Wandertour 17.03.2014(Querfeldein durch die Redde)

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So hatten wir uns eigentlich unsere Tour nicht vorgestellt.

Treffpunkt am heutigen Montag war bei Willi. Er musste sein Auto zur Inspektion nach Lüdinghausen bringen. Damit er nicht in Zeitdruck käme, hatte er darum gebeten die Tour bei ihm zu Hause zu beginnen. Er hatte auch einen Tourvorschlag, den wir aber am Morgen aber schon frühzeitig verwarfen. Warum eigentlich? Weil Friedel und ich mal versuchen wollten, zum Hofladen Schneider in der Redde über einen anderen Weg zu kommen. Nicht über die Sackgasse von der Redder Straße aus. Wir hofften, dass der Hofladen geöffnet habe und wir dort einen Kaffee bekämen. Dann wollten wir einen Weg zurück nach Hause finden. Ich fuhr mit meinem Rad zum Willi. Der war schon draußen und musste noch zur Sparkasse Geld holen. So bat mich Marion herein und wir quatschten bis Natz kam und Willi mit frischem Geld wieder auftauchte. Friedel, der die weiteste Anreise hatte kam dann als Letzter. Wir verabschiedeten uns von Marion und marschierten los. Es war am Morgen nicht kalt aber es wehte ein frischer Wind. Dicke Wolken hangen am Himmel. Es konnte Regen geben, was wir nicht hofften. Wir gingen auf der Münsterstraße in Richtung Friedhof. Friedel machte den Vorschlag, lasst uns über den Friedhof gehen. Das machten wir dann auch. Im Herbst des letzten Jahres und auch noch am Anfang des Jahres wurde ordentlich der Sträucherbestand beschnitten. Zum Teil so stark, das man bis zur Ahsener Straße schauen konnte. Da wir ja schon in einem Alter sind, wo jeder schon einen Verwandten auf dem Friedhof liegen hat, mussten wir natürlich da und dort mal nachsehen.

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Die Bilder vom Hauptfriedhof. Unten 2 frisch gemachte Gruften, die mit einem ordentlichen  Aufwand hergerichtet wurden. In der Mitte links sieht man ein abgerodetes Teilstück des Hauptfriedhof, im Bereich der Trauerhalle. Nur der Obeliskenstein mit russischer Schrift ist stehen geblieben. Dort wird, glaube ich, an verstorbene russische Zwangsarbeiter, die in Datteln verstorben sind erinnert.

Zeche Emscher-Lippe – Der 2. Weltkrieg

Die Machtergreifung Adolf Hitlers im Jahre 1933 und der Beginn des 2. Weltkrieges im Jahre 1939 brachten den Nationalsozialismus und schwere Zerstörungen in die Region.

Die Zechenanlagen wurden nicht mehr weiter ausgebaut. Vielmehr sollte jetzt nur möglichst viel Kohle gefördert werden.Während des 2. Weltkrieges mussten im Steinkohlenbergbau im Ruhrgebiet Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene aus Polen und der Sowjetunion arbeiten.Auch russische Frauen waren zur Zwangsarbeit nach Datteln verschleppt worden. Bis zu 2000 Kriegsgefangene waren zeitweise auf der Schachtanlage zwangsverpflichtet. Sie lebten alle in bewachten Lagern in der Nähe des Schachtes 1/2, bekamen nur wenig zu essen und durften bei Bombenangriffen nicht in den Bunkern Schutz suchen. Mit Hilfe der Zwangsarbeiter erreichte die Zeche Emscher-Lippe im Kriegsjahr 1940 mit 5597 Beschäftigten die bisher höchste Förderung von 1,8 Millionen Tonnen Kohle.

Beim letzten Luftangriff mit 200 Bombern wurden allein 1900 Bomben auf die Tagesanlagen der Zeche Emscher-Lippe abgeworfen.

Der Förderbetrieb brach zusammen, weil die Pumpen ausfielen und die Strecken unter Tage dadurch voll Wasser liefen.Auch die Stadt wurde schwer zerstört. Viele Häuser, Kirchen und fast alle Schulen wurden von den Bomben getroffen und lagen in Schutt und Asche. Allein in der Dümmersiedlung wurden 800 Menschen obdachlos.

