunder Straße. Die Straße überquerten wir und fuhren nach rechts weiter. Nach einem kleinen Bogen erreichten wir den Weg Im Finkenbrink. Der Weg zieht sich etwa 600 Meter durch ein Landwirtschaftliches Gebiet. Am Ende des Weges liegt rechts ein großer Hof. Wir erreichten die Beckumer Straße und fuhren auf ihr nach links in Richtung Becklem, einem Vorort von Castrop-Rauxel. Nach 740  Meter Fahrt erreichten wir die Bahnstrecke Hamm-Oberhausen-Osterfeld. Eine der meist befahrenen Güterverkehrsstrecken in NRW. Die überquerten wir und erreichten nach weiteren 680 Meter die Becklemer Straße. Auf die fuhren wir nach links. Die Gruppe war sehr diszipliniert und ließ den Guide vor wegfahren. Links und rechts der Straße war eine Bebauung mit Einfamilienhäusern und auch Mehrfamilienhäuser. Nach der Hälfte der Straße bogen wir nach links auf die Straße Auf der Flur ab. Nach 240 Meter auf der Straße machte diese einen Linksknick. Nun wurde es wieder sehr ländlich. Zwischen Wiesen und Höfen fuhren wir bis zur Horneburger Straße. Auf die bogen wir nach links ab und erreichten nach ca. 220 Meter die Suderwicher Straße. Auf dern Fahrradweg bogen wir nach rechts ab und fuhren bis zu der Fußgängerampel. Dort musste die ganze Horde warten, bis die Ampel auf Grün sprang und wir die Straße überqueren konnten. Wir fuhren nun auf dem Radweg der Wartburgstraße, der links an der Straße liegt. Wir unterquerten die A2 und fuhren auf die Kanalbrücke zu, die in knapp 500 Meter den Rhein-Herne-Kanal überspannt. Wir überquerten sie aber nicht, sondern wir fuhren nach 390 Meter von der Wartburgstraße nach links ab. Dort führte ein steiler Weg, der etwa 80 Meter lang war zum Leinpfad des Kanals herunter. Ich warnte meine Truppe dort langsam, mit angezogenen Bremsen herunterzufahren, denn der Weg verlief dann nach links weiter. Geradeaus ging es direkt in den Kanal. Das wollten wir nicht riskieren. Alle kamen gut um die 90° Kurve. Wir unterquerten die Wartburgbrücke und fuhren dann vorbei am Restaurant Riad, das dort steht zwischen Alter Fahrt des RHK und der Neuen Fahrt des RHK und ebenfalls liegen dort die Tennisplätze und das Vereinsheim des Rauxeler Rudervereins. Wir erreichten dann nach 440 Meter Fahrt auf dem Leinpfad den neuen Emscher Düker. Dort beginnt auch die sogenannte Emscher Insel. Dort war unser erster Stopp und die erste Trinkpause. Zack, zack hatten die Mädels eine Flasche Sekt aus ihren Satteltaschen gezaubert, Becher wurden verteilt und dann wurde sich auch schon zugeprostet.

Emscherinsel

Eine der schmalsten Stellen der Emscherinsel in Oberhausen, links Kanal, rechts Emscher, geradeaus der Gasometer

Als Emscherinsel wird ein 34 km langer Landschaftsstreifen zwischen Rhein-Herne-Kanal und Emscher bezeichnet. In Castrop-Rauxel unterquert die Emscher im Emscher-Durchlass den Kanal, hier befindet sich das östliche Ende der Insel (51° 35′ 41,4″ N, 7° 17′ 48,3″ O). Im Westen ändert die Emscher bei der Neuen Mitte in Oberhausen den Lauf in nordwestliche Richtung (51° 29′ 34,3″ N, 6° 50′ 55″ O). Die Insel liegt auch in den Städten Herne, Recklinghausen, Gelsenkirchen, Herten, Essen und Bottrop.

Die Emscherinsel ist mit Wohn- und Industriegebäuden, Sport- und Grünanlagen, Industriebrachen und Freiflächen bebaut. Ungefähr 7000 Menschen leben auf der nicht als solche gefühlten „Insel“, zumal durchschnittlich alle 400 Meter eine Brücke auf das Gelände führt.

Projekt Ruhr.2010

Aussichtsturm von Tadashi Kawamata im Rahmen der Emscherkunst.2010

Im Rahmen der Kulturhauptstadt Ruhr.2010 wurde die Emscherinsel zu einem der Leitprojekte ausgebaut. Dazu wurde ein durchgehender 70 km langer Inselweg geschaffen, der die bereits vorhandenen Rad- und Wanderwege Emscher-Weg und Emscher Park Radweg einbezieht. An einigen Stellen wurden Aussichtsplattformen errichtet und Skulpturen aufgestellt oder in örtliche Objekte integriert. So wurde in der aufgegebenen Berne-Kläranlage in Ebel ein Becken trockengelegt und in dem anderen ein Unterwassergarten eingerichtet.[1]

Träger des Projektes waren die Emschergenossenschaft, der Regionalverband Ruhr, das Wasser- und Schifffahrtsamt Duisburg-Meiderich, die beteiligten Kommunen sowie viele der angesiedelten Unternehmen. Beim Wohnungsbau beteiligte sich auch die Landesentwicklungsgesellschaft NRW.

Quelle: Wikipedia

Die drei Bilder zeigen links die Emscher kurz nach ihrem Düker Durchlass. Danach zweimal die Wartburgbrücke die wir unterquert hatten. Im dritten Bild sieht man im Hintergrund das neue umstrittene Dattelner Kraftwerk Block 4. Im rechten Bild sieht man unsere Gruppe und die Mädels suchen nach ihrem Sekt.

Die erste Strecke des Emscherradwegs ist zurzeit gesperrt. Es kann am RHK in Richtung Recklinghausen gefahren werden.  Die ersten Kilometer in Richtung Recklinghausen waren jahrelang gesperrt. Ich wollte bis zur zweiten Brücke am RHK fahren. Das waren 3,2 Km Strecke, die nicht so gut zu fahren sind. Der Leinpfad ist dort recht holprig. Auf der anderen Kanalseite kann man nicht fahren, da dort Industrieanlagen angesiedelt sind. Kurz vor dem Schiffsligehafen Victor stehen die Rüdgerswerke.

Rütgers Chemicals

Die Rütgers Chemicals (bis 2002 Rütgerswerke AG, seit 2009: Rütgers Germany GmbH) ist ein deutsches Chemieunternehmen mit Sitz in Castrop-Rauxel, das schwerpunktmäßig Teererzeugnisse produziert.

Geschichte

Das Unternehmen wurde 1849 von Julius Rütgers gegründet. Zu den ersten Produkten des Unternehmens gehörten mit Teeröl imprägnierte Bahnschwellen für die prosperierende Eisenbahnindustrie. Im Jahr 1897 wurde im damaligen Rauxel die Teerproduktenfabrik Rauxel-Westfalen gegründet. Die Fabrik profitierte von der geografischen Nähe zu den Steinkohlezechen Victor und Ickern.

Copyright: Arnold Paul     Rütgerswerk bei Nachtwerk

Quelle. Wikipedia

Hafen Victor

Der Werkshafen liegt auf dem Firmengelände der Rütgers-Werke und gehörte ursprünglich zur Zeche Hugo. Seit seiner Errichtung dient er dem Kohlenumschlag, der mittlerweile über zwei Portalkräne abgewickelt wird. Der Hafen liegt am Südufer des Rhein-Herne-Kanals und kann von der Straßenbrücke des Westrings oder vom Kanaluferweg auf der gegenüberliegenden Seite eingesehen werden. Nur wenige Radminuten vom Hafen entfernt befindet sich Schloss Bladenhorst

Der Werkshafen liegt auf dem Firmengelände der Rütgers-Werke und gehörte ursprünglich zur Zeche Hugo. Seit seiner Errichtung dient er dem Kohlenumschlag, der mittlerweile über zwei Portalkräne abgewickelt wird. Der Hafen liegt am Südufer des Rhein-Herne-Kanals und kann von der Straßenbrücke des Westrings oder vom Kanaluferweg auf der gegenüberliegenden Seite eingesehen werden. Nur wenige Radminuten vom Hafen entfernt befindet sich Schloss Bladenhorst

Portalkräne am Hafen Victor

Quelle: Kulturkanal Ruhr

Kurz vor der Westringbrücke konnten wir vom Leinpfad nach rechts verlassen und zur Brücke hochfahren. Dort ging es nach links auf den Westring. Wir fuhren 500 Meter herunter und erreichten das Schloss Bladenhorst. Wir bogen nach rechts ab und erreichten das Haupttor. Dort stiegen wir kurz von den Rädern und es wurden einige Bilder gemacht. Ich wollte dort eine Frühstückspause machen. Leider hatten einige Rennfahrerkollegen die gleiche Idee und hatten vor uns schon die Plätze belegt. Wir fragten im Scherz, ob sie nicht weitermüssten, das verneinten sie aber vehement. Wir mussten also weiter und uns einen anderen Platz für das Frühstück suchen. Ich hatte schon eine Idee, bis dort lagen aber noch einige Kilometer vor uns.  Den Hinweg hatte ich als Vortour schon 2 Wochen vorher mit meiner Montagstruppe gemacht.  Wir sind den gleichen Weg bis zum Springorum Radweg gefahren, den wir am heutigen Tag fahren würden. Deshalb stellte ich mir vor ich mir vor, an der Langen Straße an einer Bank die Rast zu machen. Wir fuhren weiter auf den Westring und hatten natürlich eine geschlossene Bahnschranke vor uns. Dort war Gleichmut angesagt, denn dort dauerte es immer sehr lange. Es ist die Hauptstrecke vom Bahnhof Castrop-Rauxel in Richtung Wanne-Eickel. Eine stark befahrene Strecke.

Schloss Bladenhorst

Schlossanlage von südwest

Schlossbrücke und Torhaus

Grabplatte von Philipp d. J. von Viermund († 1584), dem Vollender des Schlosses

Torhaus im April 2015, im Hintergrund der Südflügel.

Schloss Bladenhorst ist ein Wasserschloss im Stadtteil Bladenhorst der Stadt Castrop-Rauxel

Geschichte

Die Burg wird urkundlich erstmals 1266 erwähnt. Einst lebten dort die Ritter von Blarnhurst, zu Beginn des 14. Jahrhunderts dann die Familie von Düngelen. 1338 stellte Rötger von Düngelen dem Grafen von Kleve seinen Besitz als Offenburg zur Benutzung im Kriegsfall zur Verfügung. Durch Heirat gelangte die Burg 1496 an Philipp von Viermundt († 1528), 1624 bis 1881 an die Freiherren von Romberg, die sie ererbt hatten. Danach waren die Freiherren Weichs zur Wenne und die Klöckner-Werke für die Geschicke des Schlosses verantwortlich.

Die Anlage bestand ursprünglich aus vier Flügeln. Das als Wehrbau angelegte Torhaus ist der älteste Teil der Anlage, die Kapelle ging auf das Jahr 1332 zurück (Abbruch 1941). Das Schloss im Stile der Spätrenaissance stammt aus den Jahren des Umbaus von 1530 bis 1584 und ist bewohnt. Da das Schloss in Privatbesitz ist, gibt es keine Führungen oder Besichtigungen.

Am 16. Februar 2006 wurde die Sparkasse Vest Eigentümerin des Schlosses. Nachdem sie dieses vier Jahre zwangsverwaltet hatte, erwarb sie es im Zuge einer Versteigerung. Ein Teil des Nordflügels besteht seit dem Jahr 2001 aus selbstgenutzten Eigentumswohnungen, der übrige Teil des Schlosses ist im Januar 2007 in den Besitz einer Privatperson aus Dortmund übergegangen.

2010 wurde der letzte Teil des Gräftenhauses bezugsfähig. Ein Jahr später konnte das alte Torhaus wieder als Wohnung genutzt werden. Das Schlossgelände ist Bestandteil des Landschaftsparks Bladenhorst und im Stil eines englischen Landschaftsgartens angelegt.

In unregelmäßigen Abständen finden im Rittersaal oder im Schlossinnenhof Lesungen, Konzerte, Vorträge, Dinnerveranstaltungen, Wein- und Sommerfeste statt. Regelmäßig öffnet sich das Schloss für Besucher am jährlichen Tag des offenen Denkmals im September. Häufig sind auch Oldtimer anlässlich diverser Rundfahrten zu Gast. Seit 2015 finden im Rittersaal standesamtliche Trauungen der Stadt Castrop-Rauxel statt.

Lage

Schloss Bladenhorst liegt in der Bruchlandschaft des Emscherlandes zwischen den Gewässerläufen der Emscher, des Deininghauser Bachs und des Salzbachs. Die natürlichen Gegebenheiten dieser Landschaft ermöglichte die Anlage der Schlossgräfte. Ende des 19. Jahrhunderts wurde in unmittelbarer Nähe des Schlosses ein Zweigkanal des Dortmund-Ems-Kanals vom Schiffshebewerk Henrichenburg bis Herne gebaut. Als Rhein-Herne-Kanal wurde er der durchgehende Schifffahrtsweg im Emschertal. Der feuchte Charakter des Niederungswaldes ist in der Umgebung des Schlosses und im Bereich der Dickenheide und des Castroper Holzes noch gut erkennbar. Zahlreiche Gräben entwässern das Gebiet.

Quelle: Wikipedia

Im ersten Bild sieht man Maren, Marina und Hannes vor dem Torhaus des Schloss Bladenhorst. Das mittlere Bild zeigt Horst ebenfalls vor dem Torhaus. Das rechte Bild ist an der Bahnschranke am Bahnübergang auf dem Westring, kurz hinter Schloss Bladenhorst.

Nach einer gefühlten Ewigkeit ging die Schranke hoch und es ging weiter. Wir fuhren vom Westring gleich nach rechts herunter, und benutzten einen Nebenweg, der uns bis an die Holthauser Straße brachte. Auf die bogen wir nach rechts ein und folgten ihr. Es ging durch ein kleines Waldgebiet, das sogenannte Castroper Holz. Am Ende der Bewaldung steht rechts an der Straße die Reitsportanlage Bladenhorst. An der fuhren wir vorbei und erreichten dann die Brücke über die A2. Die überquerten wir und fuhren dann etwa 600 Meter bis zum Ende der Holthauser Straße. Dort fuhren wir auf die etwas nach links verlaufende Straße. Auf der Bruchstraße fuhren wir zunächst bis zur Castroper Straße und überquerten diese. Nach weiteren 740 Meter Fahrt erreichten wir die Mont-Cenis-Straße. Die führte uns nach Herne Holthausen hinein. Nach 160 Metern bogen wir danach rechts auf die Lange Straße ein. Die führte uns durch das Dorf Holthausen und dann nach rechts ins Gerther Allgäu. Eine Landschaft mit Wiesen und Weiden, auf den Pferde standen. Eine wellige Landschaft. Für die Groppe begann ein Aufstieg, der es schon in sich hatte. Von der Mont-Cenis-Straße bis zur Holthauser Straße waren für uns 39 Höhenmeter auf 1005 Meter zu überwinden. Ich warnte die Gruppe vor, damit sie ihre Motoren hochstellten und ihren Gangschaltung nach unten. So war dieser Anstieg gut mit unseren E-Bikes zu schaffen. Nach etwa der Hälfte des Anstiegs fanden wir eine Bank an einer Pferdewiese. Die erschien uns für unser Frühstückspause gut geeichnet. Wir hielten wir an und öffneten unsere Satteltaschen. Die Mädels hatten sich abgesprochen wer was zum Frühstück mitbringt. So zauberten sie Von Brötchen, Käse, Frikadellen, kleine Putenschnitzel, Gurken und ein Ringel Fleischwurst, sowie harte Mettwurst. Dazu wurde Bier und Sekt getrunken. Es war alles lecker und so stärkten wir uns für die kommende Streck

Oben sieht man die Bilder von unserer Frühstückspause. Die neugierigen Pferde gesellten sich zu uns.