Aber was am schlimmsten war, 600 Menschen hatten bei diesen Angriffen ihr Leben verloren, darunter 300 russische Kriegsgefangene, weil ihre Unterkünfte von den Bomben getroffen wurden. Sie wurden auf dem Hauptfriedhof in einem Massengrab beerdigt. Obwohl die deutschen Truppen zuvor alle Brücken gesprengt hatten, erreichten dann im April 1945 amerikanische Truppen die Stadt Datteln.Die Stadt wurde von den Amerikanern besetzt, doch viele Menschen nahmen das mit Erleichterung hin
– war doch der grausame Krieg endlich zu Ende. Quelle: Medinwerkstatt Wissenskarten

Wir verließen den Friedhof über den  Ausgang der zur Ahsener Straße führt. Wir gingen nach rechts ins Feld. Dort blies uns gleich der Wind ins Gesicht und wir waren froh uns noch winterlich angezogen zu haben. Nach 320 Meter ging es nach links zur Ahsener Straße. Die erreichten wir nach etwas mehr als 200 Meter. Wir überquerten sie und gingen nun in Richtung Modelflugplatz in der Redde. Es ging bergan und wieder blies uns der Wind heftig ins Gesicht. Nach 830 Meter hatten wir ihn erreicht.

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Oben links haben wir gerade den Friedhof verlassen. Dann der lange Weg herunter zwischen freien Feldern. In der Mitte links der Weg hoch zur Ahsener Straße. Rechts der Weg zum Modelflugplatz. Unten links ein Blick über das Baugebiet Dattelner Berg 2, mit neuem und altem Kraftwerk, sowie dem Sendeturm an der Redder Straße im Hintergrund. Rechts dann Natz, dem seine Hülle vom Regenschirm weggeweht hatte. Hinter dem Flugplatz geht ein Weg nach rechts ab, der aber nur in Google Earth wie ein richtiger Weg aussieht. Nun begann unsere querfeldein Tour durch die Redde. Nach 40 Meter endete der Weg im Nichts. Wären wir weiter geradeaus gelaufen, so wären wir nach 1 km wieder auf die Ahsener Straße, gegenüber dem Karolinenhof, gestoßen. Da wollten wir aber nicht hin. Wir wollten ja in die endgegengesetzte Richtung zum Hofcafe Schneider. Von unserer Position aus konnten wir den Hof sehen. Er lag ca. 1,4 km Luftlinie von uns entfernt. Nur wie kamen wir dort hin? Natz nahm die Sache in die Hand und ging nach links. Dort war eine Treckerspur. Diese führte uns 400 Meter an einem mit Sträuchern bewachsenen Feldrand, der dann abrupt endete. Wir standen vor einem Feld, das umgepflügt war. Wir entschiedenn, nein der Natz entschied, weil er schon auf dem Feld stand, da gehen wir weiter. Dann kamen wir wieder an bewachsenen Feldrand und es kamen Wassergräben dazu. Natz war immer vorne, ich hinter ihm. Friedel und Willi gingen einen etwas anderen Weg. Aber am Ende mussten sie uns folgen.

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Oben links das Vereinsheim am Modelflugplatz. Dann verschwinden wir in die Weiten der Redde. In der zweiten Reihe rechts gehen wir gerade über das gepflügte Feld. Dann kamen die Grünflächen die schon mit Gülle berieselt waren. Gott sei Dank war das wohl schon einige Tage her und die Gülle war schon abgetrocknet. Ansonsten hatten wir wahrscheinlich unsere Schuhe entsorgen können. An den Rändern der Felder leicht bewachsene Erhöhungen und der erste Wassergraben. Wir waren in den Weiten der Redde verschollen. Wir mussten den Weg Wüste Mühle erreichen. Natz the Katz mit den langen Stelzen sprang, wie ganz oben auf dem großen Bild zu sehen ist, über den Wassergraben. Jürgen der Bäuchler hinterher, das war für so einen Kurzbeinigen schon schwer. Friedel und Willi mussten hinterher. Keiner holte sich nasse Füße. Gott sei Dank! Das wäre dann der Supergau geworden. Oder was wäre gewesen wenn einer ausgerutscht wäre und volle Kanne in den Graben gefallen wäre. Sind wir eigentlich verrückt Männer? Wir entwickeln uns ja zu Adrenalinjunkies. Nicht das wir noch meinen wir könnten irgendwann fliegen. Können wir, vom Garagendach! Wir fanden dann aber noch einen Weg über den Wassergraben, der uns keine sportliche Höchstleistung abverlangte. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Es waren noch 180 Meter über eine Gülleverseuchte Grünfläche, dann war der Weg Wüste Mühle erreicht.