Nach einer halben Stunde wurde wieder alles eingepackt und es ging weiter. Bis auf 118 Meter über NN war es noch ein Stück. Dann war es aber geschafft. Wir bogen nach links ab. Wir hatten bis dort etwa 20 Kilometer zurückgelegt. Es lagen also noch gut 30 Kilometer Fahrt vor uns. Es ging nach dem Abbiegen weiter auf der Oestrichstraße. Auf der fuhren wir etwa 700 Meter bis wir wieder auf die Holthauser Straße kamen. Rechts von der Straße hatten wir noch einmal einen herrlichen Blick auf die Pferdewiesen, die auf einem Hang lagen. Das Gerthener Allgäu war nun zu Ende und wir näherten uns Bochum Gerthe. Nach weiteren 600 Meter bogen wir dann wieder nach links ab. Wir fuhren nun auf der Straße Am Geraden Weg. Dem folgten wir bis zum Castroper Hellweg. Den überquerten wir und fuhren dann geradeaus weiter auf der Schürbankstraße. Die brachte uns nach 450 Meter Fahrt an die Lothringer Straße. Dort fuhren wir nach links und dann gleich wieder nach rechts auf die Kirchharpener Straße. Rechts von der der Straße lag eine kleine Halde, die eine Landmarke beherbergte. Die drei Großen Herren.

https://www.ernstkaebisch.de/berichte/2013/oktober/lothringen/12.jpg

Die 3 Skulpturen sollen an die Schornsteine der Zeche erinnern.

Am Ende der Straße fuhren wir in einen Kreisverkehr und fuhren gleich die erste Straße, die Amtmann-Ibing-Straße wieder heraus. Wir mussten dann die Straße überqueren und dann nach links auf die Lothringentrasse einzubiegen.

Die Lothringentrasse im nördlichen Bochum

Die Lothringentrasse gehört sicherlich nicht zu den bekanntesten Bahntrassen im Ruhrgebiet. Auf knappen 5,5 Kilometern Länge verbindet sie das Gelände der ehemaligen Zeche Lothringen mit dem Bochumer Stadtzentrum. Der nördliche Teil wurde frisch ausgebaut und verfügt über eine perfekte Asphaltdecke für Radfahrer.

Große Herren auf hohen Landmarken

Wichtige Sehenswürdigkeiten liegen nicht direkt an der Lothringentrasse. Die Kunstinstallation „Die drei großen Herren“ auf dem Haldenplateau der Halde Lothringen am nord-östlichen Ende der Bahntrasse ist hier als Landmarke zu nennen.

Ich war mit meiner Montagsgruppe im letzten Jahr zuletzt dort. Da war die Trasse gesperrt, weil sie mit Asphalt belegt wurde. Am Samstag rollten wir nun über eine tolle Strecke. Die ersten 800 Meter ging es durch die Wohngebiete von Gerthe. Rechts lag der Sportplatz am Ehrenmal. Auf dem Kunstrasenplatz trägt die SpVgg Gerthe ihre Meisterschaftsspiele. Etwas weiter von der Trasse nach Westen liegt der Kleingartenverein Friedlicher Nachbar Gerthe. Die Trasse macht dann eine Rechtskurve und verläuft dann 840 Meter am Gewerbepark Gerthe Süd vorbei. Am Ende des Gewerbeparks muss man 90 Grad nach rechts fahren. Er geht an einer Mauer vorbei, herunter zum Castroper Hellweg. Den mussten wir überqueren und dann nach links fahren. Nach 140 Meter ging es dann nach links. Wir fuhren 730 Meter nach Westen bis zum ehemaligen Gelände der Kokerei der Zeche Lothringen. Der Weg endete in einem kleinen Wendehammer. Von dem ging es nach links auf die folgende Straße. Die brachte uns zum Kreisverkehr an der Dietrich-Benking-Str. In den fuhren wir hinein und dann gleich wieder heraus um in die Straße In der Grumme nach links zu fahren. Der Weg führte uns bis zum Heizkraftwerk Hiltrop, das rechts am Weg lag. Dort bogen wir nach links ab. Uns begleiteten nun dicke Fernheizungsrohre auf diesem Teil der Lothringentrasse. Die führten Fernwärme für den Stadtteil Grumme nach Süden

Das Bild zeigt die Trasse mit den Fernheizungsrohren.

Wir fuhren die letzten 2300 Meter der Lothringentrasse bis zur Harpener Straße. Die Harpener Straße führte uns zu einem Kreisverkehr. In den fuhren wir. Die zweite Ausfahrt war die Buselostraße. Auf die fuhren wir und kamen dann auf die neue Brücke, die die Bahnlinien der Bahnstrecken Witten/Dortmund–Oberhausen/Duisburg (Bochum-Kornharpen) überspannt. Wir überquerten die Brücke und fuhren dann gleich scharf rechts auf einen Weg, der parallel zu den Bahnlinien verlief. Nach etwa 300 Meter Fahrt war dort ein kleiner Spielplatz, auf dem eine Kinderseilbahn stand. Unsere Ulla war so gallig darauf, sich einmal dort daraufzusetzen, dass die ganze Truppe anhalten musste. Uschi schob den Sitz, der oben auf einem Seil mit Rolle angebracht war, von der niedrigen Seite zur höchsten Stelle. Schwang sich dann elegant auf den Sitz, lief eine Paar Meter und rauschte dann nach unten.

Oben auf den Bildern sieht man Uschi auf der Seilbahn. Elegant nimmt sie Beine hoch und gleitet nach unten. Geli kann gar nicht hinschauen. Ein gelungener Stand!

Es hatte wieder etwas zu regnen begonnen und alle hatten ihre Jacken über gezogen. Das hielt uns aber nicht auf weiterzufahren. Etwa 270 Meter weiter lag der Eingang zu einem Kleingartenverein. Dort steht ein Schild, Radfahrer bitte absteigen. Als ich die Vortour mit Natz und Friedel gemacht hatte, waren wir einfach weitergefahren. Das wollte ich aber am Samstag nicht riskieren, da es am Wochenende dort schon mehr Kleingärtner geben sollte. So entschied ich, wir fahren vorher nach links auf den Kordbecksweg heraus. Der führte uns parallel zu dem Weg in den Kleingartenverein bis zur Bonhoefferstraße. Dort fuhren wir gleich nach rechts und sofort wieder nach links auf die Goerdstraße. Von der fuhren wir dann nach rechts auf den Springorum Radweg. Der sollte uns nun die 10 Km bis nach Dahlhausen herunterbringen. Wir fuhren nach links.

Springorum Radweg

Mit einer weiteren Nord-Süd-Verbindung, dem Springorum Radweg, errichtet Nordrhein-Westfalen einen weiteren Meilenstein für den deutschen Radverkehr. Die Ergänzung des Radwegnetzes der Metropole Ruhr bringt neuen Wind in die gewohnten interurbanen Routen und ermöglicht vorher nicht dagewesene Optionen für Trips und Reisen im Ruhrgebiet.

Springorum Radweg [ruhr-guide] Trotz des dichten Städtenetzwerks bietet das Ruhrgebiet eine bezaubernde Landschaft, die bei langen Zugfahrten im Schnelldurchgang bestaunt werden kann. Wer Natur lieber erlebt, als sie durch eine Glasscheibe in der Ferne zu beobachten, kann dies neuerdings auch direkt von der Bochumer Innenstadt aus tun. Der frisch eingeweihte Springorum Radweg verbindet Bochum direkt mit dem Ruhrtal durch eine brandneue Trasse von zehn Kilometern Länge. Am 20. Oktober 2017 wurde mit einer feierlichen Zeremonie, an der RVR-Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel und Bochums Oberbürgermeister Thomas Eiskirch teilnahmen, der neue Radweg eingeweiht, der in Zukunft für viele eine beliebte Strecke für Ausflüge und Naturtrips sein soll.

Alle Lücken geschlossen

Mit der Springorum-Trasse wird nun der Radverkehr um eine wichtige Verbindung ergänzt, die schon lange von Ruhrtal-Liebhabern vermisst wurde. Am 7. Juni 2019 wurde der vierte und damit letzte Bauabschnitt beendet, der bisher geschotterte Neveltalweg ist nun nicht nur asphaltiert, sondern auch zusätzlich gut beleuchtet. Auch RVR-Beigeordnete Nina Frense begrüßt den Fortschritt: „Mit der Springorum-Trasse wächst das Regionale Radwegenetz weiter. Es sind diese direkten Verbindungen über ehemalige Bahntrassen, die das Radfahren so einzigartig machen. Mit dem Ausbau solcher grünen Infrastrukturen setzt sich der Regionalverband Ruhr für eine sozial gerechte und klimaneutrale Mobilität in der Region ein.“

Quelle: Ruhr-Guide

Ich hatte mir den Springorum Radweg in Google Earth angeschaut und nach einer Möglichkeit gesucht, wo wir mal ein Bier trinken konnten. Das sollte aber nicht weit vom Rad entfernt sein, am besten direkt neben dem Radweg, mit einer Abfahrt. Ich fand diese Stelle nach 7 Km Fahrt auf dem Springorum Radweg gab es eine Abfahrt und eine Gaststätte. Das konnte ich sehen, da es dort ein Bild in Google Earth gab. Ach ja, die Gaststätte hieß zum Wunderbau und lag 20 Meter vom Radweg entfernt. Dort gab es auch einen kleinen Biergarten, der für uns wie geschaffen war. Vorher wollte ich eigentlich den Schlosspark Weitmar besuchen, der etwa 1400 Meter vorher am Springorum Radweg liegt. Das war also das Programm für den Springorum Radweg. Bis dort hatten wir aber noch 5 Km Fahrt vor uns. Es ging von der Einstiegsstelle aus nach Südwesten. Quer durch Bochum, zuerst durch Altenbochum, danach durch Wiemelhausen und danach durch Bochum Weitmar und Bochum Südwest. Bei einem kurzen Stopp sah ich das Exzenterhaus in Bochum und fotografierte es.

Das erste Bild links ist von mir. Bild in der Mitte ist von Mettwurst 49. Das letzte Bild ist von 2007 von Simplicius.

Exzenterhaus

Das Exzenterhaus (von lat. ex centro: aus der Mitte) ist ein Bürohochhaus auf der Universitätsstraße in Bochum. Es überbaut einen ehemals denkmalgeschützten siebengeschossigen Luftschutzbunker aus dem Jahre 1942. Das von der Logos Gruppe initiierte und von dem Berliner Architekten Gerhard Spangenberg entworfene Gebäude stellt mit seiner Höhe von über 89 m eine weithin sichtbare Landmarke dar. Es ist im Jahre der Fertigstellung 2013 das höchste Bürogebäude der Region Mittleres Ruhrgebiet.

Architektur

Auf den 22 m hohen, auf einer Verkehrmittelinsel liegenden Bunker als Fundament wurde ein 15-stöckiger Gebäudekörper aufgesetzt. Jeweils fünf übereinander liegende Geschosse sind zusammengefasst, so dass drei Abschnitte entstehen, die in ihrer ovalen Grundrissform gegeneinander verdreht sind und in unterschiedliche Richtungen zeigen. Der untere Abschnitt zeigt in Richtung des nahen Grüns, der mittlere zur Ruhr-Universität und der obere zu den Hochhäusern der Innenstadt. Jeder der drei fünfgeschossigen Abschnitte hat dieselbe Höhe wie der überbaute Luftschutzbunker.

Luftschutzbunker

Der im Rohbau 1942 fertiggestellte Rundbunker aus Stahlbeton (Architekt Friedrich Kirchmeier) war ausgelegt für 520 Liege- und 52 Sitzplätze, wobei er bei Luftangriffen auf Bochum mit mehr als 3000 Personen besetzt war. Es handelte sich um Bochums einzigen Rundbunker. Mit der Auflösung der Fachämter für Zivilschutz ging die Verfügung über den denkmalgeschützten Hochbunker Universitätsstraße auf die Stadt Bochum über. Nach verschiedenen Zwischennutzungen stand der Bunker ohne Perspektive für nachhaltige Folgenutzungen leer.[1]

Hochhaus

In einem Investorenwettbewerb wurden 1999 durch die Stadt Bochum verschiedene architektonische und Nutzungsvarianten geprüft. Nachdem die von der Verwaltung anfänglich präferierte Nutzungsvision der Architektin Anja Schnitzler[2], die in Kooperationsgesprächen mit der Hopf Gruppe (Hotel im Wasserturm, Köln) und Christian Stratmann, dem Betreiber des Mondpalasts in Herne-Wanne, für dieses Projekt stand, gescheitert war, wurde im Jahre 2004 die Logos Gruppe erneut in die Entwicklung der Zukunftsvision für diesen Standort einbezogen. Bereits 1999 war von ihr die Vision eines Hochhauses als überbauter Hochbunker entwickelt und vorgestellt worden. Während die damalige Konzeption nur 5 transparente Geschosse auf dem als Sockel dienenden Hochbunker vorsah, wurde im Jahre 2004 von der Logos Gruppe nunmehr ein Hybridkörper mit 15 Geschossen geplant. Mit Gerhard Spangenberg, Berlin (Treptowers) konnte ein renommierter Architekt für die eigens gegründete „Arbeitsgemeinschaft Bunker Universitätsstraße“ gewonnen werden. Die Realisierung des Bauvorhabens erfolgte in den Jahren 2008 bis 2013 durch die Exzenterhaus Bochum GmbH & Co KG.

Bereits früh nach Bekanntwerden der Bebauungspläne bildete sich eine „Bürgerinitiative Rundbunker“[3], die zum Ziel hatte, das Bauvorhaben zu verhindern. Die ab dem Jahre 2008 von ihr eingereichten Klagen waren in mehreren Instanzen erfolglos.

Quelle: Wikipedia

Kurz bevor wir die Abfahrt zum Schlosspark Weitmar erreichten, fing es wieder leicht an zu Regnen. Wir hielten kurz an und die Mehrheit entschied, wir fahren dort nicht hin, weil es dort eventuell nur einen Kaffee gab. Die Bande hatte schon wieder Durst auf ein kaltes Getränk. So entschieden wir uns die etwa 1400 Meter weiter zur Gaststätte Zum Wunderbau zu fahren. Ich hatte am Freitag vor unserer Tour dort angerufen und gefragt, ob am Samstag gegen 12 Uhr schon geöffnet sei. Das beantwortete die nette Frauenstimme mit ja. Es wäre an dem Samstag aber auch eine Beerdigungsgesellschaft in der Gaststätte. Ich sagte ihr wir wollten nur im Biergarten etwas trinken. Wir erreichten die Abfahrt und fuhren zur Gaststätte. Es hatte wieder aufgehört zu regnen und so setzten wir uns in den Biergarten. Alle bestellten sich ein kühles Getränk. Tini fragte die Bedienung ob wir eine Wurst aufschneiden könnten, aus unserem eigenen Bestand. Das durften wir. So machten wir eine schöne Pause und es wurden schnell ein paar Getränke mehr. Wir fragten, wie weit es noch nach Dahlhausen sei. Die Bedienung meinte etwa 1000 Meter. Das glaubte ich nicht. es waren noch 2,4 Km bis zum Kreisverkehr in Dahlhausen.

Oben sieht man die Bilder aus dem Biergarten Im Wunderbau. Das zweite Bild von links zeigt uns an einem Stehtisch, den wir kurzfristig aufsuchten, weil der Regen wieder einsetzte und das Dach des Eingangs Schutz bot.

Oben das Bild zeigt die Gaststätte mit dem kleinen Biergarten. Copyright beim Inhaber Hermann Gremmel

Wie man auf dem großen Bild sieht, stehen dort einigen Fahrradständer. Ich glaube dort kehren viele Radfahrer ein, die auf dem Springorum Radweg unterwegs sind. Wir beendete die Pause und stiegen wieder auf unsere Räder und fuhren dann in Richtung Dahlhausen weiter. Es ging nun bergab in Richtung Ruhrtal.

Am Weg nach Dahlhausen steht ein buntes Haus. Das rechte Bild zeigt den Springorum Radweg kurz vor Dahlhausen.