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Hier oben die Bilder von unserem Weg bis zum Weg. Als meine Großen so vor mir her über die Grünflächen wanderten, kam mir in den Kopf, hier finden ja immer Treibjachten in der Redde statt. Gut das es am Montag nicht so war, sonst hätten wir wohl noch wie Hasen um unser Leben laufen müssen. Wir gingen auf dem Weg Wüste Mühle in südwestlicher Richtung weiter. Geradewegs auf das Gelände des ehemaligen Schacht 6 zu.

Schacht 6

Im Jahre 1955 erwarb die Emscher-Lippe Bergbau-AG aus dem Grubenfeld an der Haard das Emscher-Lippe-Nordfeld. Durch die Ausrichtung dieses Feldteiles wuchsen die Entfernung von den Wetterschächten bis zu den  Baufeldgrenzen auf 5 km an. Da die Wetterschächte1 und 4 in unmittelbarer Nähe der Wettereinziehendenschächte 2 und 3 liegen, müssen die Wetter über die unteren Sohlen bis zu 5 km in das Grubenfeld hinein und über die Wettersohle wieder 5 km zu den Ausziehschächten zurückgeführt werden. Diese rückläufige Wetterführung führte in Verbindung mit der großen Teufe zu Schwierigkeiten der Bewetterung der Abbaubetriebe und machte die Errichtung eines Wetterschachtes an der Grenze des Baufeldes erforderlich.Die günstige Lage für den geplanten Wetterschacht bestimmte den Schachtansatzpunkt auf dem Weidegelände der Bauern Rüping und Luthe in der Datteln-Redde. Zum 1.Spatenstich haben sich neben den Repräsentanten der Bergbaubehörde, des Amtes und der Stadt Datteln die ehemalige Grundstückseigentümer, Vertreter der Firma Schachtbau Thyssen sowie Vorstand, Betriebsrat und Mitarbeiter der Emscher-Lippe Bergbau AG.

1wiese_fuer_erste_bohrung_schacht_6_kopieQuelle; Website Bermannsverein Bergmannsglück e.V. Datteln 1957

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Oben links holt Willi uns fast ein. Er war durch ein Telefonat etwas zurückgefallen. Oben rechts sieht man das Biotop in der Redde, welches auch von der Redder Straße aus zu sehen ist. Unten rechts der bewachsene Damm, der uns den Blick auf das Gelände des ehemaligen Wetterschachtes verwehrt. Wir gingen an diesem Damm entlang. Kein richtiger Weg und dann war wieder nur Feld vor uns. Da mussten wir noch einmal drüber laufen. Luftlinie lag der Hof Schneider nur noch 400 Meter vor uns. Es war ja lange kein Regen gefallen und so staubte es eher, als das wir in Matsche versanken. Ich hatte einige Tage vorher versucht mich an den Name des Hofes zu erinnern. Der fiel mir aber nicht ein. So hatte ich natürlich auch nicht auf die Webesite des Hofcafes geschaut, ob die überhaupt am Montag los hatten. Uns schwante übles. Als wir den Hof erreichten sahen wir die Katastrophe. Montags Ruhetag. Kein Kaffee, kein Brötchen, nur Enttäuschung. Wir setzten uns kurz auf die Terrasse des Hofcafes. Da war es aber windig und kalt. Wir trotteten mit leerem Magen von Dannen.

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Oben links erreichen wir den Hof. Rechts oben sehen wir Natz bei unserer kurzen Pause auf der Terrasse. Unten links gehen wir in östlicher Richtung vom Hof weg. Rechts der gleiche Weg etwas östlicher. Wir hatten kurz überlegt ob wir über den Hof gehen und dann in nördlicher Richtung. Da kam aber Friedels energisches Veto. Er wollte gegen Osten gehen und dann nach einem Weg suchen, der uns zur Wehlings Heide bringen sollte. Friedel schätzte das sie höchstens 800 bis 900 Luftlinie von uns entfernt sei. Da sollte er gar nicht so Unrecht haben. Es waren ca. 1,18 km. Es wurde aber für uns ein Weg von 2,5 km mit weiteren Adrenalinstoßen. Hoffentlich halten unsere alten Pumpen das aus! Wir gingen zunächst über den Weg, der auf den Bildern zu sehen ist, 400 Meter an einem Wald vorbei der links von uns lag. Der war mit Stacheldraht vom Weg abgegrenzt. Im Wald konnten wir Grünflächen sehen, die auf ein feuchtes Milieu schließen ließen. Als der Wald zu Ende war, war auch der Weg zu Ende. Vor uns lag eine Grünfläche. Über diese entschlossen wir uns zu gehen. Dort war es feucht und meine Wanderschuhe waren schnell feucht. Nach 250 Meter waren wir dann wieder an dem Wald, der mit Stacheldraht gesichert war. Es ging nicht nach rechts weiter, da war auch ein Zaun. Was blieb uns übrig? Wir mussten über den Zaun in den Wald. Oh du dunkler Wald was wirst du uns bescheren? Wir suchten eine Stelle wo wir alten Säcke am besten über den Zaun kamen. Natz meinte, dass machen wir wie früher! Einer tritt den Draht herunter und die Anderen steigen dann drüber. Gesagt getan. Natz trat und Friedel kletterte und blieb gleich in den Dornen hängen. Da musste er sich erst einmal wieder heraus wurschteln. Bei mir ging es dann besser. Ich weis gar nicht mehr wie Willi in den Wald kam. Hatte der Red Bull getrunken. Egal wir waren im Wald. Das Erste was wir dort sahen waren die Federn einer erlegten Taube. Es gab Raubtiere in diesem Wald! Es dauerte nur eine kurze Zeit und wir erblickten wieder eine seltene Speziez. Die Doppelschwänzige Holzschwanzschlange. Wir entfernten uns schnell von dem gefräßigen Raubtier. Wir mussten immer wieder große Wasserlöcher umlaufen. Und dann war da der breite Bach vor uns. Der war nicht mal so eben zu überspringen. Wir mussten eine Furt oder eine schmale Stelle suchen. Wir schickten Natz mit seinen langen Stelzen vor. Er fand eine nicht so breite Stelle und wir kamen trockenen Fußes aus der Hölle heraus.

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Oben links der Haufen Taubenfedern. Rechts die benannte Doppelschwänzige Holzschwanzschlange. Friedel irrt um die Wasserlöcher. Rechts die Stelle wo wir den reißenden Bach überquerten. Übrigens, als wir über den Zaun am Waldrand überquerten, da waren wir nur 140 Meter von dem vermuteten Standort der ehemaliegen Turmhügelburg Wildau entfernt. Das ist mir zu Hause in Google Earth aufgefallen. Wären wir nach rechts von der nassen Wiese aus über den Zaun geklettert, so hätten wir vielleicht die Ringstruktur der Turmhügelburg gefunden.( siehe Wandertour 18.03.2013(die Klosterner Runde). Aus dem Wald heraus standen wir wieder auf einer Grünfläche. Die überliefen wir wieder um dann vor dem nächsten kleinen Waldstück nach rechts an diesem vorbei zu gehen. Dann standen wir auf einem abgeernteten Maisfeld aus dem letzten Jahr. Gut begehbar. Vor uns lag die Wehlingsheide und vorab der Klosterner Weg. Als wir den Klosterner Weg erreicht hatten, waren wir für den Tag der grünen Hölle entronnen. Da war zu entscheiden was wir weiter machen. Gehen wir direkt nach Hause, oder gehen wir noch einen kleinen Umweg zum Lokal in der Wehlingsheide und hoffen, das dort geöffnet sei. Friedel wollte noch dort hin. Also gingen wir los. Das Pech verfolgte uns aber am Montag. Es sollte seit 12 Uhr offen sein, aber es war kein Mensch zu sehen. So waren wir gezwungen eine neue Entscheidung zu treffen. Zurückgehen oder bis zur Ahsener Schleuse und dann nach Hause. Jetzt entschied Willi mal. Zurückgehen wollte er nicht. Also ging es nach vorn.