Wir erreichten nach 2,4 Km Fahrt das Ende oder auch den Anfang des Springorum Radwegs. Je nachdem. Für uns war es das Ende. Dort gibt es einen Kreisverkehr, in den wir fuhren in den hinein und dann aus der zweiten Ausfahrt, der Kassenberger Straße wieder heraus. Nach 90 Meter bogen wir dann nach rechts ab auf die Lewackerstraße. Die brachte uns 620 Meter weiter bis zur Schwimmbrücke von Dahlhausen. Die sollte uns über die Ruhr bringen. Zunächst stoppte uns dort eine Ampel, die auf Rot stand. Als es dann grün wurde bogen wir nach rechts auf die Brücke ein und überquerten diese.

Oben sieht man die Schwimmbrücke von Dahlhausen, über die wir die Ruhr überquert haben.

Copyright bei Daniil Bartholomae

Nach der Überquerung fuhren wir gleich nach links auf den Radweg, der entlang der Ruhr verlief. Dem folgten wir dann und es eröffnete uns eine herrliche Natur. Links floss die Ruhr nahe an uns vorbei. Auf der anderen Uferseite befanden sich die Ruhrauen. Rechts von uns im Hinterland der Ruhr lag zunächst das Städtchen Niederwenigern.

Im ersten Bild links sieht man die Lewackerstraße die uns zur Schwimmbrücke brachte. Im zweiten Bild überfahren wir gerade die Schwimmbrücke und haben einen schönen Blick auf die Ruhr mit der Schleuse Dahlhausen.

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/e/ec/Bochum_Dahlhausen_-_Schleuse_04_ies.jpg

Ruhrschleuse Dahlhausen. Copyright bei Frank Vintcentz

Schleuse Dahlhausen

Die Schleuse Dahlhausen ist eine von 16 Schleusen, die auf Anordnung von König Friedrich II. für die Ruhrschifffahrt gebaut wurden. Sie liegt am Südufer der Ruhr in der Gemarkung Dumberg der Stadt Hattingen. Der Bochumer Stadtteil Dahlhausen befindet sich am gegenüberliegenden Ufer.

Geschichte

Von 1774 bis 1775 ließ der Königliche Kammerherr Clemens August Freiherr von Elverfeldt die Schleuse aus Holz errichten. 1817 wurde sie erneut aus Holz gebaut. Im Jahre 1844 folgten die aus Sandsteinquadern gemauerten Schleusenwände. Die Tore sind genietete Eisenbleche. Die Schleuse wurde per Hand bedient.

1988 wurde die Schleusenkammer und das Schleusenhaus in die Baudenkmalliste von Hattingen eingetragen. Das Staatliche Umweltamt Duisburg ließ die Schleusentore reparieren und benutzt nun die Schleuse für seine Servicefahrzeuge. An der Schleuse befindet sich ein Biergarten. Ein anderes technisches Denkmal liegt unweit entfernt, die auf Pontons liegende Schwimmbrücke Dahlhausen.

2013 nahm der Regionalverband Ruhr Schleuse und Schwimmbrücke in die Route der Industriekultur auf.

Quelle:Wikipedia

Die anderen Bilder oben zeigen Eindrücke von der Ruhr am Samstagmittag. Uns viel dann auf, dass am Samstag viele Flöße unterwegs waren, auf denen nur Männer waren. Wo waren die Mädels dazu? Wir glauben, es waren Junggesellenabschiede. Nach Niederwingern erreichten wir auf der anderen Seite der Ruhr, in der Ruhrschleife liegend das Dörfchen Winz. Danach erreichten wir rechts der Ruhr das Städtchen Niederbonsfeld.

Die nächsten 8 Bilder zeigen uns die Schönheit des Ruhrtal und wieder Flöße mit Männern.

Kurz bevor die Ruhr ihre Schleife machte, kam Hannes und Horst ein kleiner Weg bekannt vor, der nach rechts durch eine Wiese verlief. Da waren wir damals, hinter den Büschen steht eine Kneipe. Als die Gruppe Kneipe hörte waren alle sofort ganz Ohr. Wir versuchten über das schmale Pädchen zu fahren, mussten aber dann doch absteigen, weil meine Maren es nicht schaffte auf dem Rad zu bleiben. Also schoben wir unsere Räder den Rest des Weges. Wir kamen an eine Straße, die wir überquerten und erreichten dann einen Parkplatz im Bereich der Campinggesellschaft am Entenfangsee. Etwas weiter lag dann die Gaststätte tum Bur vor uns. Wir stellten unser Räder ab und gingen in den Biergarten der Gaststätte. Wir stellten zwei Tische zusammen und bestellten gekühlte Getränke. Ich bekam eine Tasse Kaffee, denn es war Kaffeetime. Über uns auf dem Isenberg in 144 Meter Höhe thronte die Ruine der Isenburg.

Die Isenburg in Hattingen, in alten Urkunden Burg Isenberg genannt, wurde für Arnold von Altena (1173–1209) auf dem Isenberg westlich der Stadt in den Jahren 1193 bis 1199 errichtet. 1225 zerstört, ist die Spornburg heute als Ruine auf einem steilen Felssporn oberhalb der Hattinger Ruhrschleife erhalten. Innerhalb der Ruinen steht das Landhaus Custodis aus dem 19. Jahrhundert.

Blick von der Ruhr auf die Ruine und dem Haus Custodis  Copyright bei FrankVincentz 

Die Bilder oben zeigen uns im Biergarten der Gaststätte tum Bur. Die drei Enten tummelten sich an einem kleinen Weiher direkt gegenüber des Biergartens. Als alle ausgetrunken hatten und ihre Notdurft verrichtet hatten bezahlten wir die Zeche und machten uns wieder auf den Weg zur Ruhr. Die erreichten wir und fuhren weiter nach rechts auf die Hattinger Ruhrschleife zu. Kurz vor der Schleife fuhren wir kurz von dem Radweg an der Ruhr ab, weil der Radweg direkt an der Ruhr ein Stück mit Basaltstein belegt war. Das waren aber nur 150 Meter, dann ging es wieder herunter auf den Radweg an der Ruhr. Wir durchfuhren die Ruhrschleife und dann in Richtung Hattingen.

Oben die Bilder zeigen dann den Weg zur Hattinger Ruhrschleife und dann in Richtung Hattingen. Dort gibt es eine alte Zugbrücke. Unter die mussten wir noch herfahren und dann nach rechts auf einen Leinpfad fahren, der uns an die Bochumer Straße brachte. Von der fuhren wir auf den Ruhrdeich nach rechts, unterquerten die die Brücke, die die Eisenbahnschienen überspannte. Wir überquerten die Bochumer Straße und erreichten nach einem Bogen die Brücke, die wir vorher unterquert hatten. Wir überquerten dann die Straße über eine Ampelanlage. Wir fuhren dann etwa 200 Meter nach Osten bis zur Bahnhofstraße. In die bogen wir nach links ein. Wir fuhren bis zum alten Kreishaus und dann nach links in die Wülfingstraße hinein.  Wir überquerten die August-Bebel-Straße und waren dann auf der . Von der bogen wir dann nach links in die Victoriastraße ein. Nach einer Links-rechts Kurve fuhren wir dann am Hattinger Rathaus vorbei. Das war von meiner Seite nicht großartig zu fotografieren. Alles ziemlich zugewachsen.

Oben das kleine Bild ist von mir. Da verdeckt ein Baum fast das Rathaus. Das große Bild ist im Herbst oder Winter gemacht worden, da keine Blätter an den Bäumen sind.

Copyright bei Gerhard Rieß

Vom Rathaus ging es nach rechts auf die Roonstraße. Dann ging es nach links auf die Heggerstraße. Die Straße sah aus, als liege sie in klein Istanbul. Kleine türkische Jungs machten uns an. Die Fahrräder wollten sie haben. Ein Geschäft für Shisha-Bedarf verstärkte den Eindruck, dass dort alles in Türkischer Hand sei. Wir fuhren schnell da durch und erreichten dann die Welperstraße. Wir fuhren die 510 Meter bis zum Avangart Hotel herunter. Wir hatten 52,5 Km zurückgelegt. Wir wurden vom Empfang begrüßt und konnten erst einmal unser Gepäck in die Hotelhalle bringen, was wir auch taten. Dann musste wir unsere Räder ein Stück um das Hotel herum zu einer Tiefgarage fahren und dort abstellen. Dann trafen wir uns zu einem Begrüßungstrunk vor dem Hotel in einer überdachten Lounge. Dort sollte dann auch etwas später für uns gegrillt werden. Wir verabredeten uns für 18:30 und die Gruppe nahm ihre Zimmer in Beschlag.

Das kleine Bild zeigt das Schild mit der Schrift Lounge Restaurant Adams. Das zweite kleine Bild zeigt den Hoteleingang. Das große Bild zeigt die Lounge, in der wir am Abend gegessen haben. Es gab gegrilltes und Salate. Alles sehr gut für einen kleinen Preis. 16 € pro Gast. Wir bezahlten für ein Doppelzimmer mit Frühstück 98 €.  Die Zimmer waren sauber und nett eingerichtet. Es gab nichts zu meckern. Das Frühstück war reichhaltig in Buffetform. Nach dem Abendessen sind wir dann noch in die Altstadt gegangen und haben bei einem Griechen noch etwas getrunken. nach einer kurzen Nacht haben wir uns um 9:15 zum Frühstück getroffen. Gut gestärkt packten wir unser Gebäck wieder auf die Räder. Kurt bekam wieder die Koffer in sein Auto. Dann konnten wir unsere Heimreise beginnen.

Vom Avangart Hotel ging es erst einmal bergauf. 530 Meter von 89 Meter über NN bis auf 108 Meter NN. 19 Höhenmeter waren schon am Anfang zu überwinden. Dann ging es wieder ein Stück durch die  Heggerstraße. Danach bogen wir nach rechts ab auf die Moltkestraße. Klein Istanbul um fuhren wir. Über den Rathausplatz erreichten wir wieder das Rathaus von Hattingen. Danach ging es nach recht, links und dann wieder rechts auf die Augustastraße. Über die kamen wir zur August-Bebel-Straße. Dort bin ich dann einmal falsch gefahren. die Straße zu überqueren und auf die Wülfingstraße zu fahren, habe ich falsch geschaut und bin nach links auf den Radweg der August-Bebel-Straße gefahren. Auf der fuhren wir 340 Meter nach Süden und konnten dann nach rechts auf die Martin-Luther-Straße abbiegen. Die führte uns dann dort hin, wo uns die eigentliche Strecke uns auch hingeführt hätte. Nach 1,5 Km erreichten wir dann die Stelle,wo wir von der Hauptstraße nach rechts in einem Kreisel nach unten fahren mussten, um wieder auf die Straße Ruhrdeich zu kommen. Von oben hatten wir noch einen Blick auf die Birschelmühle.

Birschel-Mühle

Die Birschel-Mühle war eine Getreidemühle an der Ruhr in Hattingen. Sie wurde 1880 von der Familie Birschel auf dem Gelände von Haus Kliff angelegt.[1] Heute befinden sich darin eine Service-Wohnanlage und ein Restaurant.

Das zugehörige Wasserkraftwerk wurde in den letzten Jahren reaktiviert. Die an Ort und Stelle vorhandene Wasserturbine ist im Rahmen der Renovierungsarbeiten erneuert worden und speist Ökostrom in das Stromnetz ein.

Die Hattinger Ruhrschleuse neben der Mühle wurde 1774 erbaut, in den Jahren 1819/20 umgebaut und ist heute noch betriebsbereit, wenn die Ruhr kein Niedrigwasser führt. 1989 wurden die hölzernen Tore erneuert.

Quelle: Wikipedia

Das Bild zeigt die ehemalige Birscher Mühle. Im rechten Bild geht es in Richtung Norden auf den Radweg an der Ruhr.

Hinter dem Hattinger Ruderverein bogen wir nach links in einen Weg ab, der uns dann an die Ruhr brachte. Wir folgten dem Asphaltierten Radweg. Links von uns lag die Henrichshütte.

Henrichshütte

Die Henrichshütte ist ein ehemaliges Hüttenwerk in Hattingen (Deutschland) und wird heute als Museum betrieben. In ihrer Nähe liegt der Henrichsteich.

Gegründet wurde die Henrichshütte 1854. Ihren Namen erhielt sie auf Anregung des ersten Hüttendirektors Carl Roth nach dem Grafen Henrich zu Stolberg-Wernigerode (1772–1854). Sie war eines der traditionsreichsten Hüttenwerke des Ruhrgebietes, bekannt für ihren Edelstahl.

Trotz wechselnder Eigentumsverhältnisse (1904–1930 Henschel & Sohn, 1930–1963 Ruhrstahl, 1963–1974 Rheinstahl, ab 1974 Thyssen AG) blieb der Name Henrichshütte stets bestehen. Ab 1987 wurde die Henrichshütte stillgelegt (1987 Hochofen 2 und 3 sowie das Walzwerk, 1993 Stahlwerk, 2003 Schmiede).

Geschichte

Gründung und erste Jahre

Die Henrichshütte wurde am 13. Oktober 1854 durch das königliche Oberbergamt zu Dortmund konzessioniert. Beantragt hatte die Konzession der Hüttenmeister Carl Roth, der im Auftrag seines Arbeitgebers, des Grafen Henrich zu Stollberg-Wernigerode handelte. Der Graf besaß zu diesem Zeitpunkt bereits mehrere Hüttenwerke im Harz, deren Betrieb aber wegen der zu Ende gehenden Rohstoffe nicht mehr rentabel war. Hinzu kam die Einführung des koksbefeuerten Hochofens auf dem Kontinent – eine Technik, die in England entwickelt worden und den bis dahin üblichen, mit Holzkohle befeuerten Hochöfen weit überlegen war. Die Holzkohle-Hochöfen des Grafen waren aus diesem Grund nicht mehr konkurrenzfähig. Da die Steinkohle zu einem wesentlichen Rohstoff geworden war, konnte das Ruhrgebiet seine Position als für Hüttengründungen bevorzugte Region weiter ausbauen, da dort sowohl Eisenerz als auch hochwertige Fettkohle zur Koksproduktion vorhanden waren. Im Jahr 1852 reiste Carl Roth im Auftrag des Grafen an die Ruhr, um nach einem geeigneten Standort für die Neugründung eines Hüttenwerkes zu suchen. Diesen fand er im Bereich der Gemeinden Welper und Winz, die heute Stadtteile von Hattingen sind. Dort erwarb er das Rittergut „Haus Bruch“, dessen Ländereien groß genug für die projektierte Anlage waren. Außerdem kaufte Carl Roth Eisensteinfelder in der Gegend von Witten und Steele, die Kuxenmehrheit an der Zeche Carl Friedrich Erbstollen sowie Anteile an einigen weiteren Zechen. Damit war die Rohstoffversorgung der Hütte gesichert. Am 20. März 1854 wurde der Grundstein für die Hochofenfundamente gelegt und der Hütte der Name „Henrichshütte“ gegeben, den Karl Roth als Erinnerung an den bereits im Februar 1854 verstorbenen Grafen Henrich vorgeschlagen hatte. Ein weiterer Grund sprach für diesen Namen, da man so deutlich machen konnte, dass die Henrichshütte kein „Aktienwerk“ war, wie Carl Roth es nannte, sondern allein dem regierenden Grafen zu Stollberg-Wernigerode gehörte. 1855 wurde der erste Hochofen angeblasen, 1856 ein zweiter. Dieser erste Hochofen galt mit einer Tagesleistung von 25 t Roheisen als der leistungsstärkste des damaligen Ruhrgebiets. Da aber die ursprünglich geplanten Investitionen während der ersten Bauphasen bereits deutlich überschritten worden waren, ließ die Rentabilität der neuen Anlage zu wünschen übrig. 1857 wurde die Henrichshütte daher an ein Berliner Bankenkonsortium, die „Berliner Disconto-Gesellschaft“, unter der Leitung von David Hansemann verkauft.

Roheisenerzeugung

Pfanne mit flüssigem Stahl, Aufnahme während eines Staatsbesuches, 1961

Arbeiter, 1961

Unter der Führung der Disconto-Gesellschaft wurden in den Jahren 1859 und 1860 zwei weitere Hochöfen angeblasen. Die „Dortmunder Union“, zu welcher die Henrichshütte nach einem erneuten Verkauf im Jahr 1874 gehörte, ließ 1885 einen neuen Hochofen anblasen, für den zwei der älteren abgerissen worden waren, der aber eine erneute Leistungssteigerung ermöglichte. Dieser Ofen wurde allerdings im Jahr 1900 durch eine Explosion, bei der mehrere Arbeiter ums Leben kamen, völlig zerstört. Der Grund für dieses Unglück kann heute nicht mehr ermittelt werden. 1904 wechselte die Henrichshütte erneut den Besitzer und gehörte von da an zum Lokomotivbauimperium des Kasseler Unternehmens Henschel & Sohn. Der neue Besitzer begann damit, die Produktionsanlagen der Hütte von Grund auf zu modernisieren. Dazu zählte auch der Neubau von zwei Hochöfen, die 1906 und 1913 angeblasen wurden und zu den modernsten Anlagen ihrer Art zählten. Die Leistung der Aggregate lag bei 250–350 t Roheisen pro Tag.

Im Jahr 1939 – die Hütte gehörte seit 1930 zur Ruhrstahlgruppe – wurde ein weiterer Hochofen gebaut, da der Roheisenbedarf der Rüstungsproduktion auf der Henrichshütte mit den vorhandenen Öfen nicht mehr gedeckt werden konnte. 1940 war dieser Ofen betriebsbereit und mit einer Tagesleistung von 800 t Roheisen doppelt so leistungsfähig wie die beiden anderen Öfen. Dieser Hochofen ist es auch, der bis heute als „Hochofen 3“ der Henrichshütte im dortigen Industriemuseum erhalten ist.

Nach dem Krieg, der das Werk erheblich in Mitleidenschaft zog, und nach der Zeit der Demontagen wurde die Ruhrstahl AG im November 1951 neu gegründet, die allerdings nur noch Hattingen, Annen und Brackwede umschloss. Im September 1956 erwarb Rheinstahl die überwiegende Aktienmehrheit.

1963 erfolgte die Zusammenfassung der ehemaligen Ruhrstahlbetriebe (ohne Edelwitten und Gelsenguss) mit der Friedrich-Wilhelms-Hütte in Mülheim und Meiderich sowie mit dem Schalker Verein in Gelsenkirchen zur „Rheinstahl Hüttenwerke AG“. Mit dem Neubau eines weiteren Hochofens, der die Nummer 2 erhielt, wurde die Leistungsfähigkeit der Hochofenanlage erneut gesteigert. Insgesamt konnte die Leistung beider Öfen durch mehrere Modernisierungen bis auf 2400 t pro Tag und Ofen gesteigert werden.

Am 1. Oktober 1974[1] wurde die Henrichshütte an die Thyssen-Gruppe verkauft und firmierte seitdem als „Thyssen Henrichshütte AG“, einer 100%igen Tochter der August-Thyssen-Hütte (ATH), welche sie ab 1984 sukzessive stilllegte. Nachdem 1987 zunächst der jüngere und am 18. Dezember auch der ältere der beiden Hochöfen ausgeblasen worden war, fand in Hattingen nach mehr als 130 Jahren keine Roheisenerzeugung mehr statt. Bis zur endgültigen Stilllegung erhielt die Henrichshütte ihr Roheisen aus dem Thyssen-Stahlwerk in Duisburg.

Stilllegung

Am 19. Februar 1987 – dem „Schwarzen Donnerstag“ in der Geschichte der Ruhrstadt Hattingen – verkündete der Vorstand der Thyssen Stahl AG das „Aus“ für die Henrichshütte: Stilllegung der beiden Hochöfen, der 4,2-Meter-Grobblechstraße, des Elektro-Stahlwerks und der Stranggießanlage. 2.904 Arbeitsplätze sollten abgebaut und die Ausbildungswerkstatt mit 400 Ausbildungsplätzen geschlossen werden. Erstmals drohte in der deutschen Stahlindustrie Arbeitnehmern die Massenentlassung.[2]

Am 18. März 1987 strömten 30.000 Menschen auf den Rathausplatz. Es entwickelte sich ein Zentrum des Widerstands, das von einer neuen sozialen Bewegung getragen wurde: von Stahlarbeitern, Betriebsratsmitgliedern, Vertrauensleuten und IG Metall sowie von verbundenen und eigenständig agierenden Initiativen wie die Jugendinitiative, die Senioreninitiative, die Fraueninitiative und das Bürgerkomitee „Hattingen muss leben“, das sich aus über Hundert Vereinen und Organisationen zusammensetzte.[3] Alle gemeinsam organisierten sie über zwölf Monate hinweg Demonstrationen, Kundgebungen, Mahnwachen, Auto-Corsen in die Landeshauptstadt Düsseldorf und in die Bundeshauptstadt Bonn, eine Menschenkette mit 5000 Teilnehmerinnen rund um die Hütte, einen fünftägigen Hungerstreik der Hütten-Frauen und ein elftägiges „Dorf des Widerstands“.[4]

Trotz dieses „Aufschreis“ beschlossen Ende Juni 1987 die Anteilseigner im Aufsichtsrat der Thyssen Stahl AG mit der Stimme des „neutralen“ Vorsitzenden und Bundespräsidenten a. D., Walter Scheel, gegen die Stimmen der Arbeitnehmer die Stilllegung der Henrichshütte.[5] Die Hüttenarbeiter erzwangen fünf Stahlgespräche im Bundeskanzleramt und trugen mit dazu bei, dass die NRW-Landesregierung das Programm „Zukunftsinitiative Montanregion“ auflegte. Sie setzten den Kampf für Ersatzarbeitsplätze fort.

Im fünften Stahlgespräch am 2. Oktober 1987 verständigten sich die Bundesregierung, die Gewerkschaft und die Stahlindustriellen auf 600 Millionen Mark öffentliche Hilfen (Bund, Länder und EG-Mittel) zum Abbau von 35.000 Arbeitsplätzen in der Stahlindustrie. Die Konzerne verpflichteten sich bis Ende 1989 keine „betriebsbedingten Kündigungen“ auszusprechen. Damit waren die Massenentlassungen in Hattingen endgültig vom Tisch. Der Abbau der Arbeitsplätze erfolgte durch Frühpensionierungen über Sozialpläne, konzerninterne Ver- und Umsetzungen nach Duisburg, Krefeld und Witten und „freiwilliges“ Ausscheiden mit Abfindungen.[6]

Der letzte Abstich des Hochofens erfolgte am 18. Dezember 1987.[7] Der Hochofen II wurde nach China verkauft und 1990 von einem chinesischen Bautrupp demontiert.

Anfang 1988 brachte die Thyssen AG den Bereich „Weiterarbeitung“ der Henrichshütte in einen Gemeinschaftsbetrieb mit der Krupp AG und Klöckner AG ein. Die Vereinigten Schmiedewerke GmbH (VSG) vereinte in Hattingen unter ihrem Dach die Bearbeitungswerkstätten, den Kümpelbau, die Stahlgießerei und das LD-Stahlwerk. Die VSG nutzte nach der Stilllegung der Hütte bis 1993 Teile des Stahlwerks mit einem LD–Konverter, zwei Elektrolichtbogenöfen. 2004 meldete die VSG Insolvenz an.[8] Europas größte Schmiedepresse, die 8.500 Tonnen-Presse, wurde endgültig stillgelegt. Die Vergütung der Henrichshütte wird heute noch von den Deutschen Edelstahlwerken Witten-Krefeld (DEW) auf dem ehemaligen Gelände betrieben.

Der Neubau der heute völlig überdimensionierten „Kosterbrücke“ über die Ruhr 1979/1980 zur Verbesserung der Verkehrsanbindung konnte die Schließung nicht verhindern. Auf Hattingen kam die große Aufgabe zu, den Strukturwandel von der Stahlstadt hin zum „Industrie- und Gewerbestandort“ mit Wohnstadt, historischer Altstadt, Einkaufszentrum, Freizeit- und Naherholungsschwerpunkt und dem neuen Standbein Umwelt zu bewältigen. Der große Verlust von Arbeitsplätzen im verarbeitenden Gewerbe (1987 bis 1997 etwa 4.500) konnte durch Zuwachs im Handel und bei Dienstleistungen nicht ausgeglichen werden. Hattingen wurde zur Auspendlerstadt. Die Landesentwicklungsgesellschaft NRW (LEG) kaufte als Treuhänder des Landes NRW von Thyssen die etwa 140 ha Industriefläche der Henrichshütte und bereitete sie nach dem Modell „Arbeiten im Park“ für Neuansiedlungen, eingebettet in eine gute Freizeitinfrastruktur, auf. Die von den Stahlarbeitern mit durchgesetzte erhöhte Förderquote für Investitionen führte zu ersten Neuansiedlungen im „Gewerbe- und Landschaftspark Henrichshütte“.

Mit Unterstützung des Landesprogramms „Zukunftsinitiative Montanregionen“ (ZIM) kam es zum Erwerb, Aufbereitung und Erschließung neuer Wohn- und Gewerbegebiete in Holthausen, zum Aufbau des überbetrieblichen Ausbildungs- und Weiterbildungszentrums Bildungswerk Hattingen (BWH), der Einrichtung eines technischen Bildungswerkes für Frauen und des Baus eines Abwasserstollens im Ludwigstal. Der Strukturwandel in Hattingen wurde in den kommenden Jahren durch finanzielle Mittel etwa in Höhe von 250 Millionen DM aus dem ZIM-Sonderprogramm und durch EG-finanzierte Förderprogramme unterstützt

Über Umschulungsprogramme hinaus gab es auch soziale Programme: Seniorenstudiengänge in Dortmund und Bochum, eine Arbeitsgruppe zur Renovierung eines Segelschiffs, eine Zeitschrift (W.I.R. „Wir im Ruhestand“) und eine Trachtengruppe. Sieben ehemalige Betriebsratsmitglieder der Henrichshütte gründeten den Verein „Ideenschmiede Henrichshütte“, der die von der VSG überlassenen Räume kaufte, eine Metallwerkstatt und eine Schreinerei einrichtete, wo noch heute ehemalige Stahlarbeiter zu Gange sind.

Auf dem Gelände stellte der Bildhauer Zbigniew Frączkiewicz 1996 seine Plastiken Menschen aus Eisen aus. Drei der Eisenmänner stehen nun vor der Stadtmauer Hattingens.

Teilabriss

Sprengung des Gasometers 1994

Der Gasometer wurde bereits 1994 gesprengt.

In den Außenanlagen wurden die schwermetallbelasteten Formsande mit Folien gegen Regenwasser geschützt und begrünt.

Das 60 m hohe Gebäude des Blasstahlwerkes, ein Wahrzeichen der Stadt Hattingen, wurde am 23. Januar 2005 um 10.06 Uhr vor den Augen von 2.500 Zuschauern, darunter vielen ehemaligen Mitarbeitern, mit 40 kg Sprengstoff gesprengt. Aus Kostengründen war es nicht möglich gewesen, das Stahlwerk als Industriedenkmal zu erhalten.

2007 wurde noch ein Schornstein auf dem Hüttengelände gesprengt.

Bei Ausbauarbeiten des Gewerbeparkes auf dem ehemaligen Gelände der Henrichshütte zwischen Gebläsehalle und Satcom-Turm detonierte am 19. September 2008 bei Baggerarbeiten eine Fünf-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg. 17 Verletzte (die meisten mit Knalltrauma) und Beschädigungen an den umliegenden Gebäuden, Arbeitsgeräten und Fahrzeugen waren die Folge.[9]

Gewerbe, Erholung und Industriekultur

Heute ist das 70.000 m² große Gelände der Henrichshütte neben einigen neuen Gewerbeansiedlungen und neuen Parkflächen einer der acht Standorte des LWL-Industriemuseums und Teil der Route der Industriekultur.

Das ehemalige Bessemerstahlwerk wird für Veranstaltungen genutzt. Der SatkomTower wurde umgebaut.

Im Rahmen des Kulturhauptstadtjahres 2010 wurde der erhaltene Hochofenkomplex der Henrichshütte in unterschiedlichen Farben angestrahlt.[10]

Copyright bei Frank Vincentz

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/1f/Hattingen_-_Henrichsh%C3%BCtte_-_Hochofen_2_02_ies.jpg

Copyright bei Frank Vincentz

 

 

Copyright bei Frank Vincentz

Leider konnten wir nur wenig von der ehemaligen Hütte sehen, da das Gelände ziemlich zugewachsen war. Links von uns floss die Ruhr an uns vorbei und wir genossen die Schönheit des Ruhrtals. Unser Ziel war die Kosterbrücke die in Bachum-Stiepel steht und uns über die Ruhr bringen sollte. Wir fuhren etwa 2,8 Km entlang der Ruhr und bogen dann nach rechts vom Radweg ab, um auf die Brücke zu kommen.

Die acht Bilder oben zeigen unseren Weg entlang der Ruhr.

Nach 2,8 Km Fahrt bogen wir dann von dem Radweg nach rechts ab. Es ging kurz über das Betriebsgelände der Air Products GmbH, die Gase und Wasserstoff produziert. Von dort fuhren wir über die Straße An der Kost unter der Hüttenstraße her, fuhren dann einen Bogen bergauf und erreichten die Hüttenstraße. Es ging nach rechts in Richtung Kosterbrücke. Es gab einen Fahrradweg an der rechten Seite der Kosterstraße. Nach etwa 300 Meter Fahrt erreichten wir die Ruhr und überquerten sie. Dann waren es noch etwa 700 Meter Fahrt über die Brücke, die dort das Ruhrtal überspannt. Dann bogen wir nach rechts ab auf die Brockhauser Straße.

Die Bilder zeigen unseren Weg über die Kosterbrücke und das Ruhrtal unterhalb der Brücke. Das erste Bild in der zweiten Reihe zeigt das Gasthaus und Hotel An der Kost, dass direkt an der Ruhr liegt.

Das Hotel An der Kost von der Ruhr aus fotografiert.

Copyright bei Andre Wachsmann

Oben das Bild zeigt die Kosterbrücke aus dem Ruhrtal fotografiert.

Copyright bei Ja Wi

Über die Brockhauser Straße fuhren wir zunächst in Richtung Bochum Stiepel, das wir aber nicht ganz erreichten, da wir kurz vorher nach rechts auf die Straße An der Alten Fähre abbogen.

Oben die Bilder sind von der Brockhauser Straße aus nach Süden fotografiert und zeigen im dritten Bild von Links den Turm der Burg Blankenstein.

Burg Blankenstein (Hattingen)

Die Burg Blankenstein ist die Ruine einer hochmittelalterlichen Höhenburg im Hattinger Stadtteil Blankenstein. Im 13. Jahrhundert durch den Grafen Adolf I. von der Mark erbaut, war sie gemeinsam mit der Burg Altena, der Burg Wetter und der Burg Volmarstein eine der vier Hauptburgen der Grafen von der Mark, die von dort Teile ihres Herrschaftsgebiets durch Droste verwalten ließen.

Nach allmählichem Verfall im 16. und 17. Jahrhundert wurde die Anlage Ende des 18. Jahrhunderts im Stil des Historismus wieder aufgebaut. Die nicht authentischen Ergänzungen wurden aber Ende der 1950er Jahre entfernt.

In der seit 1909 unter Denkmalschutz stehenden Ruine befindet sich heute unter anderem ein Burgrestaurant.

File:Burg Blankenstein aus Richtung Freiheit.JPG

Lage

Burg Blankenstein steht auf den linksseitigen Anhöhen der Ruhr rund 70 Meter[1] über dem Fluss auf einem Felssporn, der zu den Ausläufern des Rheinischen Schiefergebirges gehört. Das Burgareal liegt auf einer Höhe von etwa 139 bis 146 m ü. NHN.[1] Ein Kilometer nördlich – auf der anderen Seit der Ruhr – befindet sich das alte Dorf Stiepel. In östlicher Richtung liegt Haus Kemnade rund 1,3 Kilometer und im Nordosten der Kemnader See etwa 2 Kilometer weit entfernt.