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Die Bilder zeigen wieder unseren Weg über die Felder und die dicken Wolken über uns. Dann die Enttäuschung. Es sollte heute Kuchen geben, aber es war zu. Erschöpft und enttäuscht hängen die Helden in den Stühlen. Aber es hilft ja nichts wir mussten weiter wenn wir heute noch etwas zu trinken kriegen wollten. Wir bewegten uns auf dem Weg Schorfheide gegen Ahsen. Nach 900 Meter, kurz hinter dem rechts liegenden Reiterhof dessen Name ich vergessen habe, mussten wir uns wieder neu orientieren. Rechts ging es zur Schleuse Ahsen und damit Richtung Heimat. Geradeaus zum Kanal und dann zur Recklinghäuser Brücke und dann ins Dorf Ahsen. Die dritte Möglichkeit, wir gehen nach links zum Haardstübchen. Wir entschieden uns für Kanal und Dorf Ahsen. Im Dorf gab es eine Pommesbude. Da erhofften wir uns eine Kleinigkeit zu Essen und ein Getränk. Danach wollten wir dann mit dem Bus nach Hause fahren.

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Oben die Bilder von der Wehlings Heide bis zum Kanal. Unten links hat Willi als Beweis, dass wir über Flur und Wald gelaufen sind, meine Hose fotografiert, die ordentlich verschmutzt war. Links unten der neu gemachte Leinpfad in Richtung Ahsen. Wir gingen zur Brücke an der Recklinghäuser Straße, kletterten die Treppen hoch und überquerten den Kanal. Es ging nach Ahsen herein. Friedel wollte einmal über den alten Ahsener Friedhof laufen. Das machten wir dann auch.

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Oben sieht man den Kanal in Richtung Ahsen und Schleuse Ahsen. Dann ein Zufluss zur Lippe vom Ahsener Fußballplatz aus. Dann 3 Bilder vom Friedhof. Rechts unten Willi vor der Ahsener Kirche.

St. Mariä Heimsuchung (Ahsen)

Die katholische Pfarrkirche St. Mariä Heimsuchung ist ein denkmalgeschütztes Kirchengebäude in Ahsen.

Die Kirche wurde als Filialkirche von Datteln erstmals 1439 urkundlich erwähnt. Sie brannte 1720 ab. Das heutige Gebäude ist ein schlichter Saalbau mit Dachreiter, er wurde von 1723 bis 1726 von Johann Conrad Schlaun errichtet. Das Querhaus und der Chor wurden 1929 angefügt.

Nach dem letzten Bild mit Willi war unsere nächste Enttäuschung hinter uns. Die Pommesbude war zu Montags geschlossen. Ich hatte schon am Kanal meine Maren angerufen, ob sie uns abholen könnte. Ich hatte keine Lust mit dem Bus nach Hause zu fahren. Es war zu dem Zeitpunkt 13 Uhr. Wollten wir da schon nach Hause. Nein. Lasst uns zum Haardstübchen gehen! Will mussten  wir überreden, aber nur kurz. Der hatte nämlich auch Durst. Also wieder raus aus dem Dorf, wieder hoch auf die Brücke und herunter zum Sportplatz. Vom Dorf aus waren das wieder 1,3 km. Dann waren wir endlich da.

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Oben die letzten Bilder vom Montag. Natz und ich waren ein Stück voraus. Es standen keine Räder vor dem Haardstübchen. Es sah alles so zu aus. Draußen waren die Gartenstühle hochgeklappt. War hier heute auch zu?So viel Pech konnten wir doch nicht haben. Als wir zur Tür kamen, sahen wir durch die Glasscheibe Gäste im Wirtsraum. Puuuuh, Glück gehabt.  Wir bekamen Kaffee, Bier mit und ohne, Wasser und etwas zu essen. Unsere Knochen waren von der ungewöhnlichen Tour malträtiert und taten weh. Gegen 14:45 rief ich dann meine Maren an und erzählte ihr wo wir endgültig gelandet waren. 15 Minuten später war sie da und fuhr uns müde Krieger nach Hause. Also bis zum Willi, weil wir unsere Fahrräder noch holen mussten. Zu Hause habe ich dann gleich die Strecke nachgemessen, weil Friedel unterwegs meinte wir seien nicht so viel gelaufen. Es waren dann doch 11,66 km geworden. Männer es war eine tolle Erlebnistour die wir am Montag gelaufen sind. Die beste Aussage des Tages war die vom Friedel “ Hier war ich noch nie“  Das war als wir über das abgeerntete Maisfeld aus dem letzten Jahr maschierten. Jaaaaaa Frieeeeeedel wer waaaar deeeennnnn schooon da. Vielleicht Fuchs und Hase die sich eine gute Nacht gewünscht haben. Aber wenn unser Friedel irgendwo war, wo er noch nie war, dann ist er glücklich und wir mit ihm.

Opaju

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