Direkt unterhalb der Burgruine beginnt ein Wanderweg durch das nahe gelegene Naturschutzgebiet Alte Ruhr-Katzenstein, das sich bis nach Steinenhaus nahe der Burg Kemnade zieht. Weitere Sehenswürdigkeiten sind das Stadtmuseum Hattingen und der Gethmannsche Garten.

Architektur

Grundriss der Burganlage

Die Burganlage aus Ruhrsandstein erhebt sich auf einem hufeisenförmigen Grundriss von etwa 90×70 Metern, umschlossen von Resten einer Ringmauer. Diese ist gemeinsam mit den unteren Geschossen eines 26 Meter[2] hohen, annähernd quadratischen Turms die älteste erhaltene Bausubstanz. Der etwa 9×9 Meter breite Turm wird oft auch Bergfried genannt, seine heute vermauerte, rund 2,80 Meter breite Tordurchfahrt weist ihn jedoch als Torturm aus. Die Mauern im ersten Geschoss, das aus dem 13. Jahrhundert stammt, sind zwischen 2,50 und 3,40 Meter dick. Die höher liegenden Stockwerke sind späteren Bauepochen zuzuordnen. Der heutige Eingang liegt in etwa neun Metern Höhe. Von dort führt ein 0,65 Meter breiter Gang in der Mauerstärke zur obersten Turmebene.

Reste einer Zwingermauer mit Rundtürmen stammen wohl aus dem 14. Jahrhundert.[3]

Dem hohen Vierecksturm schließt sich südlich ein Rundbogentor an, das zusätzlich von einem Rundturm mit Kegeldach flankiert wird. Diesem Torturm schließt sich hofseitig ein rechteckiges Gebäude an. Nördlich des Bergfrieds steht ein zweigeschossiges Gebäude, das aus Bruchsteinen errichtet wurde und heute als Restaurant dient.

An der Ostecke des Areals steht ein weiterer Turm, der mit einem Zeltdach ausgestattet ist und aus dem 19. Jahrhundert stammt. Ansonsten sind von der Burganlage nur noch Fundamente und Mauerreste übrig, wie zum Beispiel die Ruine eines ebenfalls im 19. Jahrhundert errichteten Gaststättengebäudes an der östlichen Ringmauer. Dieses ehemalige Gebäude wird häufig als Kapelle bezeichnet, war jedoch nie ein sakraler Bau.

Quelle: Wikipedia

Die Straße An der Alten Fähre brachte uns wieder herunter an die Ruhr. Nach fast einem halben Km hatten wir dann die Ruhr erreicht und fuhren nach links auf den Radweg. Ein schöner Radweg in Richtung Kemnader Stausee lag vor uns.Nach 770 Meter Fahrt Ruhr aufwärts erreichten wir die nächste Brücke, die wir unterquerten. Sie führte die Straße  An der Kemnade über die Ruhr. Auf der anderen Ruhrseite liegt das Haus Kemnade, Luftlinie etwa 500 Meter weiter südlich. Von der Brücke aus waren es noch einmal 440 Meter bis zum Stauwehr des Kemnader Sees.

Die vier Bilder zeigen unseren Weg in Richtung nächster Ruhrbrücke und dann im letzten Bild rechts das Stauwehr.

Wasserburg Haus Kemnade

Eine der besterhaltenen Burgen des Ruhrtals liegt unweit des Kemnader Sees – die Wasserburg Haus Kemnade. Die Burg beheimatet heute eine bedeutende Sammlung von Musikinstrumenten und eine Ostasiatika-Austellung. Ein Bauernmuseum informiert über das bäuerliche Leben im 18. und 19. Jahrundert.

[ruhr-guide] Wann die ursprüngliche Burg Haus KemnadeDie Wasserburg Haus Kemnade errichtet wurde, ist bislang nicht geklärt. Der Name, der soviel wie „Haus mit Kamin“ bedeutet, weist daraufhin, dass die Siedlungsstelle sich zuerst vermutlich nur durch einen oder mehrere gemauerte Kamine von den anderen, bäuerlichen Niederlassungen des Dorfes Stiepel unterschied. Erbaut wurde die Burg aller Wahrscheinlichkeit nach durch die Herren von Dücker. Die erste urkundliche Erwähnung eines Wennemar Dücker als Besitzer der Burg datiert auf das Jahr 1393.Lag die Burg zuerst auf der anderen Seite der Ruhr, änderte sich dies durch das Hochwasser von 1486 schlagartig: Die Ruhr, damals lange noch nicht schiffbar gemacht, änderte plötzlich ihr Bett und Haus Kemnade wurde vom Dorf Stiepel getrennt. Auch heute lässt sich noch das alte Bett der Ruhr erahnen. Einen wunderschönen Blick auf die Ruhr, den Kemnader See und Haus Kemnade hat man von den nahe gelegenen Hügeln und der Burg Blankenstein. Von Haus Kemnade aus wurde aber weiterhin Jahrhunderte lang das sehenswerte Dorf Stiepel regiert, da hier der Sitz der Gerichts- und Patronatsherren von Stiepel war.

Auf alten Mauern gebaut

Die heutige Wasserburg wurde erst nach demDie Burg beheimatet heute eine bedeutende Sammlung von Musikinstrumenten und eine Ostasiatika-Austellung. verheerenden Brand von 1589 in den Jahren zwischen 1602 und 1704 auf den Mauern der alten Burg im typischen Renaissance-Stil errichtet. Erst 1780 legte man dann den Wassergraben an und erweiterte die Burg. Somit diente der Graben vermutlich nie der Verteidigung. In den folgenden Jahren wechselte Haus Kemnade mehrfach den Besitzer und wurde von den Familien von Romberg, von der Recke und von Syberg bewohnt, bis die Stadt Bochum im Jahr 1921 die Burg von Baron Ludwig von Berswordt-Wallrabe zusammen mit 500 Morgen Land erwarb. Im Jahr 1961 wurde hier schließlich ein lokalgeschichtliches Museum eingerichtet, das bis heute eine bedeutende Sammlung von Musikinstrumenten aus der Zeit vom 16. bis zum 20. Jahrhundert beherbergt. Zusammengetragen hat die 1.800 Exponate der Bochumer Sammler und Musiker Hans Grumdt. Eine weitere Privatsammlung, die der Stadt Bochum überlassen wurde, ist hier ebenfalls ausgestellt: die Ostasiatika-Sammlung von Kurt Ehrich.

Aber nicht nur die Dauerausstellungen, auch die Burg an sich ist sehenswert! In den Innenräumen findet sich auch heute noch die Pracht der vergangenen Jahrhunderte erhalten: so kann der Besucher zwei schöne Kamine aus dem 15. und 16. Jahrhundert, Stuck verzierte Decken oder auch die gotische Kapelle bewundern. In den Räumlichkeiten von Haus Kemnade kann auch ganz romantisch geheiratet werden. Der Förderverein Haus Kemnade und die Musikinstrumentensammlung Grumbt e.V. bieten regelmäßig während des Sommers am 1. Sonntag im Monat um 12.00 Uhr Führungen an. Auch Sonderführungen sind nach Vereinbarung möglich.

Das Bauernmuseum führt in die Vergangenheit

Ein kleiner Pfad führt um die Wassergräben herum,Das Bauernmuseum Haus Kemnade führt in die Vergangenheit im zweiten Innenhof lädt das Das A-la-Carte-Restaurant „Burgstuben Haus Kemnade“ zum Verweilen ein. Hinter der Burg liegt in einem Vierständer-Fachwerkhaus von 1800 das Bauernmuseum. Ursprünglich stand die alte Meierei in Stiepel, die Anfang der siebziger Jahre an dieser Stelle wieder originalgetreu aufgebaut wurde. Der Besucher erfährt hier so Einiges über das bäuerliche Leben der vergangenen Jahrhunderte. Die Exponate reichen von bäuerlichen Handwerksgeräten bis hin zu originalgetreu eingerichteten Zimmern wie dem Kinderzimmer oder der Spinnstube.

Die Wiege des Ruhrbergbaus

Nach dem Besuch der Wasserburg Haus Kemnade sollte man den nahe gelegenen Kemnader See – ein mehr als beliebtes Ausflugsziel im Ruhrgebiet – und die Ruhrauen nicht versäumen. Besonders schön lässt sich das Ruhrtal auf einer Wanderung von Haus Kemnade zur Burg Blankenstein erleben. Ganz in der Nähe liegt eine weitere Burg: die sehenswerte Ruine Hardenstein an einem der schönsten Abschnitte der Ruhr. Von hier aus kann man das Muttental, die Wiege des Ruhrbergbaus, erwandern. 

Quelle:Ruhr-Guide online Magazin des Ruhrgebiets

Kemnader See

Als bisher letzte Staustufe im Ruhrlauf wurde im Jahr 1979 der Kemnader See fertiggestellt. Der zwischen Witten-Heven und Bochum-Stiepel gelegene Stausee wurde vom Ruhrverband im Auftrag der Freizeitzentrum Kemnade GmbH (FZK) errichtet. Er dient in der Hauptsache den verschiedenen Freizeitinteressen. Als Nebeneffekt fällt eine Reinigungswirkung an.

Das Wehr besitzt vier Öffnungen, die mit hydraulisch angetriebenen Klappen verschlossen sind. Neben dem Wehr liegen Fischtreppe und Bootsgasse. Bei großen Hochwässern wird die gesamte Anlage überströmt. Im Jahr 2011 wurde auf der rechten Seite des Wehrs eine Wasserkraftanlage errichtet. Die gesamte Ruhr durchfließt das Kraftwerk und ermöglicht eine Stromerzeugung von rund 3,6 Mio. kWh jährlich.

Der Ruhrverband hat das Recht, zum Ausgleich niedriger Wasserführung der Ruhr den Kemnader See um 20 Zentimeter abzusenken. Im Jahr 1995 erfolgte die Übernahme des Kemnader Stausees in die Zuständigkeit des Ruhrverbands. Der Freizeitbetrieb wird jedoch nach wie vor von der FZK abgewickelt.

Quelle: Ruhrverband

Oben das Bild zeigt den Kemnader See aus der Vogelperspektive. Im Vordergrund sieht man noch die Ruhrbrücke, die wir unterquert hatten. Dann weiter das Stauwehr des Kemnader Sees. Danach den See bis Herbede. Rechts im Bild verläuft die A43. Oben rechts im Bild ist Witten zusehen. Im zweiten Bild sieht man das Stauwehr des Kemnader See aus der Vogelperspektive. 

Wir fuhren an dem Wehr vorbei und dann öffnete sich der Kemnader See für unsere Blicke.

Oben sieht man Eindrücke vom Kemnader See. Leider hatten wir am Sonntag wieder kein schönes Wetter, wie man an der dichten Wolkendecke am Himmel sieht. Wir erreichten nach 830 Meter Fahrt, vom Stauwehr aus, das Haus Oveney. Das lag sehr nahe am Golfclub Bochum, der natürlich landschaftlich sehr schön liegt. Etwas oberhalb des Kemnader See.

Restaurant & Biergarten
Haus Oveney

Dort wo früher Kühe, Hühner und Schweine wohnten, speisen heute die Gäste. Die erste urkundliche Erwähnung des Hofes Oveney stammt aus dem Jahr 1220. Das Kellergewölbe unter dem Haus ist mindestens 300 Jahre alt. Das jetzige Haus wurde 1874 von Emil und Helene Oveney nach einem Brand wieder aufgebaut. Schon seitdem wird Gastronomie im Haus Oveney betrieben. Dies belegt das Weinglas im Dachgiebel. Jürgen und Christel Behrenbeck haben das Haus in den 1980er Jahren zu einer großen Gastronomie mit Biergarten umgebaut. Seit Juni 2009, also in diesem Jahr seit 10 Jahren, bewirtschaftet die Familie Behrenbeck, unter der Leitung von Anne Behrenbeck, das Haus wieder selbst.

PTX19965

Quelle:Text und Bild von der Website des Besitzers

Wäre das Wetter besser gewesen, dann wären wir wahrscheinlich dort eingekehrt, um ein Bier zu trinken. So fuhren wir aber vorbei.  Es ging weiter entlang des Sees. Ich hatte im Bereich des Bootsverleihs, der etwa 360 Meter südwestlicher der Oelbachmündung in den Kemnader See mündet, eine Strandbar entdeckt. Da wollte ich mit der Gruppe eine längere Trinkpause machen. Leider war das Wetter nicht besonders und so kehrten wir 50 Meter weiter  an einem Kiosk ein, der direkt über dem Bootsverleih lag.

Oben die Bilder zeigen von links nach rechts. Den Tretbootverleih am Kemnader See, die Mädels Marina, Uschi, Geli und Heike, die uns die Zunge herausstreckt. Dann ein Teil der Männertruppe. Roger, Horst und ich beim Anstehen um die Getränke. Das letzte Bild zeigt Heike und Hannes beim Selfie machen.

Dort tranken wir ein kaltes Getränk, hielten uns aber nicht lange dort auf, sondern schwangen uns wieder auf unsere Räder und setzten unser Fahrt fort. Der Kemnader See war fast zu Ende. Wir erreichten die die Brücke über den Oelbach, nach dem wir über den Autoparkplatz am Freizeitzentrum Kemnader See gefahren sind. Wir überquerten die Hevener Straße und fuhren dann nach rechts auf die Universitätsstraße. Auf deren Radweg an der linken Straßenseite fuhren wir 200 Meter und bogen dann nach links auf die Straße Auf dem Kalwes ein. Von der bogen wir dann gleich wieder nach rechts ab und fuhren dann vorbei an dem Hof Romberg an der Ruh. Der lag links am Weg. Rechts lag der Mündungsteich des Oelbach.

Das erste Bild zeigt den Hof Romberg, das zweite den Mündungsteich des Oelbachs

Copyright bei Udo Rohde  Bild eins Bild zwei bei Horst Gerwens

Oelbach

Der Oelbach ist ein rechter Nebenfluss der Ruhr mit einem Einzugsgebiet im Osten Bochums und äußersten Westen Dortmunds (Bövinghausen).

Verlauf

Der Oelbach beginnt südlich des Ümminger Sees an der Stelle, an der Harpener Bach und Langendreerbach zusammenfliessen. Mit der Bezeichnung Oelbachtal wird jedoch auch das komplette Bachtal des Harpener Baches erfasst.

Mit dem Zufluss des Schattbachs nimmt er weitere Abwässer auf und fließt am Haus Heven vorbei und durchläuft schließlich das Klärwerk Oelbachtal.

Früher speiste er noch zwei große Absetzteiche und floss dann beim Haus Blumenau in die Ruhr. Heute speist er noch drei Schönungsteiche, einer davon ist der Oelbachmündungsteich, bevor er am nordöstlichen Ende in den Kemnader See und damit in die Ruhr einmündet.

Der Lottenbach oder auch Stiepeler Bach genannt floss dem Oelbach früher am Blennemanns Hof im Bereich der späteren Mündungsteiche zu. Er fließt nunmehr in den Kemnader See.

Der oberste Teil des Tals ist als Naturschutzgebiet Oelbachtal und Naturschutzgebiet Oberes Oelbachtal geschützt.

Geschichte

Das gesamte Tal war in früheren Zeiten ein versumpftes Bachtal, in dem der Oelbach sein Bett wechseln konnte. Karl Leich berichtete im Bochumer Heimatbuch 1954, dass im Tal in früheren Zeiten auch Biber lebten.[3]

Der Bach war früher in seinem Lauf auch unter dem Namen Meeßbach, Blennebach, Mühlenbach, Dorfbach, Hevener Bach oder Aulbach bekannt. Der Name Oelbach ist abgeleitet aus dem alten Namen Aulbach. Dieser Aulbach entsprang im Oberdorf des Bochumer Stadtteiles Langendreer und durchfloss die drei Dorfteile, um sich dann in dem heutigen Bett des Oelbaches zur Ruhr zu begeben.

Früher wurde die Wasserkraft des Oelbaches auch für den Antrieb von Wasserrädern genutzt:

  • Sensenhammer der Freifrau von Bönen
  • Meesmann Hammer
  • Mühle des Hauses Heven
  • Reckhammer am Haus Heven
  • Ölmühle am Haus Heven
  • Dönhofer Mühlen (auch Mehlings Mühle genannt)
  • Luhns Mühle
  • Luhns Hammer

Durch Bergbau und Bebauung verschwand der Aulbach im Kanalsystem. Die heute noch vorhandene Köttelbecke mit Namen Langendreerbach ist nur eine Überlaufrinne für Hochbelastungen des Kanals bei Regenwetter.

Die früher zahlreich angeschlossenen Zechen, Lothringen, Amalia, Caroline, Prinz von Preußen, Robert Müser, Vollmond, Colonia, Mansfeld, Urbanus, Klosterbusch und Dannenbaum entwässerten ihre Grubenwässer, insbesondere Abwässer der Kohlenwäsche, in den Bachlauf. Um den hohen Anteil an Feinkohle im Wasser zurückzugewinnen und das Wasser zu klären, wurden Auflandungsteiche gebaut, die später renaturiert oder verfüllt wurden. Erhalten haben sich die Harpener Teiche und der Ümminger See, die heute als Regenrückhaltebecken dienen.

Durch die Abwässer und Bergsenkungen war der Bachlauf häufig verstopft oder trat über die Ufer und beeinträchtigte die Wiesen der Anrainer. Daher wurden ab 1904 der Oelbach und seine zuführenden Bäche begradigt und kanalisiert. Vor der Einmündung in die Ruhr wurden nochmals zwei Absetzteiche errichtet, die beim Bau des Kemnader Sees weichen mussten.

Heute führt der Oelbach Abwässer aus Haushalten und Industrie (insbesondere Opel) sowie Grubenwasser ab.

Das Gewässer besitzt die Gewässergüte 3, ist also stark verschmutzt. Mit dem Beginn der Renaturierung ist auch in den nächsten Jahren noch nicht zu rechnen.

Quelle: Wikipedia

Nach etwa 900 Metern Fahrt erreichten wir die Kläranlage Oelbachtal. Die ließen wir rechts liegen. Fuhren dann rechts-links und unterquerten die Universitätsstraße. Sofort dahinter liegt links am Weg das Haus Heven.

Die beiden Bilder zeigen das Haus Heven aus verschiedenen  Richtungen.

Copyright bei 14Man02

Im Bochumer Stadtteil Querenburg befindet am Ufer des Oelbachs (Gerlach-von-Heven-Weg) das ehemalige Rittergut Haus Heven.

Das Rittergut wurde im 11. Jahrhundert das erste Mal als „suyta Hevinne“ in einer Urkunde erwähnt.
Es gehörte zum Besitz der Abtei Werden.
Die Werdener Äbte gaben das Gut als Lehen an adlige Familien ab.
So war zu Beginn des 14. Jahrhunderts mit Henrici de Lutzelowe ein Angehöriger der Familie von Lüttelnau Lehnherr des Gutes.
Die Familie von Lüttenau ließ das Gut zu einer Wasserburg umbauen.

Im Laufe der Jahrhunderte hatte das Rittergut viele verschiedene adlige Besitzer:
v. Vaerst, v. Vifhausen, von Elvervelde, wieder v. Vaerst, deren Wappenstein von 1664 das Torhaus ziert, danach Freiherr v. d. Recke und Graf Westerholt.
Graf Maximillian von W. verpachtete das Gut 1875 an Eduard Beckmann, der es später kaufte.
Sein Sohn Theodor war der letzte Gemeindevorsteher von Querenburg.

Heute wird das Gut als privat bewirtschafteter Bauernhof genutzt.

Wir fuhren weiter und erreichten nach etwa 780 Meter Fahrt das Autobahnkreuz Bochum-Witten. Dort kreuzen sich die A43 und die A44. Wir unterquerten die A44 und erreichten dann die B226. Die überquerten wir und fahren dann auf der anderen Seite nach rechts weiter. Nach 510 Meter verließen wir die B226 nach links und gleich wieder links. Nach einigen Metern Fahrt erreichten wir den Ümminger See. Wir fuhren parallel zur A43  an der linken Seite des Sees von Süden nach Norden entlang. Der Ümminger See ist knapp 700 Meter lang und an seiner breitesten Stelle ca.230 Meter breit.

Oben die Bilder zeigen Teile des Ümminger Sees. Wie überall an den Gewässern halten sich Gänse auf, wie man im letzten Bild sieht. Im mittleren Bild sieht man eine Insel, auf der Reiher brüten.

Ümminger See

Der Ümminger See ist ein künstlich angelegter See in der Ruhrgebietsstadt Bochum. Er liegt nördlich der Ortslage Ümmingen in den Bochumer Gemarkungen Laer, Werne und Langendreer.

Beschreibung

Der See hat eine Fläche von 10,43 Hektar und dient als Naherholungsgebiet. Das Areal um den See wird im Westen durch die A 43, im Süden durch die B 226, im Osten durch ein angrenzendes Gewerbegebiet und im Norden durch die Bahnstrecke Essen-Überruhr–Bochum-Langendreer begrenzt.

Gespeist wird der See durch den Harpener Bach, welcher den See von Norden nach Süden durchfließt und ihn über den Oelbach in die Ruhr entwässert.

Im Mittelalter entstanden als Vorläufer des Sees an der Mühle des Hofes Schulte-Suntum zwei Mühlenteiche. Mit dem Bau des Dorothea-Erbstollens der Zeche Vollmond begannen im 18. Jahrhundert die Verunreinigungen mit Grubenwasser.

Um das Grubenwasser zu klären, legte man Absetzteiche an. Einer dieser Absetzteiche entstand südwestlich des Hofes Schulte-Suntum. Während der Hauptteil des Wassers direkt in den Absetzteich floss, gab es auf der östlichen Seite einen Graben als Bypass, der unterhalb des Teichabflusses wieder auf den Bachlauf traf.

Mit Schließung der Zeche Robert Müser wurde der Absetzteich 1968 überflüssig. 1976 wurde die Anlage durch Ausgrabung sowie Ufer- und Seebodenbefestigung zum integralen Bestandteil eines Naherholungsgebietes ausgebaut. Zu seinen gegenwärtigen Funktionen gehört die Klärung der Abwässer der Stadtteile Langendreer und Werne, die im Falle alter überlasteter Abwasserkanäle (insbesondere bei starkem Regen) durch den Harpener Bach zugeführt werden. Der dadurch entstehende Fäkaliengeruch kann (besonders im Sommer) deutlich wahrgenommen werden. An dem See lebt eine größere Population Kormorane. Auch Fischreiher sind häufig zu beobachten.

Der Bypass-Graben wurde im Rahmen des Umbaus 1977 verfüllt. Südöstlich des Sees wurde jedoch ein Teil als Biotop erhalten. Nach einem Hochwasser entstand südwestlich des Ümminger Sees ein Teich aus Altwasser, wo sich heute ein weiteres Biotop gebildet hat.

1995 bis 2009 fand am See das Event Ümminger Summertime statt. Mittelpunkt der Veranstaltung waren Konzerte am Abend mit Live-Musik, die Modellbootregatta im Innenhafen sowie eine Open-Air-Disco mit dem ‚Power Tower‘.

Zu den Freizeitangeboten am See gehört neben einer Rollschuhbahn, auf der sich der Skaterhockey-Verein „Bochum Lakers“ gründete, auch ein großer Biergarten sowie ein großer Spielplatz. Hier befand sich früher auch ein dreistöckiger Turm mit Riesenrutsche, der weichen musste. Zudem gibt es den Boule–Verein „Diaboulo Bochum ’86 e.V.“ direkt neben dem Spielplatz.

Quelle: Wikipedia

Oben noch einmal 4 Bilder vom Ümminger See.

Von der Nordspitze des Sees fuhren wir nach rechts weg. Es ging zunächst am Rande eines Industriegebiets weiter bis zur Frenkingstraße. Von der bogen wir nach links ab auf die Vollmondstraße. Wir fuhren auf der Straße an der ehemaligen Zeche Vollmond vorbei.

Zeche Vollmond

Die Zeche Vollmond war ein Steinkohlebergwerk in den heutigen Bochumer Stadtteilen Langendreer und Werne.

Geschichte

Schon im 18. Jahrhundert wurde im Grubenfeld der Zeche Bergbau betrieben, da zumindest im südlichen Teil des Feldes die Flöze durch Erbstollen zu erschließen waren. Um 1800 befand sich die Zeche im Besitz des späteren Präfekten des Ruhrdepartments Gisbert von Romberg.

Im Jahre 1801 kam hier die erste dampfgetriebene Wasserhaltungsmaschine des Ruhrbergbaus zum Einsatz.[1] Gebaut 1792 in Tarnowitz und ursprünglich für die Zeche Charlotte in Überruhr bestimmt, brachte sie der Zimmermann und spätere Industriepionier Franz Dinnendahl (1775–1826) zum Laufen.[2]

Der erste Schacht wurde 1808 46 m tief abgeteuft.[1] Schacht Victoria war einer der ersten Seigerschächte an der Ruhr. Weitere Schächte waren Schacht Gisbert und Schacht Caroline (beide ab 1861) sowie mehrere Wetterschächte. Im gleichen Jahr wurde ein Eisenbahnanschluss zum Bahnhof Langendreer Südseite der Bergisch-Märkischen Eisenbahn-Gesellschaft (BME) gebaut[3]. Eine Schlagwetterexplosion mit drei Todesopfern veranlasste 1863 den Bau eines neuen Wetterschachtes.

Im Jahre 1907, als auf der Zeche Vollmond 1.260 Bergleute beschäftigt waren, erreichten sie mit rund 290.000 Tonnen Steinkohle die höchste Jahresförderung.[2] Im Jahr 1926 wurde das Bergwerk mit der Zeche Heinrich Gustav vereinigt und anschließend die Förderung eingestellt. Die Schächte dienten noch bis 1959 der Wetterführung.

Heute wird das Gelände der Zeche in Langendreer als Gewerbegebiet genutzt. Von den historischen Zechenbauten ist noch eine Maschinenhalle erhalten. An den Namen des Bergwerks erinnert die Vollmondstraße, die am Gelände entlangführt.

File:Zeche Vollmond Bochum.jpg

So sah die Zeche aus. Im Vordergrund wahrscheinlich die Wohnhäuser der Bergleute.

Die Vollmondstraße brachte uns bis an die Bahnlinie Witten/Dortmund–Oberhausen/Duisburg. Die unterquerten wir und  fuhren dann auf der Rüsingstraße weiter. die machte einen Rechtsbogen und brachte uns an die Bahnstrecke Rheinische Eisenbahn (Bochum-Werne). Die unterquerten wir wieder und näherten uns dann den Harpener Teichen.

Harpener Teiche

Die Harpener Teiche, auch Werner Teiche genannt, sind zwei Stillgewässer an der Grenze zwischen den Bochumer Stadtteilen Harpen und Werne in der Nähe des Einkaufszentrums Ruhr-Park. Ursprünglich als Klärteiche des Bergbaus angelegt, sind sie heute ein Naherholungsgebiet.

Der Harpener Bach speist die beiden Wasserflächen. Außerdem wird warmes mineralreiches Grubenwasser der ehemaligen Zeche Robert Müser in sie eingeleitet, was zu einer milchig trüben Einfärbung und zuweilen zu Geruchsbelästigungen führt.[1] Der hohe Chloridgehalt (bis zu 40 Gramm pro Liter) und die konstant 20 °C betragende Temperatur des Grubenwassers begünstigen an der Einleitungsstelle eine besondere Fauna und Flora. Nach der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie müssen Gewässer bis 2015 in ihren natürlichen Zustand zurück versetzt werden; die RAG hat allerdings eine Ausnahmegenehmigung des Regierungsbezirks Arnsberg und darf bis 2021 weiter einleiten.

Der nördliche Teich ist 230 Meter breit und 180 Meter lang, der südliche maximal 140 Meter breit und 460 Meter lang. Zwischen den beiden Teichen führt ein Wanderweg zur ehemaligen Halde der Zeche Robert Müser.[2]

Am Teich brüten Stockenten, Teich- und Blässrallen, Haubentaucher und Schwäne. Außerdem können Graureiher sowie Mehl- und Rauchschwalben beobachtet werden. Die Stadt Bochum hat entlang des Weges Bänke aufgestellt sowie den Hochzeitswald angelegt.

Der Bochumer Botanische Verein hat 2009 die Artenvielfalt an den Harpener Teichen untersucht und an seltenen und bemerkenswerten Tieren den Rotmilan, die Feldlerche und die Ameisengrille sowie bei den Pflanzen die Sand-Segge, die Büschel-Nelke und die Frosch-Binse nachgewiesen.[3]

Halde Robert Müser am Ufer der Teiche
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Etwa 660 Meter Fahrt von der Bahnstrecke aus, entlang der Teiche, bogen wir dann nach rechts ab auf den Rad-und Fußweg Parkway EmscherRuhr.

Die Radroute auf dem Parkway EmscherRuhr

Vom Schiffshebewerk Henrichenburg zum Kemnader Stausee in Bochum

Eine Radtour im dichten Ruhrgebiet, ohne das Gefühl von Großstadt zu haben. Von Fluss zu Fluss und begleitet von Bächen, vorbei an Seen und Flüsschen. Durch landwirtschaftliche Flächen und Wälder. Dies klingt fast unglaublich, funktioniert aber. Mit dem Parkway Emscher Ruhr. Auf knapp 34 Kilometern verläuft er vom Schiffshebewerk Henrichenburg in Waltrop am Rhein-Herne- und Dortmund-Ems-Kanal bis zum Kemnader Stausee an der Ruhr in Bochum. Dabei durchquert er einen Regionalen Grünzug. Und das ist sein Trick.

Der Parkway EmscherRuhr ist einer der wenigen thematischen Nord-Süd-Radtouren, während die meisten anderen Themenradwege wie der RuhrtalRadweg, die Römer-Lippe-Route oder der Emscher-Park-Radweg in Ost-West-Richtung verlaufen. Neben den Gewässern sind auch einige Zechen, Arbeitersiedlungen und Halden interessante Orte am Weg.

In der folgenden Karte ist der Wegeverlauf zweigeteilt dargestellt. Die rechte Seite setzt am unteren Ende der linken Abbildung an. Es besteht an einigen Stellen eine Anbindung an andere Radtouren, die auch auf diesen Internetseiten beschrieben sind. Es ist am Luftbild deutlich sichtbar, dass der Weg die Siedlungskerne weitgehend geschickt meidet und die grünen landwirtschaftlich genutzten Gebiete und Wälder durchquert.

Übersichtskarte Parkway EmscherRuhr

Beschilderung, Wegebeschaffenheit und Nahverkehr:

Der Radweg ist komplett und sehr gut über das Radverkehrsnetz NRW ausgeschildert. Ein auffallend buntes Piktogramm ist dabei in Zusammenhang mit den rot-weißen Schildern an allen Knotenpunkten zu finden. Auf der freien Strecke leiten kleine, quadratische Piktogramme mit einem Fahrrad und dem Richtungspfeil den Weg – dieses Schild gilt für alle Radtouren, die auf diesem Abschnitt verlaufen. Zusätzlich sind an einigen Punkten Steingabionen als Markenzeichen aufgestellt. Kilometrierungen an Betonwürfeln verlaufen aufsteigend vom Kemnader See an in Nordrichtung, sind jedoch an einzelnen Abschnitten häufig, dann aber auch wieder gar nicht anzutreffen. Zunächst aufgeworfene Bedenken, die ganze Zeit Richtung Süden gegen die tiefstehende Herbstsonne zu fahren, konnten während der Fahrt zerstreut werden. Die Tour verläuft insgesamt so geschwungen, dass man relativ selten lange Strecken in Richtung Sonne fährt. Bis auf wenige Abschnitte z.B. am Ümminger See ist der Radweg eher wenig befahren. Wenn sich an sonnigen Wochenenden fast schon kleine Staus auf dem Ruhrtal Radweg bilden, ist es hier etappenweise praktisch menschenleer.

Die Oberflächenbeschaffenheit ist höchst unterschiedlich und variiert zwischen wassergebundener Oberfläche (überwiegend), Feld- und Waldwegen ohne besondere Befestigung, Nebenstraßen und perfekt asphaltiertem Radweg. Das Ruhrtal bei Bochum liegt etwas höher als das Emschertal bei Castrop-Rauxel. Zwischen Schloss Bladenhorst und Ümminger See ist jedoch ein Höhenzug mit mehreren in der Mehrheit sanften an- und abstiegen zu bewältigen. Die Tour hat damit einen gewissen Anspruch. Das Höhenprofil soll eine kleine Orientierung bieten:

Höhenprofil Radtour auf dem Parkway EmscherRuhr

Im Gegensatz zu anderen Radtouren, die hier beschrieben werden, ist weder die Anreise mit dem Nahverkehr noch die Rückkehr zum Ausgangspunkt einfach möglich. Im Bereich Henrichenburg gibt es keinen Bahnanschluss. Auch zum Kemnader See ist es zum nächsten Bahnhof in Witten recht weit entfernt. Wer also durch geschickten Fahrzeugwechsel zurück zum Ausgangspunkt fahren muss, hat also eine Strecke von ca. 68 Kilometern einzuplanen.

Quelle: WWW.Halden.Ruhr&Ruhrgebiet-Industriekultur.de
Wir stiegen also bei den Harpener Teichen, etwa Kilometer 23 in Richtung Schiffshebewerk ein. Zunächst fuhren wir etwa 440 Meter durch ein Waldgebiet und erreichten dann eine  alte Zechenbahnbrücke, die die Werner Straße überspannte. Die überquerten wir und fuhren dann noch einmal 740 Meter weiter bis zur A40. Es ging vorher ein Stück durch Bochum-Werne. nach der Brückenüberquerung fuhren wir nach links. Danach machten wir einen rechts, links, rechts Knick und erreichten dann nach 1,1 Km den Harpener Hellweg. Den überquerten wir und fuhren kurz nach links, um dann gleich wieder nach rechts die Straße zu verlassen. Noch zweimal nach links, dann waren wir an der Schnittstelle des Parkway EmscherRuhr. Wir erreichten die Straße Berghofer Heide und fuhren nach rechts auf die Straße. Die Wegweiser zeigten uns eigentlich den Weg über den Ostaraweg. Den war ich schon einmal mit Friedel und Natz gefahren. Ich hatte aber einen kleinen Pfad gesehen, der am Ende der Straße Berghofer Heide aus, nach rechts zwischen zwei Häuser verlief, dann einen 90 Grad Knick nach links machte und in einem Wäldchen verschwand. Danach konnte ich wieder einen Weg sehen, der uns in Richtung Gerther Friedhof bringen konnte.Wenn der Pfad durchgängig war, dann konnten wir uns etliche Meter Fahrt sparen. Ich kämpfte mit mir ob ich es wagen sollte mit der Gruppe solch ein kleines Abenteuer zu wagen. Ich hatte mich schon zu Hause entschieden, das Machen wir. Wir erreichten also den Pfad und wie ich mir erhofft hatte, der war gut zu fahren und auch der Weg im Wald war ok. Es sah so aus, dass die Anwohner auch diese Abkürzung benutzten. Wir kamen da aus dem Wäldchen heraus und fuhren auf dem Landweg weiter in Richtung Friedhof. Nach 430 Meter erreichten wir den Friedhof von Gerthe, der links am Weg lag. Es ging weiter zu einem Gebäude, dass aussah als sei es ein Landgut. das sieht man in dem folgenden Bild oben rechts neben dem Friedhofsgelände
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Dort hielten wir kurz an und hatten von dort einen guten Blick auf die Halde Lothringen, auf der eine Lichtinstallation „Über(n) 0rt“ angebracht wurde.
 
 Copyright bei Daniel Bartholomae
 Halde Lothringen

 Die Halde Lothringen ist eine sechs Hektar große Bergehalde der ehemaligen Zeche Lothringen I/II im Bochumer Stadtteil Gerthe. Sie liegt östlich der ehemaligen Schachtanlage in einem Gewerbegebiet.Die Halde hat eine steile, sich sehr aufheizende, trockene und daher wenig bewachsene Abbruchkante im Süden. Das Haldentop in 136 Metern ü. NN (16 Meter über Umgebungsniveau) ist stark mit Abraummaterial verfestigt und auch spärlich bewachsen. Die anderen Hänge der Halde sind nur schwach geneigt. Dort wachsen Nachtkerzen, Johanniskraut und Schmalblättriges Greiskraut. Am renaturierten Gerther Mühlenbach im Osten der Halde ist es schon so feucht, dass Libellen beobachtet werden können.

Auf die Halde führt ein zweihundert Meter langer promenadenähnlicher Weg, der im Bogen zur künstlerischen Installation am Südhang leitet. Unmittelbar vor dem Abhang in einer Höhe von 135 Metern ü. NN. befindet sich das Kunstwerk Über(n) Ort von Kirsten Kaiser. Es besteht aus gelb lackierten Rohren. Ein horizontal verlaufendes ca. 50 Zentimeter dickes Rohr ist in kurzen Abständen von gleichartigen aber, dickeren senkrechten Rohren aufgeständert, insgesamt ist die Konstruktion 220 Meter lang. Die Höhe der dreiundzwanzig senkrechten Rohre nimmt von West nach Ost zu, das horizontale Rohr bleibt auf seiner Höhe und wird immer weiter überragt. Auf der Hangseite (also aus Richtung Süden sichtbar) befindet sich am horizontalen Rohr eine linear verlaufende LED-Lichtinstallation. Die Farbe Gelb für die Rohre und die LED-Lampen wurde von der Künstlerin bewusst gewählt, sie steht für den Straßenverkehr und für „Achtung!“, sie soll auf die Halde locken, von der die umgebende Landschaft und Bebauung gut sichtbar ist. Die Nachtinstallation ist zwar auch gelb, wirkt aber ganz anders, da sie als ein schwebendes Band ohne ansteigende oder senkrechte Elemente wahrgenommen wird.

Im Bereich des Zechengeländes im heutigen Gewerbepark Lothringen ist eine haldenähnliche Deponie mit schadstoffbelasteten Böden aufgeschüttet worden, die nicht zur Bergehalde gehört. Nach Folienabdeckung wurde sie begrünt. Darauf stehen drei aus Betonstahl gefertigte Gerüste, wie sie für Gründungspfeiler häufig benutzt werden. Ihre Aufstellung symbolisiert die drei gleichförmigen Schornsteine, die die Zechenanlage in Gerthe markant kennzeichneten.

 
 Copyright bei Brigitte Büsing
Wir fuhren nach der kurzen Pause unterhalb der Halde einen weiten Bogen nach rechts und danach bogen wir nach links ab und fuhren dann etwa 530 Meter bis zur Fischerstraße hoch. Dort bogen wir nach rechts ab. Wir fuhren bis zur Ostwaldstraße und bogen nach links ab. Die Straße brachte uns nach 130 Meter zum Bövinghauser Hellweg. Auf den fuhren wir kurz nach links und dann gleich wieder nach rechts auf einen Feldweg. Der brachte uns nach 1 Km Fahrt an die Bochumer Straße. Auf die bogen wir nach rechts ein. Gegenüber, auf der anderen Straßenseite war ein Parkplatz zusehen. Von dort ging es in das Naturschutzgebiet Langeloh herein. Mit meiner Montagstruppe sind wir da schon einmal durchgefahren. Das wollte ich aber der Gruppe am Sonntag nicht zumuten, da es eine schlechte Fahrradstrecke war. Gleich am Anfang ging es steil nach unten. Wir sind damals von der anderen Seite gekommen und ich bin trotz E-Bike dort nicht ganz hochgekommen. So fuhren wir dort vorbei, erreichten das Hotel Daun, dass links an der Straße steht.

Langeloh

Das Naturschutzgebiet Langeloh in Herne ist ein Kleinod innerhalb des Ruhrgebiets. Zwischen Herne, Bochum und Castrop-Rauxel gelegen, ist das Bachtal und seine renaturierte Aue besonders bei Spaziergängern und Joggern beliebt. Ein 5 Kilometer langer Naturlehrpfad informiert über seltene Pflanzen und Tiere im Langeloh. Ein Ausflug in dieses schöne Stück Natur lohnt sich zu jeder Jahreszeit.

Das Langelohtal in HerneSchule und Natur im LangelohNaturschutzgebiet Langeloh
Die drei Bilder zeigen das Naturschutzgebiet Langeloh 
Wir fuhren 520 Meter auf der Bochumer Straße und bogen dann nach links auf die Kreuzstraße ab. Wir waren dann schon in Obercastrop. Es ging etwas bergauf. Nach 140 Meter auf der Kreuzstraße ließ ich die Gruppe einmal anhalten. Wir hatten das Booken Kreuz erreicht. Das sollte sich die Gruppe mal ansehen. Ich wusste etwas über diese Kreuz zu berichten.

Pestkreuz in Obercastrop

Das Pestkreuz, mundartlich Bookenkreuz genannt, stammt aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges, als die Pest wütete. Es gehörte früher zur einflussreichen Gemeinde St. Lambertus.

Der Begriff Bookenkreuz geht vermutlich auf den gebräuchlichen Begriff Bakenkreuz zurück. Dieser steht für „sichtbare Zeichen, wahrscheinlich rechtlicher Art“ (Brockpähler S. 145).

Johann Callenberg, Heinrich Rütershoff, Heinrich Schlingermann und alle Eingesessenen der Bauerschaft Obercastrop geloben nach der Pest im Jahre 1636 zur Abwendung künftiger Gefahren, Gott, der hl. Jungfrau Maria und dem hl. Rochus, alljährlich das Rochus Fest am 16. August feierlich wie das Osterfest zu begehen. Am darauffolgenden Sonntag soll das Booken-Gelübde durch Predigt, Gebet und Armenspenden gehalten werden. Den Nachkommen wird auferlegt, die Stiftung buchstabengeteu zu erfüllen. Die Stiftung war dem heiligen Rochus geweiht, weil dieser seit alten Zeiten der Schutzheilige der Kranken und Siechen ist.
Die Inschrift des Booken-Kreuzes lautet:
„Diese Stelle ist das Ziel einer jährlichen Prozession der St. Elisabeth-Pfarrei gemäß dem Booken Gelübde der Bauernschaft Obercastrop vom 16. August 1637.“

Nach dem kurzen Stopp und meiner Erklärung zu dem Kreuz ging es weiter. Wir fuhren den Berg von Obercastrop in Richtung Castrop herunter und bogen dann nach links ab auf die Distelkampstraße. Dabei hatten wir 28 Meter Höhenunterschied gefahren. Die Strecke bin ich schon einmal hochgefahren und da haben wir uns ganz schön gequält. Trotz Motorunterstützung. Von der Distelkampstraße ging es sofort wieder herunter. Nach links in die Felder zwischen Obercastrop im Osten und Holthausen im Westen. Wir erreichten die Karlstraße, fuhren dort nach links und dann gleich wieder nach rechts. Nun fuhren wir ein Stück weg auf der Mont Cenis Straße. Von der bogen wir dann nach rechts ab. Es ging über einen Weg, der uns zum Gut Behringhausen bringen sollte. Das Gut erreichten wir nach 350 Meter Fahrt. Wir fuhren eine Links-Rechtskurve und ließen dann das Gut rechts von uns liegen. Etwa 300 Meter Luftlinie vom Gut Behringhausen, in östlicher Richtung liegt der Erin Park. Ein Ziel, dass auch einmal sehenswert ist, und von Datteln gut zu erreichen.
Ausflug zum Erin-Park in Castrop-Rauxel
Hier ein Bild vom Erin Park

Ausflug zum Erin-Park in Castrop-Rauxel

Ein Ausflug nach Irland ohne das heimatliche Ruhrgebiet zu verlassen? Der Erin-Park in Castrop-Rauxel macht es möglich! Wir erleben die grüne Insel ganz nah bei uns im Emscher Landschaftspark.

Auf der ehemaligen Zeche Erin, die ihren Namen der keltischen Bezeichnung für Irland verdankt, begann 1867 die Steinkohleförderung. Unter dem irischen Zechengründer William Thomas Mulvany wurde das Gelände fortlaufend erweitert, sodass bald Schacht III, mit dem heute noch existierenden Hammerkopfturm im Stadtteil Schwerin, in Betrieb genommen wurde. Auf dem Gelände von Schacht I und II entstand einige Jahre später der Hauptförderschacht VII. Das damalige Dorf Castrop entwickelte sich mit der Zeche schnell zu einer Industriestadt. Aufgrund der guten Kokskohle wurde gleich eine Kokerei mit Bienenkorböfen errichtet, der Beginn der später immer wieder modernisierten Erin-Kokerei. Tonnenweise wurde der Koks auf Güterwagen abtransportiert, 1913 vermeldete die Kokerei eine Rekordproduktion von 210.000 Tonnen. Dennoch verursachten Schachtexplosionen und Überschwemmungen wiederkehrende Rückschläge.

Der Erin-Park in Castrop-Rauxel ist ein sehenswertes Naherholungsgebiet in der Ruhrmetropole mit industrieller Vergangenheit von Zeche und Kokerei zwischen Wasser und grünen Hügeln. Durch abwechslungsreiche Landschaftsoberflächen, konzipiert nach irischer Vorlage, üppige Bodengewächse und eine Vielzahl von heimischen Kleintieren unterscheidet sich dieses ehemalige Industriegebiet von anderen Parkanlagen im Emscher Landschaftspark.

Quelle: Metropole Ruhr

Nach dem Gut ging es nach rechts weiter. Nach einigen Metern bog der Weg nach links ab und wir erreichten nach etwa 300 Meter die Herner Straße. Die überquerten wir und fuhren dann in Richtung Gartencenter Augsburg. Nach 700 Meter bogen wir dann nach links ab und erreichten nach weiteren 320 Meter Fahrt die Bruchstraße. Auf die bogen wir nach rechts ab. Genau gegenüber, auf der anderen Straße Seite gibt es einen Weg, der auf das ehemalige Gelände der Zeche Teutoburgia führt. Zu dieser ehemaligen Zeche gehört eine Zechensiedlung, die zu den schönsten Arbeitersiedlungen im Ruhrgebiet gehört. Ein Tour dorthin könnte man mit einem Besuch im Erin Park verbinden

Siedlung Teutoburgia

In Herne-Börnig findet sich auf der Route der Industriekultur ein beeindruckendes Beispiel für eine Arbeitersiedlung. In unmittelbarer Nähe zur ehemaligen Zeche Teutoburgia entstand die Siedlung nach dem Vorbild der so genannten Gartenstadt. Viel Grün, geschwungene Straßen und großzügige Plätze laden zu einer interessanten Besichtigung.

[ruhr-guide] Neben der Margarethenhöhe in Essen wird die Siedlung Teutoburgia stets als herausragendes Beispiel der Siedlung Teutoburgia, HerneGartenstadt- Architektur im Ruhrgebiet angeführt – zu Recht. In unmittelbarer Nähe zur Zeche Teutoburgia entstand zwischen 1909 und 1923 das Quartier für die Arbeiter und Beamten – initiiert von der Gewerkschaft der Zeche. Der ausführende Architekt Berndt entwarf die Siedlung mit 136 Gebäuden und 459 Wohnungen nach dem Vorbild der aus England kommenden Gartenstadtbewegung – und die wichtigsten Gestaltungselemente sowie das erdachte „Musterbild humanen sozialen Wohnens“ wurden in der Siedlung Teutoburgia verwirklicht.

Restaurierung und Entstehen des KunstWaldes

Bis Mitte der 90er Jahre wurde die Siedlung Teutoburgia also restauriert und man achtete peinlichst darauf, das vorhandene Idyll zu erhalten und einen hohen Wohnstandard zu gewährleisten. Dennoch handelten Bewohner, Eigentümerin, Denkmalbehörde und IBA Kompromisse aus: So finden sich beispielsweise auf den Häusern innerhalb des Teutoburgia-Hofes Tonziegel-Dächer und Holzsprossenfenster, außerhalb aber die kostengünstigeren Betonpfannen und Kunststoff-Isolierfenster. Neben dem erhaltenen Förderturm der ehemaligen Zeche Teutoburgia und der Maschinenhalle entstand mit dem KunstWald Teutoburgia, In unmittelbarer Nähe zur Zeche Teutoburgia entstand zwischen 1909 und 1923 das Quartier für die Arbeiter und Beamten Foto: Bildarchiv, Stadt Hernedank der Initiative des Klangkünstlers Christof Schläger, ein Ort im Spannungsfeld von Wohnen, Arbeit und Kunst. Der Kommunalverband Ruhrgebiet und das Land investierten damals 700.000 Mark in die Umgestaltung des 5,5 Hektar großen Geländes, für weitere 2,4 Millionen Mark konnten der Förderturm und die Maschinenhalle restauriert werden. Heute ist der Garten ein „klingender Duftgarten“, zu dem 10 Künstler Ideen lieferten. Empfangen wird der Besucher von einem 12 Meter hohen Stahlkoloss, der „Fußgänger“ ist mit Wein zugerankt und soll den Prozess der Veränderung sichtbar machen. Der „Obelisk“ steht im Mittelpunkt und wirkt wie ein mystischer Ort. Rund um das Endgasungsventil, über dem 1. ehemaligen Schacht, gruppieren sich im Wechsel 8 Quader und Eiben. Insgesamt wurden 6000 Gehölze neu gepflanzt und ein 700 Meter langes Rad- und Wandernetz gebaut, welches den Anschluss an den Emscher Park Rad-und Wanderweg sichert.

Quelle: Ruhr-Guide
Wir erreichten nach 160 Meter die S-Bahnlinie die wir überquerten. Es ging weiter auf der Holthauser Straße in Richtung A42, die wir überquerten. Dann Fuhren wie am Samstag am Reitsport Bladenhorst vorbei, kamen am Sonntag aber von der anderen Seite. Nach insgesamt 1,4 Km erreichten wir dann wieder den Westring in Castrop Rauxel-Bladenhorst. Dort machten wir noch einmal einen kurzen Stopp. Ein schnelles Bild machte ich dann auch noch.
Die beiden Bilder zeigen die Truppe am Westring.

Wir fuhren nach links auf den Westring und wieder war die Bahnschranke am Schloss Bladenhorst geschlossen. Beim Warten an der Bahnschranke vielen uns ganz viele Bilder und Blumen auf, die dort aufgestellt waren. Da musste mal wieder etwas passiert sein. Die Ruhrnachrichten berichteten, dass ein 16-jähriger dort an der Bahnstrecke verstorben sei. Dann ging die Schranke wieder auf und wir fuhren weiter. Wir ließen dieses Mal das Schloss Bladenhorst rechts liegen und fuhren zur Kanalbrücke über den Rhein-Herne-Kanal hoch. Die überquerten wir und bogen sofort dahinter nach rechts auf den Leinpfad des Kanals ab. Es ging auf dem Leinpfad in Richtung Henrichenburg. Nach 3,6 Km erreichten wir die Wartburgbrücke. Die unterquerten wir und fuhren danach gleich nach links vom Leinpfad ab. Es ging hinauf zur Brücke. Wir bogen nach links auf die Brücke ab und überquerten sie. Nach 70 Meter bogen wir dann auf das Gelände des Landschaftsarchäologischer Park Henrichenburg ein. Nach links ging es gleich in Richtung Kanal. Ich führte Heike, die mir folgte, ein Stück weiter und bog dann nach links ab. Wir fuhren nun auf ein Heckengebilde zu. Das, was die wenigsten wissen, die Hecke stellt die Grundrisse der ehemaligen Henrichenburg da. Das erzählte ich Heike und sie war erstaunt.

Henrichenburg (Burg)

Die Henrichenburg ist eine ehemalige Burg in der früheren, nach ihr benannten Gemeinde Henrichenburg, einem Stadtteil von Castrop-Rauxel. Der Platz der Burganlage liegt heute unmittelbar am Ufer des Rhein-Herne-Kanals östlich der südlichen Auffahrtrampe der Wartburgstraßenbrücke über den Kanal.

Raumeindruck durch Hecken, im Hintergrund der Rhein-Herne-Kanal

Geschichte

Eine Urkunde von 1263 nennt Arnold Ritter von Henrichenburg als Besitzer. Die Burg war unweit nördlich der Emscher gelegen und bildete am südlichen Rand des Vestes Recklinghausen eine wichtige Befestigungsanlage an der Grenze zur benachbarten Grafschaft Mark. 1382 übernahm die Familie von Düngelen die Henrichenburg von den Herren von Oer. 1480 kam Arnold von Gysenberg durch Erbschaft in Besitz der Henrichenburg. Seine Nachfolger behielten sie bis 1725. Dann wurde die Anlage an den Großneffen des letzten Gysenbergers, Adolf Arnold Robert von Gysenberg, an Clemens August von Westerholt vererbt, der sich darauf von Westerholt-Gysenberg nannte.

Durch Heirat gelangte die Burg in den Besitz des Freiherrn von Boenen. Dieser verkaufte sie 1775 für 108.000 Taler an die Fürstin Franziska Christine von Pfalz-Sulzbach, die Fürstäbtissin von Essen. Nach deren Tod im Jahre 1776 ging die Burg als Teil der Fürstin-Franziska-Christine-Stiftung in den Besitz des Waisenhauses Essen-Steele über.[1] Elf Jahre später, 1787, wurde die baufällige Burg abgetragen.

Im Laufe der Zeit geriet der Ort der ehemaligen Burg in Vergessenheit. In den 1990er Jahren kaufte die Stadt Castrop-Rauxel das Gelände von der Fürstin-Franziska-Christine-Stiftung in Essen und plante eine Bebauung mit Einfamilienhäusern. Bei Beginn der Bauarbeiten stieß man auf die Reste der ehemaligen Burg. Die Bauarbeiten wurden gestoppt und das Gelände wurde archäologisch untersucht und aufgearbeitet.

Landschaftspark

Nach Ende der archäologischen Arbeiten wurden die im Erdreich verbliebenen Reste mit Boden abgedeckt und darauf ein Park angelegt. Die Grundrisse der Mauern wurden im Bereich der Burg mit Hecken nachgebildet. Eine Holzbrücke führt über eine virtuelle Gräfte und im Vorbereich zeigen Pflasterungen den ehemaligen Verlauf der Mauern.

Quelle:Wikipedia
Wir fuhren hinter der Gruppe her und holten sie wieder ein.  Es ging 2,2 Km am Rhein-Herne-Kanal entlang. Dann bogen wir vom Leinpfad ab und fuhren zum Alten Schiffshebewerk. Zunächst ging es aber am Unterwasser des Hebewerks vorbei. Das wurde zu einem Yachthafen umfunktioniert

Liegeplätze Yachtclub Hebewerk Henrichenburg e.V.

Die Hafenanlage des Yachtclubs befindet sich im Unterwasser des Alten Schiffshebewerkes im Schleusenpark Waltrop. Sie hält 36 Liegeplätze für Sportboote unterschiedlicher Größe bereit. Die beeindruckenden Industriebauten im Schleusenpark rundherum bilden eine eindrucksvolle Kulisse.

Die Karte zeigt den Yachthafen und den Standort von Birgits Gastrobus
Copyright bei Andreas Ren
Der Gastrobus war unser Ziel. Dort wollten wir eine Kleinigkeit essen und einen abschließenden Umtrunk zu uns nehmen.
https://www.kulturkanal.ruhr/sites/default/files/public/styles/volldarstellung/public/system/images/birgits_gastrobus_waltrop_foto_birgits_gastrobus.jpg
Der Biergarten war gut besucht. Wir bestellten Currywurst mit Pommes und ein kühles Getränk. Wir ließen es uns schmecken.
Oben die Bilder zeigen den Biergarten und wurden von Birgit Diermann und Stefanie Thomczyk.
Quelle: Metropole-Ruhr

Schiffshebewerk Henrichenburg

Altes Schiffshebewerk (Ansicht von Osten)

Das alte Schiffshebewerk Henrichenburg von 1899 und das neue von 1962 liegen nur wenige hundert Meter voneinander entfernt und gehören zur Kanalstufe Henrichenburg der Bundeswasserstraße Dortmund-Ems-Kanal in Waltrop-Oberwiese. Sie sind benannt nach der früheren Gemeinde Henrichenburg, heute nördlichster Stadtteil Castrop-Rauxels, der von Süden bis nah an das Gelände reicht. Zuständig ist das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Duisburg-Meiderich.

Das alte Hebewerk wurde 1914 durch eine Schachtschleuse mit zweimal fünf Sparbecken ergänzt. In den Jahren 1958 bis 1962 errichtete man das neue Schwimmer-Hebewerk, so dass 1969 die Stilllegung des alten Hebewerks folgte. Die alte Schachtschleuse wurde 1989 durch eine Sparschleuse mit zwei Sparbecken ersetzt. Bis ins Jahr 2005 lief der Betrieb des neuen Hebewerks und der neuen Schleuse parallel. Seitdem fließt der Schiffsverkehr nur noch durch die Schleuse. Alle vier Bauwerke sind Teil des Schleusenparks Waltrop.

Das alte Schiffshebewerk

Das alte Schiffshebewerk wurde von der Firma Haniel & Lueg nach den Plänen des Stettiner Schiffbauingenieurs Rudolph Haack gebaut. Es war ein Schlüsselbauwerk des Dortmund-Ems-Kanals, denn erst mit seiner Fertigstellung konnte der Kanal bis zum Dortmunder Hafen befahren werden. Dieses Hebewerk ist das größte und spektakulärste Bauwerk der ersten Bau-Periode des Dortmund-Ems-Kanals. Es wurde zusammen mit dem Dortmund-Ems-Kanal am 11. August 1899 in Anwesenheit von Kaiser Wilhelm II. in Betrieb genommen.

Oben die beiden Luftaufnahmen vom Alten Hebewerk und dem Schleusenpark habe ich eine Woche später bei einem Rundflug, den ich zu meinem 70 Geburtstag geschenkt bekommen habe, selbst gemacht.

Zum guten Schluss gab es noch eine Runde Ouzo. Dann brachen wir auf, um die letzten Kilometer unserer Tour zu fahren. Vom Biergarten fuhren wir nach links. Wir erreichten den Weg Am Felling und fuhren auf dem 330 Meter. Dann fuhren wir nach links hoch zum Leinpfad des Dortmund-Ems-Kanal. Wir bogen nach rechts in Richtung Dortmund ab. Es ging 1,2 Km bis zur Ausfahrt zur Lohburger Straße. Dort verließen wir den Leinpfad und fuhren zur Lohburger Straße hoch. Dort bogen wir nach links zur Kanalbrücke ab und überquerten den Kanal. Nach der Kanalüberquerung erreichten wir nach 200 Meter die Recklinghauser Straße. Die überquerten wir und fuhren auf dem Radweg nach rechts. Nach 680 Meter Fahrt in östlicher Richtung erreichten wir die Löringhofstraße. Auf die bogen wir nach links ab. Nach 1,8 Km erreichten wir dann das Gelände des Kraftwerks Datteln 4.
Das neue Kraftwerk Datteln 4 ist eines der modernsten Steinkohlekraftwerke der Welt. Es ist als Monoblockanlage mit einer Bruttoleistung von 1.100 Megawatt und einem Nettowirkungsgrad von über 45 Prozent ausgelegt. Neben Strom für die öffentliche Versorgung kann Datteln 4 Bahnstrom erzeugen und durch Kraft-Wärme-Kopplung rund 100.000 Haushalte in Stadt und Region mit umweltfreundlicher Fernwärme versorgen. Datteln 4 ist für schnelle Laständerungen ausgelegt. Diese hohe Flexibilität macht das Kraftwerk zu einem zuverlässigen Partner der Erneuerbaren Energien.
datteln4
Quelle:Uniper
Datteln 4 ist aber auch das umstrittenste Kraftwerk. Viele Klagen gegen den Bau und die Inbetriebnahme begleiten den Bau.
Wir ließen das Kraftwerk links liegen und fuhren weiter bis zum Dortmund-Ems-Kanal. Den überquerten wir über die Löringhofbrücke. Vor dem Kreisverkehr am Raiffeisen Markt Emscher Lippe bogen wir nach rechts ab. Der Weg ist eine Verbindung von der Emscher-Lippe Straße und Im Löringhof. Vom Im Löringhof fuhren wir zum Dortmund-Ems-Kanal herunter und bogen nach links auf den Leinpfad ab. Links vom Leinpfad liegt die ehemalige Bergarbeiter Siedlung Beisenkamp. 

Beisenkampsiedlung

Die Beisenkampsiedlung ist eine Zechensiedlung in Datteln.

Geschichte

Die Siedlung Beisenkamp mit annähernd 1000 Wohneinheiten entstand zwischen 1907 und 1912 nach Plänen des Kruppschen Chefarchitekten Robert Schmohl, der im Ruhrgebiet bereits einige Siedlungen süddeutscher Prägung gebaut hatte. Vorgesehen war die Kolonie für die Bergleute der nördlich angrenzenden Krupp-Zeche Emscher-Lippe, die 1972 abgerissen wurde.

Die Bauweise der Siedlung mit platzartigen Straßenerweiterungen in symmetrischer Gestaltung war stark an den Gestaltungsprinzipien der Gartenstadtbewegung orientiert. Dies manifestiert sich in der Gesamtplanung organisch gekrümmter Straßenabfolgen ebenso wie den wechselvollen Raumfolgen von Reihen- und Einzelhäusern, dem Spiel mit Giebelkanten und Firstrichtungen, der Ausbildung und Ornamentierung der Einzelhäuser, den Vorgärten und den Ausbaudetails. Zur verkehrsreichen Castroper Straße wird die Siedlung durch einen Riegel von Beamtenhäusern abgeschirmt.

Ursprünglich wurden die Straßen der Siedlung nach dem Alphabet benannt; im Jahr 1937 erhielten die Straßen dann ihre noch heute gültigen Namen: Kruppstraße, Oberschlesienstraße, Westpreußenstraße.

Im Zuge der Privatisierung der Siedlung 1970 wurde eine bereits bestehende Gestaltungssatzung von der Stadtverwaltung aufgeweicht,[1] sodass zahlreiche Häuser individualistisch renoviert wurden, wodurch der harmonische Charakter zum großen Teil verloren ging.

Quelle: Wikipedia

Nach etwa 720 Meter Fahrt erreichten wir das ehemalige Gelände der Zeche Emscher-Lippe Schacht 3/4 und den Beginn des Datteln-Hamm-Kanal der nach Osten bis Hamm verläuft. Noch einmal 630 Meter weiter verließen uns dann Tini und Hannes, Ulla und Heike und Roger. Für sie war es dort kürzer nach Hause. Horst, Geli., Marina, Maren und ich fuhren weiter bis zum neuen Liegehafen Datteln. Dort verließen wir den Kanal nach links. Wir erreichten die Hafenstraße und fuhren nach rechts auf diese. Nach einigen Metern erreichten wir die Höttingstraße und bogen nach links ab. nach etwas mehr als einen Km erreichten wir die Eichenstraße und bogen auf die nach links ab. Maren und ich fuhren noch mit zur Marina, um unseren Koffer vom Kurt abzuholen. Horst und Geli fuhren die Paar Meter weiter und waren zu Hause. Auch wir hatten es dann geschafft.

Ich war froh, dass die von mir geplante Tour so gut funktioniert hatte. Das Wetter war nicht so gut. Es gab keine Panne und keiner musste von Kurt mit dem Auto am zweiten Tour Tag mitgenommen werden. Alle hatte es körperlich gut geschafft.

Alle Teilnehmer waren begeistert von der Tour und man fragte mich, ob ich im nächsten Jahr noch einmal eine Tour planen würde. Ich sagte zu.

Opaju